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träumen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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13
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10

Eintrag · Pfälzisches Wb.

träumen schw.

Bd. 2, Sp. 437
träumen schw.: 1. 'einen Traum haben', trääme (drEmə), traame (drāmə, drmə), treeme (drēmə), troome (drōmə) [verbr. wie bei Bein, s. K. 30], träime [RO-Unkb O'mosch], traime (drāimə) [GH-Neubg]. Ich häb devaⁿ getraamt [LU-Altr, verbr.]. Wann moiⁿ Mutter geträämt hot, guckt se als ins Traambuch, was der Traam bedeit [NW-Freinsh]. Trääm was Scheenes! Wunsch beim Gutenachtsagen [KU-Schmittw/O]. So domm trämt eim jo neischt (nichts) [PfId. 172]. RA.: Des hätt ich mer nit trääme losse, von einem unverhofften Glück [LU-Opp, allg.]. Ich hau der ufs Bläß, daß de verzehⁿ Daa vum Deiwel träämsch [PS-Lembg, ZW-Bechhf]. Der hot heit nacht vun Hochwasser geträämt, wenn einer mit aufgekrempelten Hosen daherkommt [KL-Hütschhs]. Einen VR. s. bei tapfer 1 (II 91, Z. 39). Volksgl.: 's gibt Reeⁿ, ich han heit nacht von Dole geträämt [KU-Bedb, LU-Oggh]. Wammer vumme (von einem) Zug Leit met schwarze Kläirer (Kleider) träimt, sterbt ball äins in de Familie [KU-Schmittw/O]. Ich hab geträämt, beim Wäsche an de Bach isch uf emol trieb Wasser kumme, soll Unglück bedeuten [LA-Gommh]. Ich hab heint vun Äär (Eier) geträämt, dann kriech ich noch Streit mit jemand [ebd.]. Wammer dramt vun're Leicht, gebt's en Hochzich (Hochzeit) [Fogel Beliefs Penns Nr. 252]. Wammer dramt vume schwarze Gaul, kriegt mer'n Brief [ebd. Nr. 281]. Ein weiteres Beispiel s. bei apartig 2 d. Sonstige volkstümliche Deutungen von Träumen: Perlen — Tränen, Wanzen — Geld, Scherben — Glück [LU-Opp]; Läuse — Glück, Hochzeit — Trauer [LU-Oggh]. — 2.a. 'in Gedanken sein, sinnieren'. Der träämt am hellichte Dag [NW-Frankeck, verbr.]. Was traamschde nore? [RO-Dörnb]. Syn. s. simulieren. — b. 'nicht recht bei Sinnen sein, phantasieren'. RA.: Ich glääb, dem träämt's [LA-Mörzh, verbr.]. Er traamt im höchschde Grad [RO-Schönbn]. Er träämt vun de Entemillich [Don-Schowe]. — Mhd. troumen, tröumen. — Südhess. I 1670/71; Rhein. VIII 1315/16; Lothr. 99; Els. II 756; Bad. I 537.
1980 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Träumen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Träumen , verb. reg. act. & neutr. welches im letztern Falle das Hülfsworte haben erfordert. 1. Schlummern, in einem lei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    träumen

    Goethe-Wörterbuch

    träumen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    träumenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    träumen schw. : 1. 'einen Traum haben', trääme (drEmə), traame (drāmə, drmə), treeme (drēmə), troome (drōmə) [verbr. wi…

  4. Sprichwörter
    Träumen

    Wander (Sprichwörter)

    Träumen 1. Es traumbt dem Schuldigen bald vom Teufel. – Lehmann, II, 159, 192. 2. Mancher träumt in der Nacht, was er am…

  5. Spezial
    träumen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    träu|men vb.intr. 1 somié (-iëia) 2 (schwer träumen, Albträume haben) ciaurié (-iëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traeumen

9 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von traeumen 2 Komponenten

trau+men

traeumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traeumen als Zweitglied (5 von 5)

Anträumen

Adelung

ant·raeumen

Anträumen , verb. reg. act. ohne Grund und Wahrscheinlichkeit von jemanden behaupten, mit dem Dative der Person. Man hat dem ersten Menschen…

austräumen

DWB

aust·raeumen

austräumen , exitum somnii videre, nnl. uitdroomen: den traum austräumen; er hat den traum des lebens ausgeträumt, hat ausgeträumt; es that …

durchträumen

DWB

durch·traeumen

durchträumen , 1 1. die zeit in träumen verschlafen, somniando consumere. er hat die ganze nacht durchträumt. 2 2. uneigentlich, in einbildu…

erträumen

DWB

ert·raeumen

erträumen , per somnum videre, fingere: also wenn heuchler und falsche christen inen selbs in irem herzen ein gott ertreumen. Mathesius 1562…

verträumen

DWB

vert·raeumen

verträumen , verb. , seit 1700 gebräuchliche bildung, meist in poetischer sprache: Stieler 2303 ; Adelung; Campe ; schwäb. Fischer 2, 1386 ;…

Ableitungen von traeumen (4 von 4)

beträumen

DWB

beträumen , somnia videre: je mehr er körper als körper nicht angafte und beträumte. Herder 19, 30 . Stieler 2303 hat betreumen, somnia exsp…

erträumen

DWB

erträumen , per somnum videre, fingere: also wenn heuchler und falsche christen inen selbs in irem herzen ein gott ertreumen. Mathesius 1562…

geträumen

DWB

geträumen , verb. , verstärktes träumen; in der mittelhochdeutschen dichtung nur spärlich entwickelt ( mhd. wb. 3, 118 b . Lexer 1, 949 ) un…

verträumen

DWB

verträumen , verb. , seit 1700 gebräuchliche bildung, meist in poetischer sprache: Stieler 2303 ; Adelung; Campe ; schwäb. Fischer 2, 1386 ;…