Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Wade f.
Wade f.
Wade f. ‘hinterer Teil des Unterschenkels’, ahd. wado m. (um 800), mhd. wade m., asächs. waðo m., mnd. wade m. ‘Wade’, nl. wade m. f. ‘Kniescheibe, Kniekehle’, anord. vǫðvi m. ‘Muskel’ führen auf einen n-Stamm germ. *waþwan- ‘dickes Fleisch, Muskel’ (woraus ahd. asächs. ‘dickes Fleisch am Unterschenkel, Wade’). Außergerm. Beziehungen sind fraglich. Wenn sich lat. vatāx ‘krumme oder schiefe Füße habend’, vatius ‘krummbeinig’ vergleichen lassen, kann ie. *u̯ā̌t- ‘krümmen, biegen’ zugrunde gelegt werden, wohl Erweiterung einer Wurzel ie. *u̯ā- ‘auseinander’ bzw. ‘auseinanderbiegen, -drehen’, so daß sich für das Germ. als Ausgangsbedeutung ‘Gekrümmtes, Gebogenes’ ergibt. Neben das ursprüngliche Maskulinum treten (im 16. Jh.) feminine Formen (wohl aus dem häufiger gebrauchten Plural neu gebildet), die sich schließlich (vom 18. Jh. an) durchsetzen.