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Träumen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Träumen v., ntr, trs

Bd. 4, Sp. 868b
Träumen, v. I) ntr. mit haben. 1) † Schlummern; im N. D. drömen, und davon das Verkleinungswort drömken, auch drusen. 2) I engerer und gewöhnlicher Bedeutung, einen Traum haben, im O. D. traumen, im N. D. drömen. Ih träumte, ich fiele ins Wasser, oder daß ich ins Wasser fiele. Ih habe die ganze Nacht geträumet. Gewöhnlicher und der Sache angemessener gebraucht man es drittpersönlich. Es träumte mir, ich sollte eine Predigt halten und hatte nie geprediget. »Höret, was mir geträumet hat.« 1 Mos. 37, 6. »Gleichwie einem Hungrigen träumet, daß er esse.« Es. 29, 8. Mir hat nichts davon geträumt. Da träumte ihrem Vater eines Tags, Schiller. (R.) Uneigentlich gebraucht man träumen auch für, wie in einem Mittelzustande zwischen Schlafen und Wachen sein, seiner nicht völlig bewußt sein, wie auch verwirrte, auch wol sonderbare, auf bloßer Einbildung beruhende Vorstellungen und Begriffe haben. Ih glaube du träumst. Von lauter Freude und Glückseligkeit träumen. »Wenn sich die größten Geister so entsetzlich daran irrten, so heillos darüber träumten.« Herder. Х Das hätte ich mir nicht träumen lassen, das hätte ich gar nicht vermuthet. Davon hat mir nichts geträumet, das hätte ich nicht in geringsten vermuthet. Laß dir das nicht träumen, bilde dir das nicht ein, stelle dir das nicht vor, rechne nicht darauf  3) † Zuweilen auch, im Schlafe reden. II) trs. sich von der Wirklichkeit entfernte, auch wol mit der Wirklichkeit widerstreitende, dem gewöhnlichen und nothwendigen Laufe der Dinge widersprechende Vorstellungen machen, sich einbilden. Ih will mich frei und glücklich träumen, Warum aus meinem süßen Wahn mich wecken? Schiller. — daß wir den Krebsgang träumen zum Geniusflug. Klopstock. I schwarzes Mißgeschick wird er sich träumen, A. W. Schlegel, d. h. wird er versetzt zu sein sich einbilden. Wolke bemerkt, daß man auch hier die Formen traumen, zuständlich, und träumen, überleitend, unterscheiden sollte. D. Träumen.
1959 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Träumen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Träumen , verb. reg. act. & neutr. welches im letztern Falle das Hülfsworte haben erfordert. 1. Schlummern, in einem lei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    träumen

    Goethe-Wörterbuch

    träumen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    träumenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    träumen schw. : 1. 'einen Traum haben', trääme (drEmə), traame (drāmə, drmə), treeme (drēmə), troome (drōmə) [verbr. wi…

  4. Sprichwörter
    Träumen

    Wander (Sprichwörter)

    Träumen 1. Es traumbt dem Schuldigen bald vom Teufel. – Lehmann, II, 159, 192. 2. Mancher träumt in der Nacht, was er am…

  5. Spezial
    träumen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    träu|men vb.intr. 1 somié (-iëia) 2 (schwer träumen, Albträume haben) ciaurié (-iëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit traeumen

9 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von traeumen 2 Komponenten

trau+men

traeumen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

traeumen als Zweitglied (5 von 5)

Anträumen

Adelung

ant·raeumen

Anträumen , verb. reg. act. ohne Grund und Wahrscheinlichkeit von jemanden behaupten, mit dem Dative der Person. Man hat dem ersten Menschen…

austräumen

DWB

aust·raeumen

austräumen , exitum somnii videre, nnl. uitdroomen: den traum austräumen; er hat den traum des lebens ausgeträumt, hat ausgeträumt; es that …

durchträumen

DWB

durch·traeumen

durchträumen , 1 1. die zeit in träumen verschlafen, somniando consumere. er hat die ganze nacht durchträumt. 2 2. uneigentlich, in einbildu…

erträumen

DWB

ert·raeumen

erträumen , per somnum videre, fingere: also wenn heuchler und falsche christen inen selbs in irem herzen ein gott ertreumen. Mathesius 1562…

verträumen

DWB

vert·raeumen

verträumen , verb. , seit 1700 gebräuchliche bildung, meist in poetischer sprache: Stieler 2303 ; Adelung; Campe ; schwäb. Fischer 2, 1386 ;…

Ableitungen von traeumen (4 von 4)

beträumen

DWB

beträumen , somnia videre: je mehr er körper als körper nicht angafte und beträumte. Herder 19, 30 . Stieler 2303 hat betreumen, somnia exsp…

erträumen

DWB

erträumen , per somnum videre, fingere: also wenn heuchler und falsche christen inen selbs in irem herzen ein gott ertreumen. Mathesius 1562…

geträumen

DWB

geträumen , verb. , verstärktes träumen; in der mittelhochdeutschen dichtung nur spärlich entwickelt ( mhd. wb. 3, 118 b . Lexer 1, 949 ) un…

verträumen

DWB

verträumen , verb. , seit 1700 gebräuchliche bildung, meist in poetischer sprache: Stieler 2303 ; Adelung; Campe ; schwäb. Fischer 2, 1386 ;…