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V

ahd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

BMZ
Anchors
27 in 18 Wb.
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16

Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

V

Bd. 4, Sp. 198a
V F sind goth. bedeutend von einander verschieden, indem jenes die spirans, dieses die aspirata in der reihe der lippenlaute bezeichnet. im ahd., wie im mhd., wird die spirans durch w ausgedrückt, und v und f treten sich näher. zwar sondert sich f dadurch von v, daß es bisweilen noch im anlaute, obgleich seltener als im ahd., für pf oder ph gesetzt wird, wo das gothische und niederdeutsche p haben (vgl. goth. pund, mhd. pfunt), so flegen für pflegen, fenninge Diemer 350,12 für pfenninge oder phenninge; doch davon abgesehen dient ahd. und mhd. v und mhd. f zum ausdruck der labialen aspirata wo goth. f, lat. und griech. p steht. vgl. lat. pater, goth. fadar, ahd. fatar oder ahd. vatar, mhd. vater; ferner lat. pes, pedis, goth. fôtus ahd. mhd. fuoʒ, vuoʒ. eine strenge sonderung der beiden buchstaben ist daher kaum durchführbar; doch lassen sich folgende unterschiede für das mhd. aufstellen:
1. im anlaute erscheint v häufiger als f, namentlich vor den vocalen a, e, i, o, obgleich auch hier schon ein schwanken statt findet: so z. b. wird in Griesh. pred. die partikel ver gewöhnlich fer geschrieben; dagegen findet man vor u (û, uo u. s. w.), l und r häufiger f geschrieben. die herausgeber mittelhochdeutscher denkmäler haben hier verschiedene grundsätze befolgt. Lachmann setzt in der ausgabe des Iwein im anlaute durchgehend v (vgl. zu Iw. s. 365), dagegen in der ausgabe von Walther f vor u, l und r. Graff schreibt im ahd. sprachschatze durchgehend f; in diesem wörterbuche ist nach dem Gr. 1,399 gemachten vorschlage v durchgeführt und f nur für fremdwörter behalten. in zusammensetzungen mit der partikel ent fällt t mehrfach weg und f oder v wird in pf oder ph verstärkt; vgl. enpfallen, enpfinden u. a. Gr. 1,382. 2,809. in einigen worten entspricht anlautendes fl dem goth. þl; vgl mhd. vliehen, vlêhen, goth. þliuhan, þlaihan. Grimm stellt nach dem vorgange von Graff in der gesch. d. d. spr. 350 auch goth. þrafstjan, þrafsteins (nhd. trösten, trost) zusammen mit ags. frêfrian, frôfor, alts. fruobrian, ahd. fluobiran, doch scheint ahd. mhd. trôstjan, nhd. trœsten, trôst näher zu liegen.
2. im inlaute scheiden sich f und v genauer: f findet sich besonders nach langem vokal, wie in slâfen, ruofen u. a., v steht dagegen in einigen worten wie haven, frevel, grâve, hover, huoves, wolves, zwîvel fest, obgleich einige handschriften auch hier wohl f (zwîfel) setzen. vor t, z, und s wird das inlautende v in f verwandelt: vgl. z. b. zwelve, zwelfte, neve, niftel, nhd. nichte, durch einfluß des ndd. wie schlucht für sluft. in einzelnen worten wechselt v mit b: so heven und heben, draben und draven, frebel für frevel Parz. 302,13. W. Wh. 253,29; dann fremdwörter wie fabel und favel, tavel und tabel.
3. im auslaute findet sich v nicht, sondern geht in f über; vgl. wolf, wolves u. a. mnd. quellen haben auslautend auch f für mhd. p: z. b. lief für liep, lof für lop; vgl. Frommann zu Herb. 105. im allgemeinen s. Gr. 1,399. gesch. d. d. spr. 392. Hahn 1,28. Graff 3,373.
3019 Zeichen · 104 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    v

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    vitibeitenAWB mhd. sw. v., nur Gl. 2, 522, 49 (13. Jh.): ‚auf schändliche Weise erzwingen(?)‘. Das Wort glossiert lat. s…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    V

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +5 Parallelbelege

    V , F sind goth. bedeutend von einander verschieden, indem jenes die spirans, dieses die aspirata in der reihe der lippe…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    vm.

    Mittelniederdeutsches Wb. · +3 Parallelbelege

    v., m. , Fremder (in den Bedeutungen 1, 2 und 4), nêmant v.s, wê, wat v.s.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    V

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    V , der zwey und zwanzigste unter den Deutschen Buchstaben und der siebzehente unter den Mitlautern, welcher seiner heut…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    V

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    V [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    V

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    V , im deutschen Alphabet der 22. Buchstabe, Lippenlaut, im alten lat. Alphabet gleichbedeutend mit U u. mit V geschrieb…

  7. modern
    Dialekt
    V

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    V s. F .

  8. Sprichwörter
    V

    Wander (Sprichwörter)

    V 1. Zwei V nach einem W machen zwei Wehe. Fr. Taubmann verstand unter den zwei V Vinum und Venus, Wein und Weib, die er…

  9. Latein
    v

    Lex. musicum Latinum

    V , v 1. Markierungspunkt in der Monochordmensur A - LL 2. Ausführungshinweis (littera significativa, ‚Romanusbuchstabe‘…

  10. Spezial
    в

    Russ.-Dt. Übers. (ru-de) · +2 Parallelbelege

    в открытую идиом. действовать ~ - offen handeln; mit offenen Karten spielen idiom. ; va-bank gehen idiom. говорить ~ - k…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit v

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — v kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.