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trübselig

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

trübselig

trübselig

trübe Adj. ‘undurchsichtig, nicht klar, nicht hell, freudlos’. Das westgerm. bezeugte Adjektiv ahd. truobi ‘dunkel, undurchsichtig, getrübt, betrübt, verwirrt’ (8. Jh.), mhd. trüebe ‘lichtlos, glanzlos, düster, finster, traurig, bekümmert’, asächs. drōƀi ‘trübe, betrübt’, mnd. drȫve ‘betrübt, traurig’, mnl. droeve, nl. droef ‘betrübt, düster, dunkel, unklar, unverständlich’, aengl. drōf ‘unruhig, in Verwirrung, schmutzig, schlammig’ (germ. *drōbi-) ist verwandt mit den unter Treber angeführten germ. und außergerm. Formen und stellt sich mit diesen zu ie. *dherəbh-, *dhrāb-, *dhrəbh-, einer Erweiterung der Wurzel ie. *dher(ə)- ‘trüber Bodensatz einer Flüssigkeit, Schmutz’, auch von trüben Farbtönen. Ausgehend von ‘aufgewühlt’ (von Gewässern), ‘unklar, schlammig’, entwickeln sich bereits im Ahd. die übertragenen Bedeutungen ‘unklar, nicht oder kaum durchsichtig’ und (seelisch, geistig) ‘verwirrt, unruhig, verstört’. – trüben Vb. ‘trübe, dunkler machen, beeinträchtigen, stören’, ahd. truoben ‘Bodensatz aufwühlen, Wasser verunreinigen, verwirren, beunruhigen, erschüttern’ (8. Jh.), mhd. trüeben, truoben ‘trübe machen, beunruhigen, verwirren’, reflexiv ‘sich betrüben’, aengl. drēfan ‘betrüben, erregen, beunruhigen’, got. drōbjan ‘trüben, irre machen’. Daneben steht intransitives ahd. truobēn ‘betrübt, dunkel werden’ (9. Jh.), mhd. truoben ‘trübe sein oder werden, traurig werden’, asächs. drōƀian ‘betrübt werden, zurückschrecken’, got. drōbnan ‘unruhig werden’. Im Nhd. wird das intransitive Verb aufgegeben und durch reflexives sich trüben ersetzt. Übertragener Gebrauch ist in den frühesten Zeugnissen bereits voll ausgebildet. Trübsinn m. ‘schwermütige, melancholische Gemütsverfassung’ und trübsinnig Adj. ‘schwermütig, hoffnungs- und mutlos, pessimistisch’ (beide Mitte 18. Jh.). Trübsal f. ‘Traurigkeit, Melancholie, Hoffnungslosigkeit’, ahd. truobisal n. m. (11. Jh.), mhd. trüebesal n. m. f. ‘Undurchsichtigkeit, Finsternis, Drangsal, Plage, Traurigkeit, Betrübnis’, bis ins 19. Jh. mit schwankendem Genus; zum Ableitungssuffix s. -sal, -sel. trübselig Adj. ‘mit Ungemach, Bedrängnis behaftet, traurig, mutlos’ (16. Jh.), besonders in neuerer Sprache ‘armselig, kümmerlich’; voraus geht Trübseligkeit f. (15. Jh.). betrüben Vb. ‘traurig machen’, ahd. bitruoben ‘verderben’ (Hs. 13. Jh.), mhd. betrüeben ‘trübe machen, verdunkeln, betrüben, heimsuchen’. betrüblich Adj. ‘traurig machend, Bedauern hervorrufend’ (15. Jh.).
2446 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trübsêlig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Trübsêlig , -er, -ste, adj. et adv. Trübsal habend oder empfindend, ingleichen darin gegründet. Den Trübseligen Handreic…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    trübselig

    Goethe-Wörterbuch

    trübselig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    trübseligAdj.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    trüb-selig Adj. : wie schd., triebselich (drībsēliχ) [Pirmas]. Er macht e triebselich Gesicht [Kus]. Er guckt t. in die …

  4. Spezial
    trübselig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    trüb|se|lig adj. dala ria, abatü (-s, -da), jö. ▬ trübselig sein ester jö, ester dala ria.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit truebselig

1 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von truebselig

trueb + -sel + -ig

truebselig leitet sich vom Lemma trueb ab mit Suffixen -sel und -ig.

Zerlegung von truebselig 2 Komponenten

trueb+selig

truebselig setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

truebselig‑ als Erstglied (1 von 1)

trübseligkeit

DWB

truebselig·keit

trübseligkeit , f. , seit dem 15. jh. bezeugte ableitung von trübselig; im älteren nhd. ebenso wie trübsal verwendet und wie dies mit stark …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „truebselig". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/truebselig/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „truebselig". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/truebselig/pfeifer_etym. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „truebselig". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/truebselig/pfeifer_etym.
BibTeX
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