Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
ungut adj. adv.
ungut , adj. adv. , i. a. gth. v. gut. ahd. mhd. unguot; mnd. ungût; mnl. ongoet ( Kilian, sonst nur subst. ), nl. ongoed ( veraltet ). während die n. schriftspr. u. hauptsächlich als gelegenheitsbildung durch bewuszten gegensatz zu gut gewinnt und nachdenkendes sprachgefühl ( Breitinger , Campe ) u. ( nichtgut ) als zwischenbegriff zwischen gut und seinem gth. ( schlecht, schlimm, böse ) einschiebt, kennt die ä. spr. wie die ma. reichere begriffsentwicklung, aus der nur gelegentlich noch etwas der gemeinspr. zu gute kommt; bisweilen haftet älteres in bestimmten syntaktischen bindungen. Stiele…