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wälzen

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

wälzen verb.

Bd. 27, Sp. 1419
wälzen, verb. umdrehend hin und her bewegen, rollen. 11) wälzen, ahd. walzen, welzen (praet. walzta), volvere, vellicare Graff 1, 791, über dessen etymologische grundlage unter walzen gehandelt ist, ist auch in den andern altgerm. sprachen auszer dem altsächsischen und friesischen vorhanden: ags. wieltan Bosworth - Toller 1230, anord. velta Fritzner 3, 907, got. waltjan. auf ahd. walzen beruht ital. gualcire 'zerknittern'. das wort macht den eindruck einer causativbildung zu dem starken verbum, das im anord. velta lautet, got. *wiltan, sich wälzen; walzen (s. d.) ist wol als neubildung zu betrachten. nun ist aber got. waltjan intransitiv (anord. velta und ags. wieltan nur transitiv) und auch im mhd. und älteren nhd. kommt der intransitive gebrauch vor (eine 3. sg. welzet kann bis ins 16. jahrh. zu walzen gestellt werden). doch ist die transitive (auch reflexive) verwendung das gewöhnliche; im 17. jahrh. scheint mehrfach wälzen für das unüblich werdende walzen eingetreten zu sein.die schreibung ist bis zum anfang des 18. jahrh. gewöhnlich weltzen, noch Frisch und Steinbach haben so, Krämer und Ludwig haben wältzen und weltzen; welzen noch bei Klinger Otto 71, 23 neudr. selten entwickelt sich wölzen (vgl.wölben, doch wirkte das daneben stehende walzen der entwicklung des ö entgegen), bei Güntzel 829 wöltzen. das praet. büszt im nhd. den rückumlaut ein, doch kann im 16. jahrh. walzte noch zu wälzen gestellt werden. noch Stieler 2421, der allerdings welzen und walzen nicht trennt, hat im part. praet. gewalzet und gewelzet, Steinbach 2, 923 gewaltzt und geweltzet. 22) wälzen drückt ursprünglich ein drehendes hin und her bewegen aus, namentlich ein solches, das über etwas festem (besonders dem erdboden) stattfindet. in bestimmten verbindungen bezeichnet es dann auch das rollende fortbewegen von etwas. dasz es ein schwerer gegenstand ist, der bewegt wird (was Adelung mit zur definition rechnet), liegt ursprünglich nicht in dem begriff, vgl. die bedeutungsentwicklung von walzen und auch die der verwandten wörter walen, walgen, walgern. doch tritt beim transitivum (weniger beim reflexivum) dieser nebensinn immer mehr hervor und beeinfluszt namentlich auch den bildlichen gebrauch im nhd., während im mhd. eine andre entwicklung hier vorliegt. der bildliche gebrauch knüpft namentlich noch an die verbindungen von etwas wälzen, auf etwas wälzen an. 2@aa) transitives wälzen. die wörterbücher geben nur die transitive bedeutung an: volvere, weltzen, weltzeln, weltzeren. Diefenbach gl. 628b; volutare, weltzen, weltzeln. 628c; weltzen, volvere, devolvere, circumvolvere, pervolvere. Maaler 488c; vor im anhin weltzen oder trolen und walen, praevolvere. ebenda; wältzen, weltzen, volgere, ruotare, voltare. Krämer 1207b; welzen, volvere, versare. Stieler 2421; wältzen, wältzeln, über und über werffen, wie eine waltze gehet, rouler, tourner, veautrer. Rädlein 1028a; waltzen, wältzen oder weltzen, to wallow or roll something. Ludwig 2375. auch Adelung erwähnt die intransitive verwendung nicht. 2@a@aα) einen rundlichen gegenstand, auch einen menschlichen körper, rollend hin und her bewegen: ein stein, den man hyn und widder weltzt, bewechset selten. Agricola sprichw. 1 (1530), 109b; um nicht der einzige müsziggänger im staate zu seyn, wälzt (Diogenes) seine friedsame tonne auf und nieder. Mendelsohn philos. schriften 1 (1777), 3. zusammen wälzen: es haben auch Türcken, Juden und die bösen christen noch vil solcher zusammen geweltzter brieflein in federkielen und in iren alten kleiderknöpfen (die rechten philacteria, der ich einen gesehen) bey sich getragen. Mathesius Sarepta 105a; da nun membrana hie nit rein oder unbeschrieben pergament, sonder ein zusammen geweltzt buch ist, so hat Paulus auch zweyerley bücher gehabt. ebenda. um etwas wälzen: du hast das firmament an seinen ort erhöhet, der wolken kleid darum gewelzt. Haller ged. (1753) 3. übertragen: wilde phantasieen haben meinen schlaf aufgeschwelgt — mein ganzes wesen krampfig um éine empfindung gewälzt. Schiller 3, 83 (Fiesko 3, 2). in etwas wälzen: man läutert den balsem mit eʒʒeichwaschen, wenn man in dar inn welzet. K. v. Megenberg 360, 24; er hat mich mit bitterkeit gesettigt, und mit wermut getrenckt. er hat meine zeene zu klein stücken zurschlagen, er weltzet mich in der asschen. klagel. Jerem. 3, 16. übertragen: sie könnt' es wagen, mein gekröntes haupt schmachvoll auf einen henkerblock zu legen? ... sie könnte so die eigne majestät und aller könige im staube wälzen? Schiller 12, 425 (Maria Stuart 1, 6). an etwas wälzen: geendigt hat die uhr den lauf, es zieht dieselbe wieder auf, wälzt krächzend an dem treibestein, das schwache dorfschulmeisterlein. Sauter ausgew. ged. 20 Kilian. das part. gewälzt 'sich wälzend', von einem menschen: dô quam zuo ime ein mensche ûf den knîen vor gewalzet (vulg. genibus provolutus) vor en, und sprechinde: 'herre, irbarme dich ubir mînen sun'. Matthias v. Beheim, Matth. 17, 14; er lag da todt auf der erden, und in seinem blut geweltzet, he lay wallowed in his blood. Ludwig 2376; Amasa aber lag im blut geweltzet mitten auff der strassen. 2 Sam. 20, 12; o schade, dasz, in seinem blut gewälzt, das opfer wenig dazu taugt, dem geist des opferers ein loblied anzustimmen! Schiller 5, 2, 312 (don Karlos 3, 10). bücher wälzen: meine entdeckung ändert in der theologie quartanten und folianten. ich habe seit drei jahren das ding gewälzt, geblättert und in Straszburg alles gebraucht was ich konnte. Herder an Heyne (von und an Herder 2, 118). 2@a@bβ) rollend fortbewegen: der do grebt dy grub, der felt in sy, und der do weltzt den stein, er kert wider zu im. Koburgers bibel (1483) 304a (sprüche 26, 27); wer steyn weltzt, der zerreist die hand. Luther 20, 172, 9 Weim. ausg.; denckt offt ein schweren stein zuwerffen, den sonst wol viel nicht weltzen dürffen. Lehman (1640) 175, 35; was quält ihr euch und uns, auf jähem stege nur schritt vor schritt den läst'gen stein zu wälzen, der rückwärts lastet, immer neu zu mühen? Göthe 2, 16 (sonnette 14). eine lawine wälzen, bildlich: einer lawine vergleich ich den dichter, es wälzt ja der feind selbst rasch ihn weiter; es kommt eine gerechtere zeit. Platen 144 (epigr.). etwas wälzen mit richtungsbestimmungen: sie pflegten .. den stein von dem brunloch zu weltzen. 1 Mos. 29, 3; Joseph nam den leib ... und weltzet einen grossen stein für die thür des grabes. Matth. 27, 66 (28, 2: waltzet); darnach schneit sie im den kopff abe, und weltzet den leib aus dem bette. Judith 13, 9; sie sach, wie Sisyphus alleyn fast ringen muszt mit eym mlsteyn, den muszt er weltzen uff eyn berck. Wickram 7, 188, 861 (met. 4, 460) Bolte. gewälzt frei von menschen 'umhergetrieben': dorther komm' er anjezt in das land hier, kummer erduldend! weiter und weiter gewälzt (προπροκυλινδόμενος). von Odysseus rühmt er auch kundschaft. Voss Odyssee 17, 525. in besonderer bedeutung eine last wälzen: auch die taue des mastes und wendenden seile verband er; wälzte darauf mit hebeln den flosz in die heilige meerflut. Voss Odyssee 5, 261; auch aus seiner grünen welle steigt der schilfbekränzte gott, wälzt den schweren flosz zur stelle auf der göttin machtgebot. Schiller 11, 297 (das Eleusische fest). übertragen: und jetzt, da wir die schwere waffenarbeit die undankbare, fluchbeladene gethan, mit unermüdet treuem arm des krieges last gewälzt, soll dieser kaiserliche jüngling den frieden leicht wegtragen. Schiller 301 (Wallenst. tod 3, 15). daran schlieszt sich eine last auf jemand wälzen: indem du durch deine faulheit deinen andern collegen die last, die du soltest tragen helffen, alleine auff den hals weltzen ... würdest. Ch. Thomasius kleine teutsche schrifften (1707) 69; dies wort (classisch) hat manches genie unter einen schutt von worten vergraben, seinen kopf zu einem chaos von fremden ausdrücken gemacht, und auf ihn die last einer todten sprache, wie einen mühlstein, gewälzet. Herder 1, 412 (fragm. über neuere d. litt. 3) Suphan; verscheuchen jene träume, die der welt unüberwindlich ungeheure last auf éine menschenbrust zerknirschend wälzen. Göthe 9, 272 (nat. tochter 1, 6); alle plagen, alle erdenlasten wälzt der unversöhnten göttin list auf die will'gen schultern des verhaszten, bisz sein lauf geendigt ist. Schiller 11, 60 (ideal u. leben). überhaupt etwas auf jemand wälzen: die schuld auf einen andern weltzen, culpam in alium conferre; er will das verbrechen auf mich weltzen, in me crimen conjicere vult. Steinbach 2, 923; dasz sie den ruin des landes auf meine brust wälzen, vergebe ihnen gott der allmächtige, der sie und mich und den fürsten einst gegeneinander stellt. Schiller 3, 400 (kab. u. liebe 2, 3); graf Hohenlohe wälzte die schuld dieser niederlage auf die einwohner von Antwerpen, die durch ein falsches signal ihn betrogen hatten. 9, 68 (belagerung Antwerpens); ruchloser! so musztest du des herrn befehl misbrauchen, und blutig grauenvollen meuchelmord auf deines kaisers heilgen nahmen wälzen? 12, 393 (Wallenst. tod 5, 11); sollen wir zu grunde gehn, weil deine söhne wüthend sich befehden? ... so spracht ihr rauhen männer, mitleidlos, für euch nur sorgend und für eure stadt, und wälztet noch die öffentliche noth auf dieses herz, das von der mutter angst und sorgen schwer genug belastet war. 14, 18 (braut v. Mess. 1, 1); sandt er nach Uglitsch mörder aus den Czarowitsch zu töden, und die schuld der that auf einen zufall dann zu wälzen. 15, 2, 441 (Demetrius); auf euer haupt wälzt er der waisen schrey, der witwen thränen ... um gatten, väter, und um anverlobte, die diese zwistigkeit verschlingen wird. Shakesp., Heinrich V. 2, 4; Malcolm und Donalbain, des königs söhne sind heimlich fort, entflohn; dies wälzt auf sie der that verdacht. Macbeth 2, 3; dasz es Preuszen möglich wurde, den hasz des constitutionellen Deutschlands von sich auf Oesterreich zu wälzen. Grillparzer 9, 7 (Metternich). ungewöhnlich von personen: bruder! bruder! schwer wälze ich sie (das mädchen) auf deine seele. vergisz nicht wie schwer sie dir erworben werden muszte. Schiller 2, 391 (eine groszmüthige handlung). ferner einen stein, eine last von sich (vom herzen, von der seele) wälzen: nun ist uns der grosze stein von herzen gewälzet. Weise Catharine 199 Fulda (3, 13); der vater war indessen gelassen heruntergestiegen, setzte sich zu uns, schien heiterer als bisher, und fing an zu essen. wir freuten uns darüber, und wuszten nicht, auf welche bedenkliche weise er sich den stein vom herzen gewälzt hatte. Göthe 24, 157 (aus meinem leben 3); fahren sie fort! sagte er gelassen. sie that es mit freierer stimme, als habe das erste bekenntnisz ihr einen stein vom herzen gewälzt. Heyse nov. 1, 165 (erkenne dich selbst); ihr brief ... den ich heut erhalte, hat mir eine grosze last vom herzen gewälzt. Göthe 46, 11 (Schweizerreise); ich habe mich zuweilen längere zeit bemüht, dergleichen sachen unaufgeschrieben zu lassen, und doch zuletzt sie wie eine beschwerliche last vom herzen gewälzt. Heyse bekenntnisse 359; erst jetzt ... fühle ich ordentlich eine last von meiner seele gewälzt. Stahr ein jahr in Italien2 1, 45; indem ich nun diese blätter ... dergestalt einrichte, dasz sie meinen freunden bald einen leichten überblick meiner bisherigen schicksale gewähren können, und dasz ich mir zugleich was ich bisher erfahren und gedacht, von der seele wälze. Göthe 27, 25 (ital. reise); in dieser wildnisz fürcht' ich keinen zeugen, vom herzen wälz ich dieses lange schweigen. Schiller 14, 343 (Tell 3, 2). auch ohne bildlichkeit: etwas von sich weltzen, aliquid a se amovere. Steinbach 2, 923; er nimmt sich zwar für, die praejudicia von sich zu weltzen, aber ehe er es sich versiehet, praecipitiret er sich. Ch. Thomasius kleine teutsche schrifften (1707) 588; strafbar erschein' ich, und ich kann die schuld, wie ich's versuchen mag! nicht von mir wälzen. Schiller 12, 215 (Wallenst. tod 1, 4). selten etwas von jemand wälzen: weltze von mir die schand und schmach. Luther 8, 188, 23 Weim. ausg. (von der beycht 1522, in der bibel ps. 119, 22 wende von mir schmach und verachtung). 2@a@gγ) vom wasser: der strom wälzt seine fluten. auch von dem, was im wasser bewegt wird: die wasser Hebrus wälzten mit adlereil des Zelten leyer, welche die wälder zwang, dasz sie ihr folgten. Klopstock 1, 5 (Wingolf); ein schwartzer fauler flusz schleicht langsam an den wurtzeln mit trägen beugungen stillschweigend ruhig fort und wältzet purpur, kron und zepter an dem grunde. Pyra u. Lange 99 (24, 2, 310) neudr.; da (bei der sintflut) wälzten schwarze fluthen gigantische sünder. Schubart 1, 338; (Jehovah) wälzte den gekrönten quäler seines volks mit wagen, rosz und reutern in des rothen meeres donnernden strudeln. 1, 340; jenes manns, dem vielleicht das gebein schon modert im regen, liegend am strand', auch vielleicht in der salzigen woge gewälzt wird. Voss Odyssee 1, 163; von sturz zu sturzen wälzt er (der wassersturz) jetzt in tausend, dann aber tausend strömen sich ergieszend, hoch in die lüfte schaum an schäume sausend. Göthe 41, 7 (Faust II, 1, v. 4718). bildlich: sangen's, und die lobgesänge tönten fort im Gothenheere! wälze sie, Busentowelle, wälze sie von meer zu meere! Platen 33a; wie leicht ist mir, nun du Knebel fort, fort flogest, ... und die lobpreisungen, einem strome ähnlich, der seinen damm zerreiszt, wieder ergiebig, wortüberflüssig, mit anspielungen und citaten spielend, stellen aus alten autoren wälzend, dahin fluten kann. Tieck 5, 271. ferner von dem, was durch den wind, eine feuersbrunst, einen feuerspeienden berg in bewegung gesetzt wird: in einem düstern wetter wälzt er (der nordwind) so staub als sand und wolcken gelber blätter, der bäum entrissne pracht, durch wiesen, feld und wald und kehrte strasz und weg mit wütender gewalt in dunkler würbel lauf. Pyra u. Lange 27 (8, 4) neudr.; es wältzen nur die winde die wogen um den strand. 102 (24, 3, 28); er (der wind) warf uns nicht allein das zelt um, sondern wälzte auch unser ganzes gepäck in das wasser des teiches. Freytag 17, 155 (bilder 1, 2); wehe, wenn sie (des feuers macht) losgelassen wachsend ohne widerstand durch die volkbelebten gassen wälzt den ungeheuren brand! Schiller 11, 310 (glocke); in dem ozeane des fernen nords ist ein eilandsberg, der flammenverkündenden dampf, als wälz' er wolken, wälzt. Klopstock 1, 249 (ode 'Hermann'); der feuerberg stürzt aus dem höllenschlunde oft seine fluth herab, und wälzt die stadt mit öl und frucht zu grunde und macht ein groszes grab. Seume 632. 2@a@dδ) machen dasz etwas hin und her geht, vom kreislauf der gestirne: du firmamente an diner rente, sunne und man, sterne gan, nu lobet in, der uch welzet, uch velzet in schonen louf. passional 691, 31 Köpke; so ists der engel gar gewesen, der ihren (der sonne) schweren schwung regiert und wälzend um die pole führt. Lessing 1, 104 anm.; die macht, welche die gestirne wälzt. Klinger 3, 26. vom kreislauf des blutes: ein reis'chen nach Elisium wird die infarktus schmelzen, und freier in dem zirkel um durch bauch und kapitolium die zähen säfte wälzen. Schiller 1, 254 (der hypoch. Pluto). von einem rade: sinem lobe zu krantzewolt er daʒ sunder helfe haben gerochen. da het sin groʒʒe wirde wol enpfunden, wer im der selden schibegeweltzet niht noch jensit ufgedrungen. jüng. Titurel 4858; nie nützt das werk sich ab, nie stockt der trieb der federn, nie fehlt die richtigkeit den stets gewälzten rädern. Wieland suppl. 1, 146 (natur d. dinge 3, 562). übertragen vom rollen der augen: ha! ha! ha! was der aff' die augen wälzt! Klinger theater 2, 246; Zorbrechten wälzte seine stieraugen. er witterte insubordination. Ompteda drohnen 258; Lorenz hatte die groszen, etwas weitgestellten, wälzenden grauaugen seiner mutter und dadurch dieselbe königliche ruhe im blick. Algenstädt von amts wegen 49. 2@a@eε) im mhd. findet sich welzen öfters übertragen als 'gestalten, anordnen, fügen' (in den ersten belegen ist von dem bewegen des glücksrades auszugehen): du (glück) richest, ermest, sunder wer, du leistest ungeheiʒen tat, du triugest zuoversiht. din wildeʒ welzen wunderlich verre uʒ menschlich gedenken ist gestrichen. minnesinger 2, 397b Hagen; der beider hoch geluckewas wunderlich gewaltzet in ein so krankeʒ stuckeso daʒ ir beider freude wer verhaltzet. jüng. Titurel 1445; die minne kan sust weltzenir goukelspiel so wehe, daʒ liep zu fremden veltzenund fremde liep ich enweiʒ ob eʒ da geschehe. disen wehsel kan die minne werben. 1784; in die grimmige not warf man die zwei gelieben und wolde alsam die grieben ir leben da versmelzen. nu gedachteʒ anders welzen got, als er lieʒ schinen. dem bischove und Justinen sin vollec helfe nahen traf. passional 498, 74 Köpke. eine rede, eine geschichte wälzen: auʒ der selben geschrift macht man gemeʒʒen rede, die wir vers haiʒen, daʒ sint walzær oder kêrær, wan man muoʒ die red hin und her welzen und kêren, ê man si nâch künsten mag gemeʒʒen. K. v. Megenberg 430, 31; ich wil durch kurze wîle, den nidæren ze bîle, ein abentmærlîn welzen, und tiutschlîchen velzen dise rîmes ende. gesammtabenteuer 2, 5, 7 Hagen. 2@a@zζ) im nhd. geht der übertragene gebrauch dagegen gern von dem begriff der fortbewegung aus, namentlich der fortbewegung groszer schwerer massen, vgl. oben β etwas (eine last) auf jemand wälzen, von sich wälzen: aber nicht gleiches geschick, wechselndes wälzt die zeit. Kopisch (1856) 2, 34. mit richtungsbestimmungen: heil dem gewalt'gen, heil dem kaiser, dem herrn im blut'gen kriegsgezelt! ... so wälzt er uns wie lavafluten von siegesfeld zu siegesfeld. Geibel 4, 212 (heroldsbriefe); an des krieges gluth wird zu stahl sein muth, stets inniger sich verschmelzend, tod auf die feinde wälzend. Rückert ges. ged. 3, 237 (1837); es ward also beschlossen, den krieg in die feindlichen lande zu wälzen. Schiller 8, 194 (30jähr. krieg 2). von dem, was durch den mund der dichter vorgetragen und verbreitet wird (wo noch andre bildliche vorstellungen einwirken): bald flog ihr (der königin der wahren poesie) hohes lied an den bestirnten sitz und priesz der seelgen ruh; bald wälzte sie die worte durch das verdammte reich, wo um die blasse schaar die bäche Belials mit schwefel-fluthen brausen. Pyra u. Lange 87 (24, 1, 120) neudr.; wir möchten jede that so grosz gleich thun als wie sie wächs't und wird, wenn jahre lang durch länder und geschlechter der mund der dichter sie vermehrend wälzt. Göthe 9, 32 (Iphigenie 2, 1); offen liegt ein feld vielkundigem dichter, der deines hauses glanz und den tausendjährigen ruhm wälzt; denn bereits diademe trug dein stamm in der sagendunklen urzeit. Platen 128 (dem kronpr. v. Bayern); kein warum frommt.ewig bleibt stillschweigend und ernst das geschick; doch wälzt die dichtkunst der beredsamkeit flut, strömt ergebung aus und geduld. 132 (festges.); es höre der staatsmann des lieds warnungen, sobald es die toten erweckt und erblichener zeit groszthaten tiefsinnig und feierlicher wälzt. 133; es ist gerad' aus der ursache, warum Homer und alle dichter der seele ihre bilder so lange wälzen und wälzen, (wie die grammatiker sagen, auf vieren kriechen lassen) um nehmlich dem bilde bewegung und daseyn zu geben, dasz es lebe. Herder 9, 447 Suphan; er (der segen Juda's) klingt herrlich ... und der vater selbst scheint sich in ihm zu erquicken und zu erheben; daher er die bilder so majestätisch langsam fortwälzet. 10, 58 (briefe d. stud. d. theol. betr. 1); so gewisz eine von mund zu mund gewälzte sage lebendiger ist, als eine zeitung. Vischer ästhetik 2, 267; er (Shakespeare) blieb der wahrheit und natur treu, wenn er weltbegebenheit und menschenschicksal durch alle die orte und zeiten wälzte, wo sie geschehen. Bielschowsky Göthe 1, 117. 2@a@hη) besonders wird auch von gedanken, die das innere bewegen, wälzen gebraucht; ein älterer beleg steht noch unter einflusz des lat.: do sy dise ding hin und here waltztend (haec illis volventibus), zuletzst uberwand sy doch das gluck des gemainen nutzs. D. v. Pleningen Sallust E 6a; nach hin und her gewälzeten gedanken, erkennt er, was er sieht, gläubt was er fühlet. Götz ged. 34 (9, 34) neudr.; den gedanken muszt' ich wälzen, (war es demuth, war es stolz?) ob du so mir könntest schmelzen, wie dir meine seele schmolz. Rückert ges. ged. 1, 445; diesen gedanken wälzte der doctor unablässig hin und her. Freytag verl. handschr. 1, 110; oft genug kam es ihm auch, dasz er fort müsse. ... von neuem wälzte er diese gedanken, als er heut unter den reben bei der schlafenden sasz. Heyse nov. 2, 331 (weinhüter); während ... sein geist schwere wirre gedanken mühselig und hoffnungslos wälzte. Frenssen Hilligenlei 103; der landmann nahm seine mütze tief ab vor dem landesherrn oder vor dem gelehrten juristen ..; aber er wälzte wol auch ihnen gegenüber mit geheimem stolz die erinnerung an ... ein paar alte scherben in sich herum, die er gefüllt mit schweren Joachimsthalern im milchkeller ... versteckt hatte. Freytag 20, 106 (bilder 3, 3). verdeutlichend im herzen, in der seele, im busen, im geiste wälzen: er wälzt' in dem rasenden felsenherzen eine lästrung, schwarz wie die nacht der untersten hölle. Klopstock Messias 13, 531; du, wackrer Omar, bleibest und vernimmst, was ich in meinem sinn und herzen wälze. Göthe 7, 172 (Mahomet 2, 4); was wälzest du in deiner seele Brutus so lange schon! Herder 28, 52 (Brutus 1774) Suphan; dort erblickt' ihn die kluge, gewandte Kypris, die göttin, ihm zu begegnen gesinnt, denn mancherlei wälzt sie im busen. Göthe 40, 357 (Achilleïs 353); er könnte — nein! so ungeheuere entschlieszungen in seinem busen wälzen? H. v. Kleist 2, 328 (prinz v. Homb. 3, 1); man sieht ihn still, die karten in der hand, entschlüss' im busen wälzen, ungeheure. 3, 333 (Guiskard 7); du kennst mich doch; wozu der umschweif dann? — was wälzest du im geiste, sprich, was ist's? Geibel 6, 18 (Brunhild 1, 5). von empfindungen: nur in mir, sagt' er sich, wälzen die töne und die lichter (des feuerwerks) den schmerz hin und her. J. Paul Titan 3, 107. 2@a@thθ) in der geometrie kommt wälzen in einer bestimmten bedeutung vor: so wie man stets eine entwickelbare fläche in eine ebene entfalten kann, so kann man auch, aber nur unter besonderen umständen, eine entwickelbare fläche auf eine andere aufwickeln, oder auf ihr wälzen. Klingenfeld lehrbuch der darstellenden geometrie2 2, 198; bewegt man zwei entwickelbare flächen so aufeinander, dasz die erzeugenden der einen fläche nach einander auf die entsprechenden der anderen fallen, so nennt man dies das wälzen oder entwickeln der einen fläche auf der anderen. 199. 2@a@iι) aus dem teige wälzen 'knetend formen', s.walzen 2, d, α: ein nest rothbäckiger wähliger kinder, wie aus dem teige gewälzt; und immer noch eins in der wiege! Voss Luise 3, 465. vgl. nd. dat kind is as ut'n dege wöltert. Dähnert 555. 2@a@kκ) bei den uhrmachern die zähne wälzen (wie walzen 2, d, γ) 'walzenförmig runden'. v. Hoyer u. Kreuter technol. wb.5 1, 829a. 2@a@lλ) wälzen kommt auch für 'mit der walze bearbeiten' vor: wältzen, mit einer waltze ebnen, appianare, spianare. Krämer 1207b; wältzen, mit einer waltze eben und gleich machen, applanir avec un bloutroir. Rädlein 1028a; der heymknecht ... sal egen und weltzen, und szo es noth thut zum acker dryben. Michelsen Mainzer hof 40. westfäl. welten Woeste 319. 2@bb) reflexives wälzen. 2@b@aα) sich drehend hin und her bewegen, von menschen und thieren: her vîl ûf di erden, welzete sich schuomende. Matthias v. Beheim Marc. 9, 19; er ... beweget die zunge mit einer wundersamen geschwindigkeit, er geuszt wörter aus, wie einen strohm; er weltzet sich, er drehet den halsz, er verkehrt die augen, er strecket die arme aus, er schlägt mit dem fusz wieder den boden. discourse der mahlern 1, 80 Vetter; wie tief in der feldschlacht sterbend ein gottesleugner sich wälzt. Klopstock Messias 4, 5; und wo er (der hund) saicht, waicht er die knollen: so er sich welzt, pricht er die schrollen. fastnachtsp. 529, 14. sich tot wälzen: dann lieg' ich an gekünstelten cascaden, und kau' und wein' und wälze halb mich todt. Göthe 2, 93. sich wälzen als ausdruck der lustigkeit: heute will ich frölich, frölich seyn, keine weis' und keine sitte hören; will mich wälzen, und für freude schrein, und der könig soll mir das nicht wehren. Claudius I. II, 194 (der frühling). daher die redensart man möchte sich wälzen (vgl. auch unten d es ist zum wälzen): herr Mandrapandragondorix schien drob gar geheuer und heimlich zu werden, und ich fand in der danksagung und all seinem gekose so viel wiz, dasz mir gemüt und herz gar hoch aufging, und ich mich hätte wälzen mögen für freude. Mylius märlein (1777) 280; ha! ha! ha! man möchte sich wälzen (vor lachen). Klinger theater 2, 239; manche mädchen suchen sich mit netten verneigungen, andere mit gedrechselten worten und netten moderedensarten zu insinuiren, und man möchte sich wälzen, was vor manchen gewölbe abends vor ein gerenne von solchen kreaturen ist. der lustige Leipziger (1790) 30. gewöhnlich sich in oder auf etwas wälzen: sich im koht weltzen, in luto volutari. Dentzler 2, 341b; eine sau die sich in ihrem eigenen koth geweltzet, a sow that battens in her own dung. Ludwig 2376; er lag da vor todt, und weltzete sich in seinem blut, he lay wallowing in his blood. ebenda; heulet nu ir hirten, und schreiet, weltzet euch in der asschen ir gewaltigen über die herde, denn die zeit ist hie, das ir geschlachtet, und zustrewet, und zufallen müsset, wie ein köstlich gefesz. Jerem. 25, 34; alle ... werden ... laut über dich schreien, bitterlich klagen, und werden staub auff ire heubter werffen, und sich in der asschen weltzen. Hesek. 27, 30; Solon der weise mann sagt auch zum reichen Creso, der sich inn grossen hauffen gülden weltzet und seine hende darinnen wusche. Mathesius Sarepta 16a; Bertha wälzt sich jammernd im sopha. Schiller 3, 36 (Fiesko 1, 11); nichts auch frommte dir (Paris) saitengetön, und die huld Aphrodite's, oder das haar, und der wuchs, wenn dort du im staube dich wälztest! Voss Ilias 3, 55; die lerch' ihr tirelili singt und hei! singt hei! auch ams'l und fink, da sind denn ich und mein' alte dabei liegen und wälzen uns im heu. Herder 25, 43 (wintermärchen 4, 22) Suphan; von mücken wird man dann gepurrt und wälzet sich im bette. Voss 4, 42; Amor hatt' ein fieber, wälzte sich im nest schlaflos. Rückert ges. ged. 4, 420; wo sie (die schweine) ihre sülerey haben, da sie sich in pfützen oder pfüdeln zu sülen oder zu weltzen pflegen. Becher jägercabinet 57; der tieger wälzte sich in seinem blute. Lessing 1, 140; ich sah wie sie (die bienen) sich im blumenstaub wälzten. Bettine tageb. 28; der himmel sah's, wie ich oft wollusttrunken mich wälzte wild zu ihren füszen hier. Schiller 1, 278 (fluch eines eifersücht.); der kranke wälzt umsonst, im klagenvollen zimmer, sich auf beschränktem bett: er macht sein übel schlimmer. Uz werke 253 (97, 3, 137) neudr.; und Hann mit wüthender geberde wälzt sich auf ihrem grab, und ächzt so laut und bang, dasz man auf tausend schritt' ihn hörte. Wieland 18, 286 (Hann u. Gülpenheh); ihm raubt des wissens brennende begier den schlaf, er wälzt sich glühend auf dem lager, und rafft sich auf um mitternacht. Schiller 11, 51 (bild zu Sais); zuletzt wälzte (Dineas) sich sogar wie ein verzweifelnder auf dem boden herum. Wieland Lucian 2 (1789), 21. aber auch mit richtungsbestimmungen verbunden: die sau wältzet sich nach der schwemme wieder in den koth. Ludwig 2376; und, wie mein klepper, endlich lasz, stieg ich herab; wir wälzten uns in's gras. Bürger 104b (die königinn von Golkonde); hat als kind mutwillig gestreichelt den rollenden delphin, der, durch töne gelockt, an die barke heran sich wälzte. Platen 119 (ekl. u. idyll.); mohr. sie wälzten sich mir wie unsinnig um den hals, die mädel schienen sich bald in meines vaters farbe vergaft zu haben, so hizig fielen sie über meine mondsfinsternisz her. 3, 51 (Fiesko 2, 4). sich von etwas wälzen; übertragen: du machest dein lager auff einen hohen erhabenen berg, und gehest da selbst auch hin auff (den götzen) zu opffern. und hinder der thür und pfosten stellestu dein gedechtnis. denn du weltzest dich von mir, und gehest hin auff, und machest dein lager weit, und verbindest dich mit inen. Jes. 57, 8. sich in etwas wälzen steht auch gern in übertragenem sinn; zunächst noch bildlich: er weltzet sich im schlamm der unzucht, unreinigkeit, und allerley laster, wie ein schwein, he wallows in all manner of vices. Ludwig 2376; alle die den ehestand lestern und schenden ... und weltzen sich in ihren sudlen und pfützen und helffen der unsaubern geyster unzucht und hellische brunst vertheidigen. Mathesius hochzeitpred. 262, 13 Lösche; in der Circe ställen sich in dem pful der begierden wälzen, geziemt das menschen? Herder 27, 42 (Terpsichore 1) Suphan. vgl. auch: wir hüpfen von roman zu romane, wälzen uns von schlamme zu schlamm. Schiller 3, 497 (kab. u. liebe 5, 7). ferner: sich in allen schanden und lastern weltzen, in omni genere scelerum volutari. Steinbach 2, 923; so finden wir allemal gottes kinder so beschrieben, das sie der welt mit gebraucht haben, aber sich nicht darynn geweltzet noch umb sich gegriffen zu hirschen. Luther 24, 229, 10 Weim. ausg.; wann diese unnütze, abgelebte last der erden neben solchen wollüsten sich nicht auch in andern allerhand ertzlastern herumb gewältzt ... hätte. Simpl. 3, 10, 1 Kurz (Courage 1. cap.); kein laster und bubenstück war so grosz, in welches er sich nicht weltzete und vertieffete. pers. rosenth. 7, 6; die häupter daselbst, die die götter, und die tugend, und die gerechtigkeit lieben sollten, wälzen sich in wollust, verderben die sitten des volks. Geszner schriften 2, 69; gottlose schuldner, die ihr euch mit fremden gut in unzucht wältzet. Lichtwer fabeln 3, 22; so flieh mich dann, geh, wälze dich in wilder geiler lust, und lachend quäle jüngst deinen liebling mich! Schiller 1, 277 (fluch eines eifersücht.); aber meine zeit will ihre ketten, will die schande, worin sie sich wälzt. Seume 624; C. F. Wurm ... und ... Wilibald Alexis, späterhin auch Gervinus ... wiesen ihm (Börne) nach, dasz er, jedes eigenen gedankens baar, sich nur 'in gemeinplätzen wälze'. Treitschke d. gesch. 4, 427. 2@b@bβ) in cirkulirender bewegung sein. von dem kreislauf der himmelskörper: der himmel weltzet sich, coelum vertitur. Steinbach 2, 923. es nahmen ihren platz die neugebohrnen sonnen, die welten welzten sich, und zeichneten ihr gleisz, stäts flüchtig, stäts gesenkt, in dem befohlnen kreisz. Haller ged. (1753) 144; himmel wölbten sich, sternwolken, sonnenmassen wälzten sich im ungeheuren raume. Schubart 1, 332; betet er gleich nicht an jene sonne, die sich auf- und hinunterwälzt. Herder 27, 33 (Terpsichore 1) Suphan; wenn der planet fliehend sich wälzt, und im kreislauf eilet. Klopstock 1, 177 (die zukunft); die erde wälzt sich unaufhörlich um ihre achse. Kant 8, 210; für die (menschen) ist die erde am pol geplättet und am äquator erhöhet: für die wälzt sie sich so und nicht anders um die sonne. Herder 5, 127 (urspr. d. sprache) Suphan. von rädern und übertragen einem wagen: schon wälzen schnelle räder rasselnd sich und tragen dich von dem unbeklagten ort, und angekettet fest an deinen wagen die freuden mit dir fort. Göthe 2, 154; es wälzet sich ein rad von freud' und schmerz durch meine seele.von dem fremden manne entfernet mich ein schauer; doch es reiszt mein innerstes gewaltig mich zum bruder. 9, 54 (Iphigenie 3, 1); wie weltzt sich so ring das glückrad in allen menschlichen und irdischen dingen. Schöferlin Livius (Mainz 1514) 54a; wenn am donnernden himmel das hohe gewitter herauffzieht, und in den wolken der rache gefürchtete wagen sich wälzen. Klopstock Messias 2, 136. vom mühlrad und den flügeln einer windmühle: das mächtige, sich rastlos wälzende mühlrad. Campe; der mühle flügel wälzen sich an umzäumter trift. Matthisson ged. 134. das auge wälzt sich, übertragen vom blick: mein blick wälzt sich von diesem herrlichen bogen der stirne auf den scharfen knochen des auges herab. Lavater physiogn. fragmente 1, 243. 2@b@gγ) fortrollen, von rundlichen gegenständen: mir hat getrewmet, mich daucht ein geröstet gersten brot weltzet sich zum heer der Midianiter. richter 7, 13; erschüttert rauscht der dichtbelaubte wipfel (der gefällten esche), bis, von der wunden macht besiegt, sie ächzend sich herunter wiegt und sich zermalmend wälzt von des gebirges gipfel. Schiller 6, 376 (zerstörung Trojas). mit angabe des resultats der fortbewegung: harmonie, der gehorchend, sich zu mauren felsen wälzen! Klopstock 2, 50 (die maszbestimmung); durch den zulauf aus benachbarten ortschaften hatte die anzahl der menschen auszerordentlich zugenommen, und so wälzte sich auch der schneeball des beifalls zu einer ungeheuren grösze. Göthe 18, 163 (Wilh. Meisters lehrj. 2, 4); Marbod, das kind des glücks, der fürst der Sueven ist's, der, von den Riesenbergen niederrollend, stets siegreich, wie ein ball von schnee, sich grosz gewälzt. H. v. Kleist 2, 402 (Hermannsschl. 2, 1). in bildlichen wendungen: nach allem strebt der sterbliche.höchstes war ihm nie zu hoch, und kennet (ein arm geschöpf,) des schicksals maas nicht, dasz die urne immer sich wälzet und nichts bestehet. Herder 27, 48 (Terpsichore 1) Suphan; dieser niedrige zustand der geldwirthschaft dauerte durch jahrhunderte. ... unbehilflich und langsam wälzte sich das geld aus einer truhe in die andere. Freytag 17, 292 (bilder 1, 5). von den thränen: dâ von diu minneclîch geschaft von des herzen triuwe enphie der ougen saft, daʒ sich kunt über zartiu wangen welzen gelîch der liehten zeher rêr. Lohengrin 3043 Rückert; und selbst von dem auge des sohnes wälzet die thräne sich kaum, die gelinde. Göthe 40, 364 (Achilleïs 522). 2@b@dδ) von wassermassen: weltzen, estuare. Diefenbach-Wülcker 893; aus den beblümten gefilden, durch die der Tigris sich wälzet, kamen zuerst die Assyerer. Wieland 16, 123 (Cyrus 4, 9); wie der west auseinander wirrt die gewölke vom blaszschauernden süd, mit dichtem sturm sie verdrängend; häufig wälzt hochbrandend die woge sich, aber empor sprizt weiszer schaum. Voss Ilias 11, 307; unter dieser unsichern brücke ... wälzt sich die Tamine, ein wüthendes bergwasser. Matthisson schriften 3 (1825), 15. bildlich: ein fluth von beschwerden und bitten wälzt sich an den thron. Treitschke d. gesch.3 1, 372. auch von dem, was auf dem wasser schwimmt: ach! wie sie arm in arm sich auf den wogen wälzen! noch glücklich durch den trost, zum wenigsten zugleich eins an des andern brust zu sinken ins verderben. Wieland 22, 5 (Oberon 1, 4, 3). von rauch-, nebel-, feuer-, wolkenmassen: rings brennen, dörfer, städte.näher stets und näher wälzt sich der verheerung rauch an diese thäler. Schiller 13, 172 (jungfr. v. Orl. prolog 2); dort wälzt sich's wieder schon heran wie rauchgewölk, und ballt sich zu gestalten ... Germanicus, und Drusus, und Sejan — wer rief euch her? kann euch das grab nicht halten? Geibel 3, 99 (tod des Tiberius); wie er ... nachts durch geschrei und flammen, die sich gegen seine wohnung wälzten, gräszlich aufgeweckt worden. Göthe 15, 307 (novelle); schnell begann nun das graun sich zu wälzen dahin in ungeheuern gebürgen. dann erschienest du (sonne) selbst. Schiller 1, 215; näher wälzt sich die wolke, sie glüht. ich staune dem wunder! wird der rosige strahl nicht ein bewegtes gebild? Göthe 1, 314 (Euphrosyne); den schlag der geflüchteten wolke, die donnernd sich wälzt, dasz die hütte bebt. Klopstock 2, 92 (das gehör); sieht er, wie sich das wetter über das gebirge wälzt. Heer könig der Bernina 214. auch vom donner: die blitze brannten in heller flamme; die donner wälzten sich schon. Kretschman 1, 200. 2@b@eε) von durcheinander wogenden menschen, tumult, lärm, kampf: was rennt das volk, was wälzt sich dort die langen gassen brausend fort? Schiller 11, 272 (kampf mit dem drachen); was hör' ich? hierher wälzet sich der zug. Uhland Ernst v. Schwaben 1, 2; welch' bunter drang, welch' rauschendes getümmel! im hafen wälzt das volk sich hin und her. Gottschall ged. (1899) 118; der tumult wälzt sich hieher. horch. das ist nicht das gejauchze des beifalls. Schiller 3, 52 (Fiesko 2, 4); nun ein walzer! aber lustig! ... der fröhliche herr tanzte mit der wirthin vor, die comödianten flogen sich in die arme ... und unter schreien, stampfen, händeklatschen und gelächter wälzte sich der tumult immer wilder und wilder. Tieck novellen (1854) 12, 68 (der junge tischlerm.); brüllender zuruf wälzt sich, empöret mehr die empörer. Klopstock Messias 2, 741; erregt ist ganz Messina — horch! ein strom verworrener stimmen wälzt sich brausend her — Schiller 14, 19 (braut v. Mess. 1, 2); andern tags erhob sich schon ihr (der kunstreiter) zelt, und wälzte sich ihr lob von mund zu munde durch die straszen. Freiligrath 1, 198; wie zu dem weithinhallenden ufer des oceans strömung wogend und wogend sich wälzt, wann Zephyros hinterher schnaubt; ... also wälzten sich, eins auf das andere, der Griechen geschwader unaufhörlich zur schlacht. Bürger 218a (Il. 4, 423. 427); ein erdrosseln war's, ein würgen, ein gemetzel, das sich langsam, schaurig langsam, weiter wälzte, über brücken, flösze, furten. Heine 1, 378 Elster; es gab eine wilde kampf- und blutscene .., welche sich von der strasze nach dem angrenzenden kornfelde wälzte. Immermann Münchh.2 4, 83; ja, wälzt des krieges ungewitter sich jemals neu auf deutsche flur, ... Rückert ges. ged. 4, 256. von erscheinungen: was wälzt sich denn in der mitte der nacht so entsetzliches über den erdkreis? Platen 264 (verh. gabel 3). 2@b@zζ) 'sich nahen', von bevorstehendem: doch den freiern zumeist ankündigend, red' ich ein solches. ihnen ja wälzt ein groszes verderben sich! wahrlich Odysseus weilt nicht länger entfernt von den seinigen. Voss Odyssee 1, 164. 2@b@hη) von einer bewegung im innern des menschen, empfindungen, gedanken: mein hertze wältzet sich in unruh, leid und kummer. Günther ged. 819; und darf ausreden meine zunge, was sich im busen mir fluthend wälzet? Herder 27, 160 (Terpsichore) Suphan; gleich einem kahn auf hohen wogen, treibt sein ahnend herz mit ungeduld'gem schwanken auf ungestüm sich wälzenden gedanken. Wieland 28, 180 (Oberon 4, 65, 6); gedanken wälzen, so finster, wie der ew'gen nacht entstiegen, in meinem ahndungsvollen busen sich. H. v. Kleist 1, 199 (Penthes. 5); menschen, gedanken, wünsche und hoffnungen wälzten sich in diesem halbtraum nach dem tact des dumpfen tamburin durch seine seele wie zu einer groszen musterung. Heyse nov. 1, 100 (am Tiberufer). von plänen, die erwogen werden: darum warne ich dich nicht über die that, die sich jetzt unruhig in deinem busen wälzt. Klinger 7, 251. 2@b@thθ) im ältern nhd. kommt sich wälzen für 'vorfallen' vor: mit process und schrifften, in den sachen dy sich weltzen und begeben haben zwischen ... hertzog Palthasar und Hanns gebrüdern vom Sagan. urkundl. beitr. z. gesch. Böhmens nr. 353 (1466) (fontes rer. Austr. 2, 26, s. 395). 2@b@iι) vereinzelt tritt auch die bedeutung 'fraglich sein' auf: und hat sich die eigen wal der mönchen, einen abt ze setzen, allweg gewelzt, darum dasz die bischof dannocht immer zuo ansechlich gewesen und die könig und keiser sich der volmechtigen gewaltsamen gegen den clöstern nien habend endlich begeben wellen. Joach. v. Watt deutsche histor. schriften 1, 152, 35 Götzinger. 2@cc) ein intransitives wälzen kommt im mhd. nur vereinzelt vor (eine 3. sing. welzet ist zu walzen gestellt worden). im älteren nhd., wo walzen und wälzen fast ganz gleich verwendet werden, ist wälzen auch im intransitiven gebrauch nicht selten. bei einigen dichtern tritt er auch in der neueren sprache noch auf. die verwendung ist ganz der von sich wälzen entsprechend. von menschen und thieren: volutabrum, eyn ort da man weltzen mag. Dasypodius 264a; zum füssen rumb wöltzen. Güntzel 829; Apelles hat Alexandri pferd wältzend gemahlet. Krämer 1207b; er sol auch fleyssig acht haben auff die vögel so zuo sölchen zeyten die fisch auffrässend: dann wo er einen ersicht, so weltzet er und trölet mit vil sprüngen und grosser schnälle in das meer. Forer fischb. 15a; das schiff schlug mehr als vor von einer seite zur andern, dasz wir recht taumelten und wancketen wie die trunckenen, wältzeten einer über den andern her. pers. reisebeschr. 2, 4 (s. 38b). vom gang: wöltjen 'sich kaum von der stelle bewegen, sehr langsam gehen'. Schambach 304. in der runde gehen, von einem rade, den weltkörpern: sol der sælden schîbe mit trôst gên mir niht welzen. Reinfrid v. Braunschweig 2557; als ich nun 8 tage in der höhe war, sahe ich hinauff von ferrne, dasz der himmel so schnell fuhr und wältzte, als wenn er in tausend stücken zerspringen, oder die welt zerbrechen wolte. volksbuch v. Faust 56 neudr.; wann die welt viereckt wäre, so bleibe sie auff einem orth stehen, weil sie aber rund, so weltzet sie hin und her. Abr. a S. Clara reimb dich (1702) 219. sich drehend hin und her bewegen: diʒ ritterlîche güften sach man ûf sic niht velzen. die rotten kunden welzen nu hin nu har mit sigenunft. Reinfrid v. Braunschweig 1874; seht, wie die berge weltzen für seiner herrligkeit; seht, wie die hügel schmeltzen wie wachs zur sommers-zeit J. Rist, Fischers kirchenlied 2, 203, 15. eigenthümlich von einer waffe 'abgleiten': denn er im umbwenden und umbkeren im beseits den arm nahendt bey der schulter dermassen antraff, dasz er im solchen herab hiebe, und darzu desz schwert bisz mitten in desz risen schenckel im weltzen hinein drange. Amadis 127 Keller; zucket er das wehr, des fürnemmens, im das haupt abzuschlagen, doch verfehlet er, und weltzet der streych neben der schultern abe. 249; da vermeint der ein den Galaor leichtlich herab zustürtzen, und leget sein spehr wider in ein, aber der stich weltzet, und risse im Galaor (als der stercker war) im fürüber rennen dieselbig ausz der faust. 368. von flüssigkeiten, staub, wolken u. s. w.: näher wälzend unserm schiffe risz ihn über bord nach dem scharfen felsenriffe eine woge fort. Kind ged. (1808) 5; pforten zerbröckeln, säulen stürzen über und ströme erzes wälzen nach der Tiber. Freiligrath 5, 55; als ein staub, der einer wolke glich, träg wälzend ins gemach durchs ofne fenster schlich. Zachariä 1, 98 (verwandl.); was ist es?will die erde beben? — wälzen nicht unterirrdne donner? — alles bebt, heult! Herder 28, 11 (Brutus, 1772) Suphan. auch von abstracten: pesten fressen, räuberkriege würgen, hunderttausende verschlingt die kluft unsrer erde selbst, und aus gebirgen wälzt verderben heulend durch die luft. Seume 590. wälzende worte u. dgl. (vgl.walzen 2, a, η): unter dem sturm der flügel hervor erbebte der donner seiner stimme mit wälzenden weit vernehmlichen worten. Bodmer Noah (1752) 236 (8, 127); ein wildes gelächter faszte die red' auf; die pfort' erklang mit wälzendem lachen. 60 (2, 610). 2@dd) der infinitiv wälzen kann auch zu dem reflexiven sich wälzen gehören. so ins wälzen kommen, etwas ins wälzen bringen: wenn der Sathan einen einmal ausz seiner sasz und lager hebet und bringet in ins weltzen, so kan einer an keinem ort und auff keiner lehr rühlich bleiben. Mathesius historie d. Luthers 77, 26 Lösche. es ist zum wälzen als ausdruck der gemütsbewegung: mein damaliger herr aber glaubte in seinem dünkel, das handwerk, das mir manchen sauern schweisztropfen gekostet hatte (d. i. das kutschieren), wäre ihm angeboren, und verstand doch, wenn ich hinten auf der verteufelten perutsche stand, nicht einmal meinen zuruf. es war zum wälzen (totärgern). v. Thümmel reise 7, 250 (1880), häufiger von einer drolligen sache. Wander 4, 1774. ferner: wenn die, die an dem fusz beschneyter Alpen reisen, wenn thau und sonnenschein der berge haupt enteisen, ein ungeheurer klump, der sich im wälzen mehrt, mit tiefem schnee bedeckt, und ihre wege stört. J. E. Schlegel 4, 142; deiner augensonnen wälzen brennt mich an von kopf zu zeh. Voss bei Campe; das sind bäume, das sind felsen, wasserstrom, der abestürzt und mit ungeheurem wälzen sich den steilen weg verkürzt. Göthe 41, 335 (Faust II, 5, v. 11911); dein leben sei das gichterische wälzen des sterbenden wurms. Schiller 3, 38 (Fiesko 1, 12); nach deinem abschied lasz ich noch in der Elecktra des Sophokles. die langen jamben ohne abschnitt und das sonderbare wälzen und rollen des periods haben sich mir so eingeprägt, dasz mir nun die kurzen zeilen der Iphigenie ganz höckerig, übelklingend und unlesbar werden. Göthe briefe 3, 8 Weim. ausg. (an Herder 1786).
44676 Zeichen · 719 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wälzen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wälzen , verb. reg. act. einen schweren Körper langsam um seine Achse drehen, und solcher Gestalt fortbewegen. Gemeinigl…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wälzen

    Goethe-Wörterbuch

    wälzen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    wälzenrefl.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    wälzen refl. sich wälzen: gegen Krätze soll man sick Johanninacht naakt œwer drei Waterfohren wälzen Ro Gres ; sick Joha…

  4. Sprichwörter
    Wälzen

    Wander (Sprichwörter)

    Wälzen 1. Das ist zum wälzen. Nämlich so drollig, so lächerlich u.s.w. »Auch Stücke, die mir in die Hände kommen, sind o…

  5. Spezial
    wälzen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    wäl|zen I vb.tr. brodoré (-ra), straoje (straoj, straot) II vb.refl. sich wälzen se brodoré. ▬ sich vor Lachen wälzen se…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit waelzen

14 Bildungen · 1 Erstglied · 7 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von waelzen 2 Komponenten

wal+zen

waelzen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

waelzen‑ als Erstglied (1 von 1)

wälzen II

RhWB

wälzen II -ęlts-, –E-, –ęlt-, –ęilt Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg schw.: etwas, einen w., sich w., hin- u. herrollen, bes. einen schweren Körper;…

waelzen als Zweitglied (7 von 7)

abwälzen

DWB

abwälzen , revolvere, ahd. aba welzan: wurden gewahr, dasz der stein abgewelzet war. Marc. 16, 4 ; funden den stein abgewelzet von dem grabe…

anwälzen

DWB

anwal·zen

anwälzen , advolvere: steine anwälzen, heran wälzen, sich mühsam anwälzen.

fortwälzen

DWB

fort·waelzen

fortwälzen , 1 1) provolvere: einen stein fortwälzen; sie sieht die holden zwei schnell fortgewälzt nur schwach noch mit den wogen ringen. W…

rinwälzen

MeckWBN

rin·waelzen

Wossidia rinwälzen dass.; intrans. sich hineinwälzen: dor sünd sei (Steine) rinwälzt Wa Waren@Klein Lukow KLuk .

rœwerwälzen

MeckWBN

Wossidia rœwerwälzen hinüberwälzen, s. Waterfohr.

umwälzen

DWB

umwälzen , auch umwalzen ( vgl. teil 13, 1429), vb., trennbar. 1 1) ohne accusativobject. 1@a a) sich umherwälzen, ohne eine bestimmte richt…

Wégwälzen

Adelung

weg·waelzen

Wégwälzen , verb. regul. act. von einem Orte wälzen. Einen Stein wegwälzen.

Ableitungen von waelzen (6 von 6)

Bewälzen

Campe

Bewälzen , v. trs. mit etwas, das man auf eine Sache gewälzt hat, bedecken. Den Ort, wo er es vergraben hatte, bewälzte er mit einem großen …

entwälzen

DWB

entwälzen , devolvere, abwälzen: und sie entwälzten den deckenden stein der öfnung des grab mals. Messias 12, 188 .

erwälzen

DWB

erwälzen , revolvere, herabwälzen, ahd. arwelzan.

gewälzen

DWB

gewälzen , verb. , in der zusammensetzung mit dem präfix auf die ältere sprache beschränkt, in der es intransitiv und transitiv belegt ist, …

verwälzen

DWB

verwälzen , v. : und sy sein in in selber verflochten, gleicherweys sich rad in rad verwelzet 1. deutsche bibel 3, 32; zu suchen diesen stei…

Zerwälzen

Campe

Zerwälzen , v. trs . entzwei, in Stücke wälzen, durch die darüber gezogene Walze zerdrücken. D. Zerwälzen. D. — ung .