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umfassen

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 9 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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8
Verweise raus
9

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

umfassen

umfassen

fassen Vb. ‘(mit der Hand) ergreifen, in Gewahrsam nehmen, enthalten, eine Fassung, Umrahmung geben, sich innerlich zu eigen machen, begreifen’, reflexiv ‘die Selbstbeherrschung (wieder)erlangen’, ahd. faʒʒōn ‘in ein Gefäß füllen, gießen, beladen, bepacken, mit etw. bekleiden’ (9./10. Jh.), mhd. vaʒʒen ‘ergreifen, zusammenpacken, aufladen, überziehen mit etw., rüsten, kleiden, schmücken’, mnd. mnl. vāten, vatten, nl. vatten, anord. fata ‘lose zusamenfügen’ ist wohl zu einem in ahd. faʒʒa ‘Bündel, Bürde, Gepäck, Last’ (um 800), anord. fata ‘Kanne, Bütte’ belegten Substantiv gebildet und gehört daher etymologisch zu Faß (s. d.); vgl. Wissmann Nomina postverbalia 1 (1932) 12. Ausgangsbedeutung ist ‘(in ein Gefäß) füllen, umhüllen, bekleiden’, die in den heute vielfältigen Verwendungsweisen sowie in den meisten Ableitungen und Komposita noch erkennbar ist. – faßlich Adj. (17. Jh.), faßbar Adj. (19. Jh.) ‘gut verständlich, einprägsam, konkret’; unfaßlich Adj. (16. Jh.), unfaßbar Adj. (17. Jh.) ‘das geistige Fassungsvermögen übersteigend, absurd’; gefaßt Part.adj. ‘innerlich gerüstet, beherrscht, gelassen’ (16. Jh.). Fassung f. ‘Umrahmung, Vorlage, Version, Selbstbeherrschung’, ahd. faʒʒunga ‘Last, Ladung’ (Hs. 12. Jh.), mhd. vaʒʒunge ‘Faß, Bekleidung, Schmuck’; fassungslos Adj. ‘bestürzt, außer sich’ (19. Jh.). abfassen Vb. ‘in Schriftform bringen, konzipieren’ (17. Jh.), ‘abfangen, festnehmen’ (19. Jh.). befassen Vb., mhd. bevaʒʒen ‘besetzen, befestigen’, später (bis zum 17. Jh.) ‘mit den Händen begreifen, umfassen, einschließen, erfassen’, heute meist reflexiv sich mit etw. befassen ‘beschäftigen’ (18. Jh.). erfassen Vb. ‘ergreifen, begreifen, registrieren’ (17. Jh.). einfassen Vb. ‘umgeben, umschließen, einfüllen’, mhd. īnvaʒʒen; Einfassung f. ‘Einrahmung’ (16. Jh.). umfassen Vb. ‘(mit den Armen) umfangen, einschließen’ (15. Jh.); umfassend Adj. ‘weitreichend, universal’ (18. Jh.). Ferner s. verfassen.
1933 Zeichen · 79 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Umfassen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Umfassen , verb. reg. act. 1) Úmfassen, ich fasse um, umgefaßt, umzufassen, anders fassen. Einen Schmuck von Brillanten …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    umfassen

    Goethe-Wörterbuch

    umfassen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    umfassenschw.

    Pfälzisches Wb.

    um-fassen schw. : 1. a. 'herumfassen, umarmen, umschließen', -fasse [ KU-Schmittw/O LU-Altr ]. — b. 'einen Stoff umsäume…

  4. Sprichwörter
    Umfassen

    Wander (Sprichwörter)

    Umfassen 1. Wer zu viel umfasst, dem bleibt wenig in den Händen. Böhm. : Kdo chce přílis mnoho, nemivá nic. – Kdo příliš…

  5. Spezial
    umfassen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    um|fas|sen vb.tr. 1 (umschließen) stlüje ite, sighé ite 2 (enthalten) contigní (contëgn, contignü), tó ite, 3 ‹fig› (bes…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit umfassen

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

umfassen‑ als Erstglied (1 von 1)

umfassenheit

DWB

umfassen·heit

umfassenheit , f. , so viel wie ' umfang ', s. d. 4: gelehrte von groszer umfassenheit des wissens C. Fr. v. Rumohr deutsche denkwürd. 2, 17…