lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Tiefe

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
17 in 14 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
31
Verweise raus
22

Eintrag · Campe (1807–1813)

Tiefe Die

Bd. 4, Sp. 824a
Die Tiefe, Mz. — n. 1) Die Eigenschaft eines Dinges, da es tief ist, in der engern und weitern Bedeutung; wie auch, der Grad oder das Maß dieser Eigenschaft; ohne Mehrzahl, außer wenn von die= ser Eigenschaft mehrerer verschiedener Dinge die Rede ist. Die Tiefe eines Thales, Abgrundes, Brunnens, Grabens, Wassers. Die Tiefe eines Brunnens messen. Eine Tiefe von 100 Ellen. Eine unergründliche Tiefe. Die Tiefen mit einander vergleichen. Die Tiefe eines Hauses, die Größe des Raumes von der vordern Wand desselben bis zur hintersten. Die Tiefe eines Zimmers, die Länge desselben entweder von der Wand, in welcher die Thür zu demselben ist, bis zur entgegengesetzten, oder von der Fensterwand bis zur entgegengesetzten. Die Tiefe eines Segels, die Höhe desselben vom Raaleik bis zum Unterleik. So auch in uneigentlicher Bedeutung. Die Tiefe der Erniedrigung, der Erkenntniß. Die Tiefe der Weisheit Gottes. Die Tiefe des Gefühls. Die Tiefe des Schlafes, der Töne, der Farben. 2) Ein tiefes Ding, ein tiefer Ort, Raum; eigentlich und uneigentlich. I die Tiefe steigen. Eine grundlose Tiefe; ein Abgrund. »Aus der Tiefe rufe ich zu dir.« Ps. 130, 1. »Gewiß, das Herz eines Frauenzimmers ist eine unergründliche Tiefe.« Krüger. I engerer Bedeutung nennt man ein tiefes Wasser und den tiefsten Theil einer großen Wassermasse die Tiefe. Auf die Tiefe fahren, auf das hohe Meer. I die Tiefe des Meeres versenken. »Wie Gott die Erde auf Tiefen lagert.« Herder. Als ich urplötzlich einen Drachen Aus blauer Tiefe steigen sah, Ramler. I eine Tiefe gerathen, z. B. beim Baden. Oft bezeichnet man mit Tiefen auch unergründliche Eigenschaften  »Die Tiefen der Gottheit.« 2 Cor. 2, 10. »Tiefen des Satans.« Offenb. 2, 24. Der Schönen Herz hat unergründ'te Tiefen, Gellert. — in ihren (der Seele) tiefsten Tiefen. Schiller. I N. D. lautet dies Wort Diepte, Deipe, Deepte, bei den Bergleuten Teufe, bei Otfried Diufi, bei Tatian Tiufi, bei Willeram Toife, in Oberschwaben noch jetzt Diafi, bei Ulfilas Diupita.
2010 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tiefeadv.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +6 Parallelbelege

    tiefe adv. daʒ ich tiefe nîge Walth. 36,27. in valsche neig im tiefe der ungetriwe man Nib. 830,3. teife Diemer 4,26. tû…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tiefe

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Tiefe , plur. die -n. 1. Als ein Abstractum und ohne Plural, außer von mehrern Arten, oder von dieser Beschaffenheit…

  3. modern
    Dialekt
    Tiefe

    Bayerisches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    Tiefe Band 3, Spalte 3,1678f.

  4. Sprichwörter
    Tiefe

    Wander (Sprichwörter)

    Tiefe 1. Aus der Tiefe rufe ich, schrie der Bauer, als er in die Mistgrube gefallen war. 2. Die Tiefe ist allemal der Hö…

  5. Spezial
    Tiefe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tie|fe f. (-,-n) 1 sot m. 2 (Ausdehnung nach unten) profondité (-s) f. 3 (Höhe) altëza (-zes) f. 4 (Dicke) grossëza (-ze…

Verweisungsnetz

50 Knoten, 46 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 7 Hub 1 Wurzel 1 Kompositum 32 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tiefe

60 Bildungen · 47 Erstglied · 10 Zweitglied · 3 Ableitungen

tiefe‑ als Erstglied (30 von 47)

tiefebene

DWB

tiefe·bene

tiefebene , f. gegensatz zu hochebene Humboldt kosm. 1, 336 . Oken 1, 558 .

tiefelend

DWB

tiefe·lend

tiefelend , adj. im innersten sehr elend Immermann schrift. 4, 232 .

tiefempfunden

GWB

tiefempfunden [bisher nicht publizierter Wortartikel]

tiefempört

DWB

tief·empoert

tiefempört , partic. im innerlichen empört: und er spricht aus tiefempörten herzen. Lenau 1, 86 .

Tiefenthal

SHW

Tiefen-thal Band 1, Spalte 1515-1516

Tiefenbach

Meyers

tiefen·bach

Tiefenbach , Dorf im bayr. Regbez. Schwaben, Bezirksamt Sonthofen, in den Algäuer Alpen, 848 m ü. M., hat eine kath. Kirche, eine Schwefelqu…

tiefene

Lexer

tief·ene

tiefene , tiefen stf. BMZ s. v. a. tiefe Mgb. 78,32. 79,8. 293,20. 353,10. Tuch. 211,7. md. dûfene, morastiger boden Elis. 5086.

tiefenlinie

DWB

tiefen·linie

tiefenlinie , f. die linie des wirklichen stromstrichs, die den eigentlichen lauf und gang des flusses bestimmt. Jacobsson 7, 543 a .

Tiefenlinien

Meyers

tiefen·linien

Tiefenlinien ( Isobathen ), auf Seekarten die Verbindungslinien von Punkten gleicher Tiefe; als Gefahrgrenzen für die Schiffahrt an Küsten s…

Tiefenmelder

Meyers

tiefen·melder

Tiefenmelder ( Schlepplot, Signallot, Unterseeische Schildwache [submarine sentry] , Wasserdrache ), einnautisches Instrument zur Warnung ei…

Tiefenort

Meyers

tiefe·nort

Tiefenort , Flecken im sachsen-weimar. Verwaltungsbezirk 4 (Dermbach), an der Werra und der Staatsbahnlinie Salzungen-Vacha, 246 m ü. M., ha…

tiefe als Zweitglied (10 von 10)

intiefe

Lexer

in-tiefe stf. s. unter ingrunt.

mitteltiefe

DWB

mittel·tiefe

mitteltiefe , f. mittlere, zwischen groszer und geringer die mitte haltende tiefe; auch tiefe in der mitte eines behälters: die mitteltiefe …

Schiffstiefe

Wander

schiff·s·tiefe

Schiffstiefe Elk (jeder) môt sîn êgen Schêpsdüepte wêten. ( Ostfries. ) – Bueren, 425; Frommann, IV, 286, 417; Stürenburg, 211 a . Jeder mus…

spundtiefe

DWB

spund·tiefe

spundtiefe , f. tiefe eines fasses, wenn dasselbe durch den spund gemessen wird, tiefe in der mitte des fasses. Jacobsson 4, 242 b . vgl. mi…

undertiefe

Lexer

under·tiefe

under-tiefe stf. die tiefe darunter. der sêwes grunt geschaffen hât und dem diu undert. ist kunt Wartb. 139,5 ;

untiefe

DWB

untiefe , f. , gs. zu tiefe ( s. d. ) und dessen steigerung. ahd. untiufî; mnd. undêpe, -deipte, -dupe; mnl. ondiepe; nl. ondiepte; dän. udy…

wassertiefe

DWB

wasser·tiefe

wassertiefe , f. 1 1) wassergefüllter abgrund, abyssus Dasypodius 453 a : turbatę sunt abyssi, waʒʒerdiêfina wurden getruôbet Notker 2, 310,…

wundertiefe

DWB

wunder·tiefe

-tiefe Brockes ird. vergn. 2 (1739) 496 . b b) adjektiva. b@a α) mit leicht oder betont werthaltigen grundwörtern verbunden, die groszenteil…

Ableitungen von tiefe (3 von 3)

untiefe

DWB

untiefe , f. , gs. zu tiefe ( s. d. ) und dessen steigerung. ahd. untiufî; mnd. undêpe, -deipte, -dupe; mnl. ondiepe; nl. ondiepte; dän. udy…

urtiefe

DWB

urtiefe , f. , tiefe mit ur- C 4 a und c: dann sprach T. ... viel von gottes hohem entwurfe ..., aus der u. seines wesens tausendmal tausend…

vertiefe

BMZ

vertiefe swv. vertiefe, senke in die tiefe. in sünden ein vertiefet man Winsb. 66,2. armer sunder, bistu sêre vertûfet Leys. pr. 30,40. swaʒ…