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Wacken

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Wacken

Bd. 9, Sp. 175
Wacken das Wort, mhd. wacke m., ahd. wacko, älter waggo m., ist Rhfrk, Mosfrk u. Rip in Aden, Ahrw, Schleid, Malm, Monsch, Eusk, Rheinb, Bo, Köln-Stdt, Dür-Eppenich, Eup-Raeren verbr., u. zwar Rhfrk wagə Sg. u. Pl. m., Mosfrk in Saarl, Merz, Trier-Stdt, Bernk, Zell, Westerw, Siegld ebenso; doch wāgən Sg. u. Pl. m. Goar-Morshsn, Koch, Kobl, SDaun; wāk, Pl. -gən m. Saarbg, Trier-Land, Wittl, Bitb, Daun-Tettschd (f.), May-Stdt, Aden-Kempenich; wākə Sg. u. Pl. f. Altk-Betzd Kirchen Wissen; wākər May-Kollig, -kəl May-Stdt, Bernk-Mülh; wak, Pl. -gən m. Prüm; im Rip (s. o.) wak, Pl. wakə, –gə [daneben wagəl Eusk-MüEif Stdt, Bo, Köln-Stdt (u. wagə f.) u. wākən Gummb-Nümbrecht, Schleid-Ahrhütte] m., Demin. węgəlχə(n), –ęk- [urkdl. ankerstein, wacken Köln 1374]: 1. ungleich abgerundeter Kiesel-, Quarzstein (Wäckelcher Kieselgeröll im Bach), bes. grosser, plumper, harter Stein, zum Pflastern benutzt, u. vom Schuhmacher zum Klopfen des Leders; die drei Wacke, de kläne, middelst un de grosse W. uf de Brireler (Zell-Briedel) Heck riesige Quarzblöcke in der Nähe des Dorfes Raversbeuren; Waken Felsen im Strom Rheinschiff. RA.: So rond, hart, fest wie e W. — Die Bergleute nennen das Konglomerat W.; der Querschlag steht em W. Saargeb.; die im Gestein eingeschlossenen Bruchstücke von meist kristallinischen Felsarten, wenn sie nicht ganz klein sind Maifeld. — 2. übertr. a. sachl. α. grosser Wurfstein, dickster Klicker, mit dem man Nachwerfen spielt Simm, May, Aden-Kempenich, Schleid-Lommersd (wāk), Rheinb-Hohn, Altk-Betzd; -kəl Altk-Hasselb; wagəlχə weisser Klicker Koch; wakəlχər Bitb-Stdt. — β. Wäckeln, –əlχər Stein beim Fangsteinsp. Wend-Frohnhsn Urexw, Saarbr-GrRosseln Güding, Saarl-Berus SBarbara, Merz-Menning Merching (wagən), Zell-Enkirch. Reim zu den einzelnen Gängen: Än, de Plän; zwu, de Fluh; drei, de Brei; ver, de Schmer; fenəf, de Welf; sechs, de Schleks; siwwe, de goldige Stiwwelcher; acht, de Wacht; nein, de Pein; zehn, de Rän; elf, de Eijer; zwelf, de Zeijer Zell-Enkirch. — γ. Erdklumpen, –scholle Monsch-Rohren, Köln. — δ. ein Bausch Flachs- od. Hanfwerg; de Ospenn op W.ən machen Prüm-Heckhuschd Ihren. — ε. W. hon Spuren von beschädigter Haut, blaue Flecken Zell-Trarb. — b. persönl. verächtl. Neckn. der Saarbrücker.
2304 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wackenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    wacken swv. BMZ dasselbe Hätzl. 2. 67, 289. Zimr. chr. 2. 514,29; 3. 131,24 ff. — zu wëgen, vgl. wagen.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    wackenf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +6 Parallelbelege

    wacke , f. wacken , m. fluszkiesel, frei daliegender stein, felsblock, basalt. I I. form und verbreitung. das wort, das …

  3. modern
    Dialekt
    Wacken

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Wacke n [Wàkə fast allg.; Wâkə Blotzh. Hirzfn. ; Pl. ebs. ; Demin. Wakərlə Bebelnh. , Wakələ, Pl. –ər Dü. ; Nbf. Wàkô Kn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wacken

90 Bildungen · 75 Erstglied · 15 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wacken 2 Komponenten

wac+ken

wacken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wacken‑ als Erstglied (30 von 75)

Wacken I

SHW

Wacken I Band 6, Spalte 185-186

Wackendole

SHW

Wacken-dole Band 6, Spalte 187-188

Wackendupp

SHW

Wacken-dupp Band 6, Spalte 187-188

Wackenabrichter

PfWB

wacken·abrichter

Wacken-abrichter m. : 'Arbeiter im Steinbruch, der die Hartsteine zu Pflastersteinen zuschlägt', Wackeabrichdeʳ [ KU-A'glan Kaulb Kreimb Kus…

wackenader

DWB

wacke·nader

wackenader , m. einer, dessen adern hart wie wacken sind (?): ihr lungkitzliche backenhalter und wackenader, ihr entenschnadrige, langzüngig…

Wackenbahn

PfWB

wacken·bahn

Wacken-bahn f. : 'Bahn zum Transport von Steinen, Schotter', hier bezogen auf die Bahn zwischen Landstuhl und Kusel, Wackebohn [ KU-Schmittw…

Wackenbank

RhWB

wacken·bank

Wacken-bank Siegld , Altk , in der Bergmspr. f.: starke Grauwackenschicht, die sich oft innerhalb des Eisensteinganges findet.

Wackenberg

PfWB

wacken·berg

Wacken-berg m. : FlN, amtl. Wackenberg [ KL-Ramst Trippstdt ]. In KL-Ramst aufgrund der hohen Steinhalden an der Bahnlinie. —

Wackenbisser

PfWB

wacken·bisser

Wacken-bisser Pl. : Neckname für die Bewohner von KL-Eulbis und Erlb, Wackebisseʳ [ KL-Eulbis Weilb ]; vgl. Wackenpicker . Rhein. IX 175 and…

Wackenborn

PfWB

wacken·born

Wacken-born m. : FlN, amtl. Wackenborn [RO-Winnw ( Zink FlN 80)]. —

Wackenbruch

PfWB

wacken·bruch

Wacken-bruch m. : 'Steinbruch', bes. 'Hartsteinbruch für Pflastersteine, Straßenschotter', Wackebruch [ KU-A'glan Kaulb Kreimb Rammb Rothsbg…

wackenbuch

DWB

wacken·buch

wackenbuch , n. in Liv- und Estland das verzeichnis der einkünfte und gerechtsame eines landguts. Hupel 256 . zu wacke ' gebiet '.

Wackenfeld

PfWB

wacken·feld

Wacken-feld n. : FlN, amtl. Wackenfeld [KU-Altkch ( Zink FlN 21)], mda. Wackefelleʳ , Pl. [ KU-Bedb ]. RA.: ball uf die Wackefelleʳ kamme 'b…

Wackenfludder

RhWB

Wacken-fludder Bernk-Veldenz m.: Quarzgang im Schieferbruch.

wacken als Zweitglied (15 von 15)

swacken?

KöblerMnd

*swacken? , sw. V. nhd. zwingen, zwängen Vw.: s. be- Hw.: s. swacken (1)? E.: s. mhd. zwacken, sw. V., zwacken, zupfen, zerren; s. ahd. zwen…

zwacken

KöblerMnd

*zwacken , sw. V. nhd. zusetzen Vw.: s. ane-, be- Hw.: vgl. mhd. zwacken (1) E.: germ. *tweng-, V., klemmen W.: nhd. zwacken, V., zwacken, z…

abe zwacken

MWB

abe zwacken swV. ‘etw. rauben, entwenden’ dî altir sî intdaktin, / dî pallen abezwaktin / ornât und dî heiligen vaz NvJer 23531 MWB 1 90,22;…

abezwacken

KöblerMhd

abe·zwacken

abezwacken , sw. V. nhd. „abzwacken“, herunterreißen Q.: Neidh (1. Hälfte 13. Jh.), NvJer E.: s. abe, zwacken W.: nhd. abzwacken, V., abzwac…

abzwacken

DWB

abzwacken , decerpere, surripere: denn haben sie ietzt bei iren pfarren ein fleck holz, so zwackt man es inen ab. Luther tischr. 11 b ; waru…

afswacken

MNWB

+ afswacken , swv. , (aus dem Hinterhalt, heimlich) nehmen, abzwingen.

afzwacken

MeckWBN

Wossidia afzwacken abzwacken: Hei zwickt un zwackt ehr ümmer mihr aff Camm. Bil. 97.

aneswacken

KöblerMnd

anes·wacken

aneswacken , sw. V. nhd. antasten, anfallen E.: s. ane (2), swacken L.: MndHwb 1, 108 (answacken), Lü 22a (anzwacken)

anzwacken

DWB

anzwacken , admordere, invadere: des pfarrers Muthe schimpft aus neid, und zwackte mich gar an. ich sprach, mensch, laszt mich ungeheit und …

beswacken

MNWB

bes·wacken

beswāken (beswacken) s. beswēken, swv. , schwächen, beeinträchtigen, verschlechtern.

bezwacken

DWB

bezwacken , circumradere, subtrahere, carpere: die geltmittel beschneiden, bezwacken und hinterhalten lassen. Philander 2, 557 ; er bezwackt…

erzwacken

DWB

erz·wacken

erzwacken , decerpere, surripere: erzwackt in der fuchs in sein klausen. der alten weisen exempel 1536, 107 a ; nit weniger, als wenn er in …

ūfzwacken

KöblerMhd

ūfzwacken , sw. V. nhd. „aufzwacken“, aufziehen, aufkneifen Q.: LexerHW (15. Jh.) E.: s. ūf, zwacken W.: nhd. (dial.) aufzwacken, sw. V., „a…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wacken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wacken/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „wacken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wacken/rhwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wacken". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wacken/rhwb.
BibTeX
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