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tapete

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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tapete f.

Bd. 21, Sp. 132
tapete, f. 11) teppich (eine tapete über einen tisch, über ein bette, über den boden u. s. w. Ludwig 1940; ein bette, mit prächtigen tapeten belegt. asiat. avantur. 329), besonders als wandumhang, sodann an dessen stelle verschiedene arten von (aufgehängten, angehefteten, aufgeklebten oder zum aufhängen u. s. w. [] bestimmten) wandbekleidungen aus seide, wolle, baumwolle gewirkt, aus gedrucktem und bemaltem wachstuch, leder, papier Schedel waarenlex. 2, 571a; mrhein. im voc. ex quo (1469) tapete, altclev. im Teuthonista (1475) 270a tapijte aus mlat. tapeta d. i. als singular behandelter plural von tapetum, s.tapet, teppich: tapeten, heidische oder gewurckte tücher Maaler 399a; tapeten seind grosze bunte teppichte mit allerhand figuren und blumenwerk gewürket oder gemahlet, wormit die frauenzimmer-putzstuben an den wänden behangen und bekleidet werden. Amaranthes frauenzimmerlex. 1961; sammaten pfülben und tapeten. Kirchhof wendunm. 61a; ich bitte, sie treten etwas hinter die tapete (tapetenwand, -thür), und hören unseren reden mit gedult zu! Gryphius Horrib. 82 neudruck; o zeugen unsers kampfs fort hinter die tapet! trauersp. 175 Palm; zu ordonniren, welche tapetten man in meinen cammern henken solle oder nicht. Elis. Charl. (1871) 365; ein von persischen tapeten schimmerndes gemach. Wieland 1, 305; verbergt der tempel wand mit persischen tapeten. Haller die falschheit menschl. tugend v. 180; er war ein groszer freund von prächtigen tapeten. Pfeffel 2, 196 Hauff; die niedre kammer tausch' ich um mit zimmern, wo decken strahlen, wo tapeten schimmern. Göthe 45, 80; tapeten, welche mit formen abgedruckt wurden. 24, 245; unsere helden gleich einem Goliath auf alten tapeten .. für die entfernung gemalt. Schiller 2, 344; meine frau bittest du, in den konzertsaal zu treten, und mich hinter den tapeten zu erwarten. 3, 121 (Fiesko 4, 10); der wirth hatte aus einem gröszeren hause eine abgelegte tapete gekauft und seinen saal damit austapeziert. G. Keller Seldw.4 2, 304; redensart: weil er (Voltaire) nicht freimüthigkeit genug hat, dem dichter gerade heraus zu sagen, dasz er hier an mehrern stellen luxurire, und seinen eignen kopf durch die tapete stecke. Lessing 7, 187; übertragen: (ich will) hören dich im sturm, bewundern in der au tapeten dich. E. v. Kleist 1, 11; die sonne hängte ihre rothglänzenden tapeten des abendroths, wie bei einem feste, an den häusern herab. J. Paul komet 3, 114; zoologisch die persische tapete, eine art leistenschnecke Oken 5, 489. 22) zusammensetzungen: er (sein blick) hätt' auf einen blumentopf, auf ein tapetenbild, nicht kälter fallen mögen. Wieland Oberon 3, 42; alltagsfiguren, welche selten mehr eindruck zurücklassen, als tapetenbilder oder ofenplatten. Matthisson schriften 5, 48. — tapetenblume, Fuchsia coccinea Weber öcon. lex. 583b. — das linke rothe wänglein (der soldaten auf der tapete) war ein wenig neben die gehörige stelle abgesetzt oder gedruckt durch den tapetendrucker. G. Keller Seldw.4 2, 304. ein tapetenköniglein pindarisch zum Trajan zu loben. Pfeffel 2, 30. tapetenkraut, illecebrum verticillatum Nemnich 2, 221. — tapetenmacher Ludwig 1941, -mahler Göthe 24, 175. — tapetenmotte, phalaena tapezella Nemnich 3, 589. — tapetennägel 'kleine nägel mit einer stumpfen spitze, womit man die tapeten an die wände anschlägt' Jacobsson 4, 371a. — tapetenpapier 7, 516a, -stickerei ebenda, -stil Göthe 24, 139, -theil 138. — sie ging ins schlafzimmer, trat leise zu der verriegelten tapetenthür. 17, 129; da ging plötzlich die wand auseinander, durch die tapetenthüre trat die haushälterin ein. Auerbach ges. schriften 2, 71; bildlich: da ihres auges tapetenthür .. verhangen war. J. Paul Hesp. 3, 34; demin.: (da) hört man am tapetenthürchen pochen. Wieland Oberon 5, 12. der saal, für welchen dieses prächtige (die gebirgswelt darstellende) tapetenwerk bestimmt gewesen. G. Keller Seldw.4 2, 304. — tapetenwirker, -weber Rädlein 867b. Ludwig 1941.
4012 Zeichen · 82 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tapêteswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tapête swf. tapete Weig. 2,861 ( 1469 ). aus mlat. tapeta, vgl. tepich.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tapēte

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Tapēte , plur. die -n, eine jede zierliche Bekleidung der Wand, sie bestehe nun aus gewebten oder gewirkten Zeugen, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tapete

    Goethe-Wörterbuch

    Tapete [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    Tapet(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    PfWB RhWB Tapet(e) [Tàpêt Gebw. , Tàpét Winzenh. Dü. U.; Pl. –ə] f. 1. Tapete. D Tapete n mache n sich nëtt i n dëm Zimm…

  5. Spezial
    Tapete

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ta|pe|te f. (-,-n) tapet (-ec) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tapete

45 Bildungen · 26 Erstglied · 19 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von tapete 2 Komponenten

tap+ete

tapete setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tapete‑ als Erstglied (26 von 26)

tapêtenbiltnis

MNWB

*° tapêtenbiltnis , n. ( Dat. Pl. -sen ) : textiles Wandbild, sê zîren ēre hü̂ser unde gemēker mit venus- und tapêtenbiltnissen (Nic. Gryse …

Tapētendüᵉre

WWB

Tapēten-düᵉre f. verkleidete Tür ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

Tapetenmacher

DRW

tapeten·macher

Tapetenmacher, m. wie Tapetenweber so ist s. Paulus ... ein tappethmacher gewesen und zu den meistern seines handwercks zur herwerge eingeke…

Tapētennagel

Adelung

tapeten·nagel

Der Tapētennagel , des -s, plur. die -nägel, eine Art kleiner Nägel, womit die Tapeten befestiget werden.

Tapetenstreifen

PfWB

tapeten·streifen

Tapeten-streifen m. : ' der zum Tapezieren zurechtgeschnittene Einzelstreifen ', Dabeedestreife (-šdraifə) [Kaislt]; dafür auch Bahn, s. PfW…

tapêtenstücke

MNWB

tapeten·stuecke

*° tapêtenstücke , n. : gewirktes gewebtes oder besticktes großflächiges Ziertextil, Tapete , Teppich, genāmen ... ût ênem engelschen schepe…

Tapeten und Teppiche

Herder

Tapeten und Teppiche , Fabrikate zur Bekleidung der Zimmerwände und Bedeckung der Fußböden u. Tische, wurden schon in den frühesten Zeiten i…

Tapetenweber

DRW

tapeten·weber

Tapetenweber, m. Handwerker, der Tapeten herstellt; zT. zunftgebunden, zT. in höfischen Diensten bdv.: Tapetenmacher, Tapetenwebe den hoftma…

Tapētenwirker

Adelung

tapeten·wirker

Der Tapētenwirker , des -s, plur. ut nom. sing. ein unzünftiger Handwerker, welche künstliche Tapeten aus Wolle oder Seide wirket.

Tapetenzellen

Meyers

tapeten·zellen

Tapetenzellen , bei der Entwickelung von Sporangien, Pollensäcken und Samenanlagen im Umkreis des die Fortpflanzungszellen erzeugenden Geweb…

tapêtêre

MNWB

tape·tere

° (tapêtêre) , tepêtêre ( -pp- ), m. : Teppichwirker (Zs. Nds. 1870, 4).

tapeterei

DWB

tapete·rei

tapeterei , f. was tapezerei: das heidnisch werk oder tapetereien. Eppendorf 35. 83 .

tapete als Zweitglied (19 von 19)

gobelintapete

DWB

gobelin·tapete

gobelintapete , f. : die gobelintapete der gegenüberliegenden wand W. H. Riehl geschichten aus alter zeit (1863) 1, 170 . —

Goldledertapete

GWB

goldleder·tapete

Goldledertapete mit eingepreßten Blattgoldornamenten ausgestattete Ledertapete (im Schloß Vollrads) GWB 34 1 ,53,3 RheingauHerbsttage Michae…

goldtapete

DWB

gold·tapete

goldtapete , f. , goldfarbene wandbekleidunq, vgl. s. v. tapete: reichdurchwürckte goldtapeten prangen an der hohen säulenwand Uhland ged. 2…

Kattuntapete

GWB

kattun·tapete

Kattuntapete papierne, wie Baumwollstoff bedruckte Wandbekleidung zu Herrn Unger [ Berliner Buchdrucker FGUnger ] K-n und Bordüren besehen G…

papiertapete

DWB

papier·tapete

papiertapete , f. tapete von papier Jacobsson 3, 195 b . Göthe 30, 323 . J. Paul flegelj. 2, 40 .

pferdetapete

DWB

pferd·e·tapete

pferdetapete , f. : man macht auch von den pferdehaaren die sogenannten pferdetapeten, härene gewebe für die mönche und für bierbrauer. Sche…

prunktapete

DWB

prunk·tapete

prunktapete , f. : schon scheint belegt des grünen saales boden fast mit rothen prunktapeten von damast. A. Grün ges. werke 3, 308 .

purpurtapete

DWB

purpur·tapete

purpurtapete , f. : das mit purpurtapeten und wunderlich verschnörkelten goldleisten verzierte wahlzimmer ( im Frankfurter Römer ) flöszte u…

sammettapete

DWB

sammet·tapete

sammettapete , f. : der spiegel rings in dumpfes gold gefaszt, das laubwerk am gesims, einst vielbewundert, die düstern samttapeten, halb ve…

Samttapete

GWB

samt·tapete

Samttapete auch Sammet- luxuriöser Wandstoff aus Samtgewebe Mit Desportes wegen der seidnen und Sammt-Tappeten [ für das Weimarer Schloß ] G…

wachstapete

DWB

wachs·tapete

wachstapete , f. eine aus wachstuch oder wachsleinwand oder mit anwendung von wachsmalerei hergestellte tapete. Jacobsson 4, 567 .

wandtapete

DWB

wand·tapete

wandtapete , f. : worauff sich die gräfin gegen drey in die wand-tapeten des zimmers eingewürckte ritter gleichsam im schertz wendete Amaran…