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W

mhd. bis sprichw. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

BMZ
Anchors
19 in 16 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

W

Bd. 4, Sp. 449a
W die spirans, früher uu, uv, oder vv geschrieben, entspricht dem lat. v, griech. digamma, wofür später griech. spiritus lenis oder griech. asper eintritt, goth. v, ahd. w. vgl. ahd. mhd. wîn, goth. vein, lat. vinum, gr. ο?)ινος, früher mit digamma gesprochen. bisweilen entspricht w dem goth. q; vgl. goth. qainôn, mhd. weinen; dann auch winter mit goth. vintrus, vielleicht ursprünglich goth. qintrus, ferner warm, goth. varms, früher wohl goth. qarms (vgl. skr. gharma). auch die form quahtila (H. zeitschr. 6,333), sonst ahd. wahtula, mhd. wahtel kommt dabei in betracht. deutsche mit w anlautende wörter, in das romanische übergegangen, zeigen mehrfach gu für w; so franz. guerre, ahd. werra; ital. guarda, ahd. warta; vgl. auch gastel, wastel, franz. gâteau. w wechselt in dialekten, namentlich im österreichischen, mit b; z. b. badel für wadel Suchenw. 12,109; bachen, bachter, anthorten u. dgl. für wachen, wachter, antworten Wolk.; geblæbt, durchgræbt von blaewen, durchgræwen Lohengr. 5321 R. u. anm. umgekehrt steht weʒʒer für beʒʒer H. zeitschr. 6, 28, wûsen statt buosem Wernh. v. Elmend. 134. dann wechselt w im inlaute mit j; vgl. müewen und müejen, blüewen und blüejen, früewe und früeje u. dgl. seltner schwankt w in h, wie in ahd. fôh, goth. favs, engl. few; vgl. mhd. ruowe, nhd. ruhe. w für h findet sich vereinzelt, schiuwet für schiuhet Gr. 1,404. w fällt weg:
a. vor vocalen im anlaute und in zusammensetzungen, namentlich in -olf, -olt, dann vgl. miteche für mitweche Griesh. pred. 2,48. Tundal. 44,27. Gr. gesch. d. d. spr. 298.
b. im inlaute nach consonanten; vgl. goth. ahva, ahd. aha, mhd. ahe; goth. leihva, mhd. lîhe; goth. gatvô, mhd. gaʒʒe. dann nach langem vokal, vgl. spîen, goth. speivan u. a. mehrere mhd. inlautende w sind, namentlich nach l und r, nhd. zu b geworden. vgl. schwalbe, milbe, farbe, narbe u. a.
c. im auslaute wird es ahd. zu u, später zu o und verschwindet dann ganz: goth. saivs, mhd. sê, sêwes u. a. bisweilen fällt mit dem w der flexionsvocal zugleich weg; vgl. brâ, klâ für brâwe, klâwe, ursprünglich klawa mit kurzem a, wie denn auch sonst verlängerung oder diphthongisierung eines kurzen vokals vor w, und wenn dieses wegfällt, eintritt. so entstehn namentlich iuw, ouw, öuw aus iw, ow oder aw; vgl. riuwe, vrouwe, vroüwen u. anderes. ou, öu wird auch wohl in ô verdichtet (vgl. vrô und vrouwer, drôn und dröuwen u. m.), was nach Eschmann in H. zeitschr. 11, 163 unter einfluß eines folgenden j eingetreten ist. hellere vokale nach w gehn gern in dunklere über; vgl. mhd. wol, ahd. wola, wela, goth. vaila; mhd. woche, ahd. wecha, goth. vikô, mhd. wünne, goth. vinja; dann mhd. wiste, weste, nhd. wuste. von consonanten duldet w im anlaute nur l u. r hinter sich; wl zeigt sich aber bereits im ahd. nicht mehr, wr nur vereinzelt, wie in wrechjo, wofür später recke. länger hält sich wr in den niederdeutschen sprachen. ursprüngliches anlautendes hw (hv) wird ebenfalls schon im ahd. zu einfachem w. vgl. wannen, wanne, wande, wâr, war, was, weder, weien, weiʒe, welf, wer, wîle, wirbe, wîʒ. im allgemeinen vgl. Gr. 1,401 fg. 13, 196. gesch. d. d. spr. 73. 296 fg. 799. Graff 1,613 fgg.
3191 Zeichen · 147 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    W

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    W die spirans, früher uu, uv, oder vv geschrieben, entspricht dem lat. v , griech. digamma , wofür später griech. spirit…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wBuchstabe

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    w , Buchstabe Vw.: s. v Son.: w steht gegen Ausgang des Mittelalters bisweilen auch für v

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    W

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    W , der drey und zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabets und der achtzehnte unter den Consonanten oder Hauptlauten, …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    w

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    w [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    W

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    W , fehlt als Buchstabe dem latein. Alphabete und dem romanischen. wo es v geschrieben wird; in dem deutschen ist es Zei…

  6. modern
    Dialekt
    w

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    w bisweilen an Vokal angeschoben vor folg. Vokalanlaut O. nicht M. Do ste h -w-i ch Co. Ich ka nn -w-e (ihn) nit verbutz…

  7. Sprichwörter
    W

    Wander (Sprichwörter)

    W 1. Drei W erfreuen die Lebenskraft: Weib, Wein und Wissenschaft. »In meinem Abc befindet sich ein dreifach W. Das erst…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit w

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Keine Komposita gefunden — w kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

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APA
Cotta, M. (2026). „w". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/w/bmz?formid=W00001
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Cotta, Marcel. „w". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/w/bmz?formid=W00001. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „w". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/w/bmz?formid=W00001.
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