verwunderung,
f. ,
bewunderung, erstaunen; verbalabstraktum zu verwundern.
mnl. verwonderinge,
nl. verwondering.
seit dem 15.
jh. lexikalisch verzeichnet: thauma verwunderung (16.
jh., obd.), verwonderinge (
nrh.) Diefenbach
gl. 574
a;
torpor angst, virwonderunghe (15.
jh., md.)
ebda 589
a; verwunderung, wunderung, erschrecken, erschrecknusz
stupor, voc. theut. (1482) kk 3
a; verwunderunge
admiratio, voc. inc. teut. (
um 1485) ii 6
b;
admiratio est suspensio mentis ad aliquod magnum cognoscendum ein verwunderung
voc. pred. (1486) A 4
b;
admirabilitas verwunderung Frisius (1556) 38
a.
auch in den mundarten begegnend: verwunn(e)rung, verwunderung Mensing
schlesw.-holst. 5, 447
a; verwongerung Leithäuser
Barmen 166; verwunderung Martin-Lienhart
elsäss. 2, 840. 11)
im sinne von '
bewunderung',
d. h. stets mit dem beisinn einer anerkennung: nym ... ein bluom, ein gilg, vnd sich das die von got so wunniglich gemacht vnd geschaffen ist, das eins möcht hinfliessen in sinem hertzen von verwunderung Keisersberg
bilgersch. (1512) 28
c; es sind aber solche (
begabte dichter ohne gelehrsamkeit) mehr wegen ihrer guten geburtsahrt mit verwunderung wehrt zu halten als vor recht geschikkte poeten zu achten G. Neumark
fortgepfl. lustwald (1657)
zuschrift 7; der hasz gegen ihn verwandelte sich in verwunderung Lohenstein
Arminius (1689) 1, 6.
ähnlich, doch mit dem nebensinn '
staunen, ergriffenheit' (
vgl. 2): zu meiner groszen erbauung habe bey dieser gelegenheit mich um Leonardo's lebensgeschichte und den inhalt seiner schriften in der nähe bekümmert, da man denn mit immer neuer verwunderung dieses auszerordentliche talent betrachten lernt Göthe IV 29, 65
W. 22)
als '
staunen, erstaunen'; 'verwunderung
ist das bei dem eintreten irgend eines unerwarteten, überraschenden ereignisses entstehende eigenthümliche gefühl, bei welchem der verstand nicht sogleich den zusammenhang von ursache vnd folge begreift' Krünitz
encycl. 219 (1854) 358.
der gedanke einer positiven wertung gehört nicht zum begriffsinhalt, kann jedoch mitschwingen und die bedeutung an die obige gruppe 1
annähern. zur unterscheidung vgl.: eine dergleichen gemüthsart heiszt allein edel, ... wenn diese nicht sowohl verwunderung ..., als bewunderung ... erregt Kant 5, 272
akad.; dazu seine begriffsbestimmung: nun ist die verwunderung ein anstosz des gemüts an der unvereinbarkeit einer vorstellung und der durch sie gegebenen regel mit den schon in ihm zum grunde liegenden prinzipien, welcher also einen zweifel, ob man auch recht gesehen oder geurteilt habe, hervorbringt; bewunderung aber eine immer wiederkommende verwunderung, unerachtet der verschwindung dieses zweifels
krit. d. urteilskr. II, § 62; sie (
frau v. Staël) wirkt, erregt wo nicht bewunderung, doch verwunderung Göthe IV 20, 109
W. zur abgrenzung gegenüber sinnverwandtem überraschung
vgl.: die wirkung des neuen ist verwunderung, die wirkung des unerwarteten überraschung Eschenburg
entwurf (1783) 22.
in der wahl der zugeordneten substantive und adjektive spiegeln sich die gefühlsregungen, die verwunderung
nahestehen: mein erstaunen und meine verwunderung Cronegk
schr. (1761) 1, 127; in verwunderung, in erstaunen gerathen Göthe I 7, 185
W.; die neugier und verwunderung Meissner
skizzen (1778) 1, 83; angenehmes erstaunen oder mit furcht vermischte verwunderung Klinger
w. 11 (1809) 9; was wir ... antworteten, hOerte er mit aufmerksamkeit und verwunderung an J. G. Forster
s. schr. (1843) 2, 59.
mit beiwörtern: staunende verwundrung Herder 12, 59
S.; mit ehrfurchtsvoller verwunderung Schubart
br. in: Strausz
w. (1878) 8, 36; J. G. Forster
s. schr. (1843) 1, 68; neugierige verwunderung Holtei
erz. schr. (1861) 24, 196; schwindelnde verwunderung W. Raabe
hungerpastor (1864) 1, 124. 33)
ältere sprache kannte, wie schon die oben angeführten lexikalischen belege für torpor
und stupor
zeigen, einen gebrauch, der auch tiefer greifende seelische erregung umfaszte: stupor ist ein gAehe verwunderung, minderung des sinns und gemts Gersdorff
wundarzney (1517) 88
b; dasz er (
der papst) von einem feinen poeten papa stupor mundi, ein verwunderung, erstaunung vnd entsetzung der welt genent wird Fischart
binenkorb (1588) 147
a; hatte er darob gewaltige verwunderung und entsetzung Ayrer
processus juris (1600) 49; als nun endlich der ... bischoff Peter vernahme, das denselben noch darzu das glück so wol gewolt ..., schrie er mit verwunderung auf: sitze fest, lieber herrgott, oder Rudolff wird dir auch deinen stul noch einnemmen Zinkgref
apophthegm. (1628) 9; mit bestürtzung und grosser verwunderung Bucholtz
Herkuliskus (1665) 2. 44)
auf ein intellektuelles gefühl bezieht sich verwundern
dort, wo es in feststehender tradition den sinn des griechischen θαυμάζειν wiedergibt; zur entstehung vgl.: von der verwunderung, sagt daher Aristoteles, hat die philosophie angefangen Hegel
w. (1832) 7, 1, 7 (
bei Aristoteles:
διὰ γὰρ τὸ θαυμάζειν οἱ ἄνθρωποι καὶ νῦν καὶ τὸ πρῶτον ἤρξαντο φιλοσοφεῖν).
die wiedergabe des zugrunde liegenden gedankens wechselt: die verwunderung ist eine tochter der unwissenheit, die die menschen angetrieben die wahrheit zu untersuchen Thomasius
artzenei wider d. unvernünfft. liebe (1696) 114;
ähnlich Chr. Wolff
vern. ged. v. d. menschen thun vnd lassen (1720) 220; verwunderung ist das erste kind der neugierde. sie muss aber auch eine mutter der untersuchung werden Herder 16, 51
S. vielleicht hierher auch: da hörete ich ihre verwundrungen wegen meiner verschwindung und ir unterschiedlich red und meinungen, wohin ich doch kommen seyn möchte, woraus ich lernete, dasz die verwunderung aus der unwissenheit entstehe Grimmelshausen
Simplicissimus 2, 330
lit. ver. 55) verwunderung
lebt vor allem in verbalen und präpositionalen verbindungen. 5@aa) in verwunderung setzen: damit der leser nicht allein ... in verwunderung gesetzt, als auch erlustiget und ergetzet werden möge Buchner
poeterei (1665) 6; hatten ihn die kinder in verwunderung gesetzt, so erfüllte ihn das, was ihm jetzt zu augen kam, mit erstaunen Göthe I 24, 5
W.; ich möchte euch wohl gern noch ein paarmal überraschen und in verwunderung setzen
ders., IV 42, 261
W.; eine sie beständig quälende lust, die männer in verwunderung zu setzen Fontane
ges. w. (1905) I 5, 47.
ähnlich: die schlechte anzahl (
der ritter) ... hat uns in verwunderung ... gebracht Weckherlin
ged. 1, 23
Fischer; der unerforschlich ist und heiszt, und dessen fügung wir auch dann verehren müssen, wenn sie uns in verwundrung reiszt Gottsched
ged. (1751) 1, 82. 5@bb) mit verwunderung anfüllen, erfüllen: das wunderbare, das uns durch das blosse ansehen entzücket und mit verwunderung anfüllet Breitinger
crit. dichtk. (1740) 1, 112; die erinnerung manches angenehmen und guten, aber auch manches unschätzbaren übels, das mich erschreckt, wenn ich zurücksehe, und mich zugleich mit verwunderung erfüllt, wie ich zu einem solchen alter habe kommen können Göthe I 43, 19
W. ungewöhnlich: es ... nimmt uns mit verwunderung ein, wenn wir gleichsam in eine neue schöpfung geführet ... werden Bodmer
abh. v. d. wunderbaren (1740) 21. 5@cc) verwunderung erregen, erwecken: die wiederholung der weitlAeuftigsten vortrAege, die scharf-sinnigen verantwortungen erregen verwunderung Lohenstein
Ibrahim Sultan (1680)
lobschr. j 1
a; es hat von jeher verwunderung erregt, dasz Wentworth graf Strafford sich bei dem parlament einstellte Ranke
s. w. (1867) 16, 21; schwere und ungemessene unternehmungen, die capabel waren, die verwunderung zu erwecken
discourse d. mahlern (1721) 1, e 3
b; dasz ich nur seine worte anführen darf, um keine geringe verwunderung zu erwecken Lessing 10, 160
L.-M. 5@dd) in verwunderung geraten: dasz man in die höchste verwunderung darüber gerieth
ollapatrida 101
Wiener ndr.; ich bin betroffen, ich gerathe in verwunderung über das, was ich in der hand halte Göthe I 25, 34
W. in älterer zeit in verwunderung stehen: ain tayl selen steen in verwunderung Karlstadt
v. d. stand d. christglaubigen seelen (1523) c 3
b. 5@ee)
vorwiegend in älterer zeit verwunderung nehmen, tragen, finden, haben: als der keyser Solicho erhört, nam er darab grosz verwunderung
hertzog Aymont (1535) d 3
b; darab sie grosz verwunderung namen
buch d. liebe (1587) 178
a; wie
N. selbs ein verwundrung tregt S. Franck
Germ. chron. (1538) 41
a; je mehr ich ihm anschaue, je mehr verwunderung finde ich an seiner gottligkeit
schausp. engl. comöd. 113
Creizenach; dann allein ein verwunderung hat die natur im menschen ob dem (
gott) der solche ding geschaffen hat Paracelsus
opera (1616) 2, 440
a; frau mutter, was der frembden dingen thut jhr mir sagen von dem schlosz? ich hab es sein verwunderung grosz, was ich mein tag darinn thun soll J. Ayrer
dramen 953
Keller. in neuerer zeit vereinzelt: dabei macht ich so grosze augen, dasz der preuszische hoflakei gewisz seine verwundrung wird gehabt haben Bettine
d. buch geh. d. könig (1843) 1, 12. 5@ff) verwunderung ausdrücken
u. ä.: man Aeuszerte auch von englischer seite in dem gegenmanifest nicht wenig verwunderung Archenholz
England u. Italien (1785) 1, 1, 8; worüber Tacitus beinahe verwunderung äuszert Fouqué
gefühle, bilder (1819) 1, 231; um meine verwunderung auszudrücken über den jugendstreich unsres herrn präsidenten Göthe in:
Göthejahrb. (1880) 19, 79; seine eigene verwunderung, sich an diesem platze zu finden, sprach er mit den worten aus Dahlmann
frz. revol. (1845) 451; Wilhelm zeigte seine verwunderung über ihre wirthschaftskenntnisse Göthe I 23, 24
W.; eine dame, der ich meine verwunderung hierber bezeugte Möser
s. w. (1842) 1, 329; ich kann meine verwunderung nicht bergen Lessing 7, 433
L.-M. in älterer zeit: vndt wirt yederman grosse verwunderung von ewer thumheit vnd verwegenheit sagen Schwarzenberg
buchl. v. zutrinken 29
ndr. 5@gg)
in präpositionalen verbindungen; mit verwunderung: (
sie) lesen die schrifft mit höchster verwunderung Montanus
schwankb. 480
lit. ver.; als nun das volck mit verwunderung diss anschawete Nigrinus
von zäuberern (1592) 29; ihr staunt? ihr seht mich mit verwundrung an? Schiller 14, 63
G.; Werner hatte ... mit verwunderung zugehört Göthe I 21, 129
W.; der hauptmann sah mit verwundrung seinen diener noch eher als er ihn erwartet hatte, zurückkommen Möser
s. w. (1842) 2, 261; ich hatte schon längst mit verwunderung eine alte in oel gemalte landschaft betrachtet, die an unserer wand hing G. Keller
ges. w. (1889) 1, 150; mit erklärlicher verwunderung nahmen die drei befreundeten mächte diese mittheilungen entgegen Treitschke
dt. gesch. (1897) 5, 79.
ebenso: desselben jars fiel ein brünnend füwr ... vom himmel ... und wie das volck mit verwunderung hinzu luff (
vor 1572) Tschudi
chron. Helvet. (1734) 1, 370; (
sie) verlieszen mich mit verwunderung Göthe I 43, 310
W. im älteren nhd. auch ohne beziehung zum subjekt des satzes: da der rhodisische bottschaffter seine werbung mit grosser verwunderung eines gantzen raths zuo Rom het frgetragen Heyden
Plinius (1565) 72; stund auff vom tisch in grosser freud, mit verwundrung aller hofleut Hans Sachs 16, 225
lit. ver.; nach der hand, vnangesehen des so schlechten vnterhalts, hetten sie mit vieler vnd des feindes selbsten verwunderung nie meutiniret Chemnitz
schwed. krieg 2 (1653) 72.
besonders mit jedermanns
oder mit männiglichs verwunderung: disz geschahe mit groszer verwunderung iedermans Kirchhof
wendunmuth 2, 50
Ö.; der Türk ... hat mit jedermanns verwunderung im teutschen kriege sich nicht gereget Leibniz
dt. schr. 1, 212
G.; dasz sie (
die fruchtbringende gesellschaft) sich mit männigliches höchster verwunderung von 1617 bisz 1662 über achthalb hundert ... gesellschafter erstrekket G. Neumark
palmbaum (1668) 33.
ohne angabe der person, mit verwunderung '
in bewundernswerter, erstaunlicher weise': Arachne, welche ... im wrcken es allen mit verwunderung vorthät Lohenstein
Arminius (1689) 2, 499; bestreich den ort mit einem federlein, und eine weile darauf geruhet, so verschwinden die wehetagen mit verwunderung Hohberg
georg. cur. 3, 1 (1715) 179; das fett oder katzen schmaltz erwAermet, erweichet, zertheilet und lindert allerhand glieder- und zipperlein-schmertzen mit verwunderung
allg. haushaltungslex. (1749) 2, 63. 5@hh) zu, zur verwunderung,
meist mit angabe der person, deren verwunderung erregt wird: zu meiner groszen verwunderung sah ich feind Clerdon, anstatt böse zu werden, lächeln Fr. H. Jacobi
w. (1812) 1, 121; hat er nicht zu unsrer verwunderung uns diesen und jenen genannt, der sich in unsrer nähe heimlich der ketzerei schuldig machte? Göthe I 8, 186
W.; sie (
die königin) hielt zur verwunderung ihres gefolges bei der küche an und sprach einige worte über den festbraten mit dem koch G. Freytag
ges. w. 8 (1887) 122. zur verwunderung '
in erstaunlicher weise, überraschend': und war zur höchsten verwunderung ihm ähnlich Bürger
s. w. 243
b Bohtz; dasz die ausbildung für sechs wochen zur verwunderung gut ausgefallen sei Wilhelm I.
milit. schr. (1897) 1, 409.
früher belegt und häufiger bis zur verwunderung: auch mag ein eusserlicher zchttiger wandel inn haiden vnd Türcken beston, auch bysz zuo verwunderung, als vyl historien zaigen Eberlin v. Günzburg
s. schr. 3, 73
ndr.; Macchiavell, der das kriegswesen ... bis zur verwunderung gut erklAeret Th. Abbt
verm. w. (1768) 1, 32.
mehr im sinne von '
bewundernswert': indem sie (
die altertumsforscher) sich nur mit dem besten, was die welt hervorgebracht hat, beschäftigen ..., so erlangen ihre kenntnisse eine solche fülle, ihre urtheile eine solche sicherheit, ... dasz sie innerhalb ihres ... kreises bis zur verwunderung ... ausgebildet erscheinen Göthe I 46, 55
W. 5@ii)
andere häufige verbindungen; in älterer zeit aus verwunderung: gleich wie die heiden die sonne haben angebetet aus verwunderung, dasz sie so schön und edel ist Luther 34, 2, 268
W.; weyl ausz verwunderung einer vngewohnten sach etwas unruow ... entstanden Stumpf
Schweizerchron. (1606) 119
b. in verwunderung: als sy vnser schiff ansichtig wurden inn verwunderung der neüwen ding S. Franck
weltbuch (1534) 217
b; der kleine mann stand in verwunderung wie erstarrt A. v. Arnim
s. w. (1853) 1, 159. ohne verwunderung: ich habe selbst leute gekannt, die des propheten ewiges ölkrüglein ohne verwunderung in ihrem hause angenommen hätten Göthe I 19, 53
W.; meist negiert: ausz euer fürstl. gn. schreiben ... haben wir nit ohne verwunderung angehört (1618)
acta publica 2, 25
Palm; Oldenburg betrachtete die gestalt nicht ohne verwunderung Spielhagen
s. w. (1872) 2, 385. vor verwunderung: zu letst praucht er vor grosser verwunderung dise wort Fischart
binenkorb (1588) 248
b; als ich vor verwunderung über seiner erzehlung gleichsam erstaunete Grimmelshausen 2, 520
Keller; dasz beyde sich entsetzt, als sie sich erst gesehn, und vor verwunderung sich kaum begrüszen können Besser
schr. (1732) 1, 33; du brauchst deine beiden hände, um sie vor verwunderung über dem kopfe zusammen zu schlagen
M. v. Ebner-Eschenbach
ges. schr. (1893) 4, 117.
in älterer zeit auch für verwunderung: der wirth hinwieder nimmt für grosser freude und verwunderung das auslAendische und ungewöhnliche geschencke auf Prätorius
winterflucht (1678) 34. 66)
vereinzelt in besonderen bedeutungen: 6@aa)
von der person, die man bewundert (
vgl. 1): daz ihr der euren zier gewesen und die verwundrung eurer stadt A. v. Haller
ged. 100
Hirzel. vom gegenstand, über den man sich wundert (
vgl. 2): dasz es (
Deutschland) denen auszländeren ein spott und raubnest, ihm selbst ein scheusal geworden und unseren späten nachkommen eine immerwehrende verwunderung und erbarmung seyn wird Schottel
friedenssieg 4
ndr. 6@bb)
von der äuszerung des staunens: da hörete ich ihre verwundrungen wegen meiner verschwindung Grimmelshausen 2, 330
Keller; hier bricht der herr verfasser in eine billige verwunderung aus
anmuth. gelehrsamk. (1753) 407
Gottsched; um mich und das mädchen aus der menge zu bringen und den betrachtungen und verwunderungen zu entziehen, die durch den anblick des ungewöhnlichen hauptes des mädchens angeregt worden waren Stifter
s. w. 5, 1 (1908) 180. 6@cc)
in der älteren stilistik zur bezeichnung von wörtern und wendungen, die erstaunen ausdrücken: verwunderung
eine figur in der beredsamkeit Gottsched
wb. d. schönen wissensch. (1760) 1614; die personalia absoluta werden (
im französischen) meist ohne verbis gebraucht, als in fragen, antworten, verwunderungen Duez
le vray guidon (1646) 118;
vgl. verwunderungswort.