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tanne

mhd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
24 in 21 Wb.
Sprachstufen
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53

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tanne f.

Bd. 21, Sp. 109
tanne, f. abies, eigentlich der waldbaum (s.tann und tannbaum 1), ahd. tanna, tanne, danne abies und quercus (vgl. tanneiche) Graff 5, 428, mhd. tanne, abies und pinus Lexer 2, 1401, nhd. tanne (plur. tannen, früher auch tennen), nd. danne, nnl. denne. 11) abies picea, der tannenbaum, die weisz-, edeltanne, auch die fichte (vgl. tannfichte) und die verschiedenen arten von pinus in zusammensetzungen, s. harz-, lärchen-, roth-, schwarztanne u. a.: abies haiʒt ain tann und ist ze latein sô vil gesprochen sam ain aufgängel, wan der paum wirt gar hôch und langet über ander paum. Megenberg 313, 32; du scholt auch wiʒʒen, daʒ die maister in der natûr vörhein holz und viechtein holz alleʒ tannen haiʒent mit dem gemainen namen abies; aber sie sprechent, daʒ diu reht tann under den drein die alleredelst sei, wan diu hât daʒ allerweiʒist und daʒ allerlüftigst holz. 314, 12; tann ist ein groszer baum; ... sie werden nit gearbeitet und wachsen in dem teutschen gebürg und in kalten schneestetten und wachsen alle ser schlecht in die höhe, allezeit seind ihre bletter grün. P. de Crescentiis vom ackerbau u. s. w. (1531) 95; ime walde stuont kein tanne, diu im (dem riesen) zuo der stunde an daʒ knie gelangen kunde. herzog Ernst 5318 Bartsch; nû seht, wie von dem winde waget ze walde manic tanne. Konrad troj. krieg 34047; grüene vichten und grüene tannen in dürren welden suln wir den mannen und ouch den reinen frouwen gelîchen, die wir sehen tugentlîchen grüenen bî den, die zühte unde êren niht ahtent. Renner 1590; welche ains hochfertigen gemütes sint und wellent sich gegen iren öbern nit naigen und demütigen, denen beschicht als der tannen, die sich nit naigen wolt, do der grosz wind kam. Steinhöwel Es. 190 Österl.; ich habe seine hohe cedern und auszerlesen tannen (cypressen?) abgehawen. 2n. 19, 23; heulet ir tannen, dann die cedern sind gefallen. Zach. 11, 2; die reiger wonen auf den tannen. ps. 104, 17; auch frewen sich die tannen uber dir, und die cedern auf dem Libanon. Jes. 14, 8, umgelautet die tennen 41, 19. 55, 13; ihr wälder! wo kein licht durch finstre tannen strahlt. Haller über die ewigkeit v. 1; abgründe, mit der düstern tanne und fichte besetzt. Immermann schriften 2, 215; von dem sturme getroffen krachet drauszen die tanne. 1, 189; dorten rauscht die grüne tanne. H. Heine buch d. lieder 148 neudruck; auf die berge will ich steigen, wo die dunkeln tannen ragen. werke 1, 4; je höher man den berg hinaufsteigt, desto kürzer, zwerghafter werden die tannen (s.zwergtanne) 1, 73. 22) tannenstamm als mastbaum, mhd.: der Swarzwalt und der Spehteshart die tannen künden nicht getragen, die man ûf sach ze berge ragen in den kielen über sich. Konrad troj. krieg 25173. 33) ausgehöhlter tannenstamm als nachen (vgl. einbaum und kahneiche): er sol och han ein nawen, aber sol er han ein tannen. weisth. 4, 353 (Wangen am Zürcher see); s. tännlein. 44) balken u. dgl. aus tannenholz? seines nachbars thanen, gebälk und holzwerk abschneiden. Frankf. reform. viii, 1 § 6; die thanen, balken und buge. viii, 4 § 2. 7 § 1. 55) tannenwald (s.tann): ich pflege meinen gang nach der tanne zu haben, weisz er wohl. der grosze wald ist von der natur mein lustrevier, und die tanne liegt mir so bequem, gerade am thore. Claudius (1775) 3, 47; wenn d'nacht vergoht, und d'sunne hinter de tanne stoht. Hebel (1843) 1, 132. ein in der nähe Würzburgs gelegener föhrenwald heiszt die schenkentanne (neben der ruine des schenkenschlosses). 66) die zusammensetzungen bilden sich eigentlich mit tann-, tanne-, uneigentlich mit tannen- (genitiv plur. oder adjectiv).
3625 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tanneswstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    tanne swstf. tanne. ahd. tanna Graff 5,428. abies sumerl. 1,3. 25, 3. 39,27. 45,51. voc. o. 41,54. gl. Mone 4,93. 5,234.…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tanneM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    tanne , M. Vw.: s. tant (1) L.: MndHwb 3, 786 (tanne)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tánne

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Tánne , plur. die -n, eine Art Fichten, im weitesten Verstande dieses Wortes, deren Nadeln einzeln wachsen, und wohi…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tanne

    Goethe-Wörterbuch

    Tanne [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tanne

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Tanne , lat. pinus picea (s. coniferae ), immergrüner Nadelholzbaum, von der Fichte durch weißes Holz, die kammartig um …

  6. modern
    Dialekt
    Tanne

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    Tanne Band 3, Spalte 3,1182f.

  7. Sprichwörter
    Tanne

    Wander (Sprichwörter)

    Tanne 1. Alle Tannen haben Ohren. – Simrock, 7667 a . 2. Auch die kräftigste Tanne wächst sich einmal aus. – Altmann V, …

  8. Spezial
    Tanne

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Tan|ne (Abies alba) f. (-,-n) (Weißtanne, Silbertanne) ‹bot› aidin (-s) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tanne

323 Bildungen · 300 Erstglied · 23 Zweitglied · 0 Ableitungen

tanne‑ als Erstglied (30 von 300)

Tanne(n)bart

Idiotikon

Tanne(n)bart Band 4, Spalte 1615 Tanne(n)bart 4,1615

Tanne(n)bibel

Idiotikon

Tanne(n)bibel Band 4, Spalte 922 Tanne(n)bibel 4,922 M.

Tanne(n)bicker

Idiotikon

Tanne(n)bicker Band 4, Spalte 1120 Tanne(n)bicker 4,1120

Tanne(n)bir

Idiotikon

Tanne(n)bir Band 4, Spalte 1501 Tanne(n)bir 4,1501

Tanne(n)bloch

Idiotikon

Tanne(n)bloch Band 5, Spalte 13 Tanne(n)bloch 5,13

Tanne(n)bǖschli

Idiotikon

Tanne(n)bǖschli Band 4, Spalte 1768 Tanne(n)bǖschli 4,1768

Tanne(n)chrīs

Idiotikon

Tanne(n)chrīs Band 3, Spalte 854 Tanne(n)chrīs 3,854

Tanne(n)epfel

Idiotikon

Tanne(n)epfel Band 1, Spalte 384 Tanne(n)epfel 1,384

Tanne(n)fuer

Idiotikon

Tanne(n)fuer Band 1, Spalte 974 Tanne(n)fuer 1,974

Tanne(n)füereteⁿ

Idiotikon

Tanne(n)füereteⁿ Band 1, Spalte 974 Tanne(n)füereteⁿ 1,974

Tanne(n)grotzeⁿ

Idiotikon

Tanne(n)grotzeⁿ Band 2, Spalte 838 Tanne(n)grotzeⁿ 2,838

Tanne(n)grotzleⁿ

Idiotikon

Tanne(n)grotzleⁿ Band 2, Spalte 839 Tanne(n)grotzleⁿ 2,839

Tanne(n)hār

Idiotikon

Tanne(n)hār Band 2, Spalte 1509 Tanne(n)hār 2,1509

Tanne(n)marg

Idiotikon

Tanne(n)marg Band 4, Spalte 401 Tanne(n)marg 4,401

Tanne(n)mirteⁿ

Idiotikon

Tanne(n)mirteⁿ Band 4, Spalte 428 Tanne(n)mirteⁿ 4,428

Tanne(n)rauch N

Idiotikon

Tanne(n)rauch N. Band 6, Spalte 98 Tanne(n)rauch N. 6,98

Tanne(n)rindeⁿ

Idiotikon

Tanne(n)rindeⁿ Band 6, Spalte 1036 Tanne(n)rindeⁿ 6,1036 u.

Tanne(n)rolleⁿ

Idiotikon

Tanne(n)rolleⁿ Band 6, Spalte 874 Tanne(n)rolleⁿ 6,874

Tanne(n)rugel

Idiotikon

Tanne(n)rugel Band 6, Spalte 761 Tanne(n)rugel 6,761

Tanne(n)rīs

Idiotikon

Tanne(n)rīs Band 6, Spalte 1333 Tanne(n)rīs 6,1333

Tanne(n)scheller N

Idiotikon

Tanne(n)scheller N. Band 8, Spalte 552 Tanne(n)scheller N. 8,552

Tanne(n)schindlen

Idiotikon

Tanne(n)schindlen Band 8, Spalte 923 Tanne(n)schindlen 8,923

Tanne(n)schmalz

Idiotikon

Tanne(n)schmalz Band 9, Spalte 955 Tanne(n)schmalz 9,955

Tanne(n)schutz

Idiotikon

Tanne(n)schutz Band 8, Spalte 1729 Tanne(n)schutz 8,1729

Tanne(n)schwumm

Idiotikon

Tanne(n)schwumm Band 9, Spalte 1876 Tanne(n)schwumm 9,1876

Tanne(n)schīt

Idiotikon

Tanne(n)schīt Band 8, Spalte 1519 Tanne(n)schīt 8,1519

Tanne(n)spitz

Idiotikon

Tanne(n)spitz Band 10, Spalte 696 Tanne(n)spitz 10,696

Tanne(n)spitzliⁿg

Idiotikon

Tanne(n)spitzliⁿg Band 10, Spalte 714 Tanne(n)spitzliⁿg 10,714

tanne als Zweitglied (23 von 23)

harztanne

DWB

harz·tanne

harztanne , f. pinus abies. Nemnich 4, 974 ; harztanne, zirlebaum, föhr. Frischlin nomencl. 55 ; harzdanne, schwarzdannenbaum, feuchten, pic…

pechtanne

DWB

pech·tanne

pechtanne , f. was harztanne, pinus abies Nemnich 2, 974 . Stilling georg. 2, 257 ( piceae, kiefergehölz Voss ). mnl. peckdennenboom Kilian …

Rothtanne

Adelung

roth·tanne

Die Rothtanne , plur. die -n, S. Adelung Rothfichte und Adelung Fichte .

rottanne

DWB

rott·anne

rottanne , f. , s. v. a. rotfichte, pinus abies Nemnich (rote danne, picea Stieler 288 ), roth-tanne, abies ligno subrubro. Frisch 2, 128 b …

sautanne

DWB

saut·anne

sautanne , f. 1) bärlapp, lycopodium clavatum Nemnich. Pritzel-Jessen. 2 ) porsch, postkraut, ledum palustre. ebenda.

Schwandtanne

DRW

schwand·tanne

Schwandtanne, f. eine Art Schwandholz [brönnholtz belangend:] sol ouch niemand einich jung holtz ... vellen, sonders allein alt roͤn, schwan…

schwarztanne

DWB

schwarz·tanne

schwarztanne , f. die fichte, pinus abies Nemnich 2, 974 , im gegensatz zur weisztanne, der eigentlichen tanne, edeltanne, pinus picea. 981,…

silbertanne

DWB

silber·tanne

silbertanne , f. die weisztanne, edeltanne, tanne, pinus picea. Nemnich 2, 981 , abies pectinata Pritzel-Jessen 2 a ( Schwaben ).

Stecktanne

DRW

steck·tanne

Stecktanne, f. Tanne als Steckbaum habi er mine frowen von T. umb zwo zylig stecktannen gebätten, do erloubtend sy und ire meyster ... die z…

stümbeltanne

KöblerMhd

stümbeltanne , st. F., sw. F. nhd. „Stümmeltanne“, seiner Äste beraubter Tannenbaum Q.: LexerHW (14./15. Jh.) E.: s. stumbel, tanne W.: nhd.…

Weißtanne

BWB

Weißtanne Band 3, Spalte 3,1183f.

wettertanne

DWB

wetter·tanne

-tanne , f. , vorwiegend in den Alpenländern ' einzeln stehende tanne oder fichte mit ausgebreiteten ästen, unter denen das weidevieh gegen …