Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Tümpel m.
Tümpel m.
Tümpel m. ‘versumpfter kleiner Teich’, mhd. (mittelrhein.) dumpele (als Grenzname, 12. Jh.), frühnhd. tumpil (1420), sumpffe und tümpel (Luther, 1531), nicht von der Lautverschiebung betroffene md. Form neben ahd. tumphilo ‘Strudel, Wirbel’ (9. Jh.), spätmhd. tümpfel ‘Strudel, tiefe Stelle in fließendem, stehendem Wasser, Lache, Pfütze’, frühnhd. nhd. Tümpfel, das erst im 19. Jh. durch Tümpel aus der Literatursprache verdrängt wird, in den Mundarten jedoch bis heute weiterlebt. Verwandt sind mengl. dimpel ‘Bodensenke’, engl. dimple ‘Grübchen’, (mundartlich) dump ‘tiefes Loch im Teich, Flußbett’, norw. dump ‘Vertiefung, Grube, Teich, Lache, Pfütze’. Alle Formen lassen sich wie lit. dum̃blas ‘Schlamm, Moor auf dem Grund eines Teiches’, dum̃brės ‘Morast, Sumpf’ als nasalierte Bildungen im Sinne von ‘Vertiefung, Senke’ zu der unter tief (s. d.) genannten Wurzel ie. *dheub- ‘tief, hohl’ stellen.