Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Tüpfel m.
Tüpfel m.
Tüpfel m. n. ‘kleiner Tupfen, Punkt, Farbfleck’ (15. Jh.), Deminutivum zu Tupf(en) m. ‘Punkt, Farbfleck, Sprenkel’, unter Anlehnung an tupfen (s. d.) umgebildet aus mhd. topfe, ahd. topho ‘Punkt, Fleck’ (11. Jh.), das im Sinne von ‘(leichter) Stoß, Schlag, durch Stoß, Stich oder Berührung entstandener Punkt’ zu einer Labialerweiterung der unter stoßen (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *(s)teu- ‘stoßen, schlagen’ gestellt werden kann. In neuerer Zeit bezeichnet Tüpfel vorwiegend einen ‘für das Auge wahrnehmbaren Fleck’, wobei der Vorgang der Berührung deutlich zurücktritt. Dazu mit erneuter Deminuierung Tüpfelchen n. ‘kleiner Tüpfel, Pünktchen’ (17. Jh.), vor allem in den Wendungen das Tüpfelchen auf dem i ‘I-Punkt, letzte Feinheit, Vollendung’ (Mitte 19. Jh.), bis aufs Tüpfelchen ‘aufs genaueste, bis auf letzte’ (2. Hälfte 19. Jh.).