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takel

mnd. bis Dial. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Alle 11 Wörterbücher
Anchors
13 in 11 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
23
Verweise raus
18

Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)

takel n.

Bd. 21, Sp. 92

takel , n. ein nd. ( vielleicht mit goth. taujan ahd. zawjan verwandter ) ausdruck der seemannssprache, der zunächst jedes gerät, jede ausrüstung, dann besonders die schiffsausrüstung, speciell die schiffseile, das tauwerk mit dem dazugehörigen hebe-, windezeug bedeutet Schiller-Lübben 4, 505 b . Chytraeus cap. 34 . Kilian 547 b . brem. wb. 5, 5. Bobrik 679 a : da begunten sie in groszen schifsböten überzusetzen, auch tackel an das bolwerk fest zu machen. Henneberger landtafel 101 ; der tod sagt zum gottlosen reichen manne: derhalben bind dein tackel ein! Ringwald tr. Eck. K 6 a . davon die ta…

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    takel

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    takel, n. jede Ausrüstung, so die Waffen des Kriegers, das Ackergerät des Landmanns (bûw-takel); bes. Schiffsausrüstung,…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Takel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Takel , des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in der Schifffahrt übliches Wort. 1. Dasjenige Hebezeug zu bezeichnen, w…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Takel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Takel , eine schwere Talje (s. d.). Vor Topp und T. beidrehen oder lenzen , im Sturm, wenn keine Segel mehr geführt werd…

  4. modern
    Dialekt
    Takelm.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Takel m. s. Torkel .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit takel

56 Bildungen · 33 Erstglied · 20 Zweitglied · 3 Ableitungen

takel‑ als Erstglied (30 von 33)

takel 1 und häufiger

KöblerAfries

takel 1 und häufiger , Sb. nhd. Takel ne. tackel Q.: GF E.: s. germ. *takka, Sb., Zacke, Zacken; vgl. idg. *dek̑- (2), V., reißen, zerreißen…

Takelaasch'

MeckWB

Takelaasch' f. seem. gesamtes Segelwerk eines Schiffes 1. eig.: Schipp un Takelaasch Bri. 7, 141; Wo. Seem. 2, 87; während langer Fahrt wurd…

Takelage

Pfeifer_etym

take·lage

Takelage f. ‘gesamte Segeleinrichtung einschließlich Masten’, französierende Bildung (Anfang 18. Jh.) zu Takel n. ‘Tauwerk, Hebezeug, Schiff…

Tākelāsje

WWB

Tākelāsje f. festliche Frauenkleidung (scherzh.) ( Det Is).

Takelatschon

MeckWB

Takelatschon ( o betont) f. seem. wie Takelaasch' 1 Wi.

Takelei

Campe

take·lei

Die Takelei , Mz . u. im N. D. wo es Takelije lautet. 1) Das Takeln, Auftakeln. 2) Das Takelwerk. 3) Verwirrung, verwickelter Handel.

tākelen

WWB

take·len

tākelen V. (+ sik ) sich auffallend kleiden ( Bek Al ); sich aufputzen (Lippe Oesterh ) .

takeler

DWB

take·ler

takeler , m. oder takelmeister ( holl. takelaar, takelmeester), der das schiff auftakelt Bobrik 680 a .

Takelgarn

Campe

takel·garn

Das Takelgarn , — es, Mz . u. starkes gethertes Segelgarn, welches hauptsächlich zum Bindseln und Betakeln dienet.

Takelgaut

MeckWB

Takelgaut n. seem. dass.; übertr. Schelte für unartige Kinder Ro Dierh .

Takelgoorn

MeckWB

takel·goorn

Takelgoorn n. seem. starkes geteertes Segelgarn, vgl. Kluge Seem. 773; Rda.: ick kam, un wenn 't Takelgoorn rägent auf jeden Fall Ro Ribn .

takelig

SHW

takelig Band 1, Spalte 1323-1324

Takeling

MeckWB

take·ling

Takeling -g- f. seem. aus Takelgoorn bestehender Wickel, der um ein Tauende gelegt wird, um dessen Aufdrehen oder Ausfransen zu verhindern: …

tākelken

MNWB

takel·ken

° tākelken, n. : mitgeführte Habseligkeiten , Gepäck, dâr hebbe ik mîn t. ingeschēpet unde hebbe hîr nicht mêr dan alsô ik gâ unde stâ (Hans…

Tākelkop

WWB

takel·kop

Tākel-kop m. gefallsüchtige Frau, die sich gerne aufputzt ( Bie Is).

Takelmeister

Adelung

takel·meister

Der Takelmeister , des -s, plur. ut nom. sing. im Schiffsbaue, derjenige, welcher das Takelwerk an einem neuen Schiffe besorget.

Takelpack

Campe

takel·pack

† Х Das Takelpack , — es , o. Mz . im N. D. Pöbel, schlechtes Volk.

Takeltau

Campe

takel·tau

† Das Takeltau , — es, Mz. — e , im N. D. Takel, Schiffseil.

Tākeltǖg

WWB

takel·tueg

Tākel-tǖg n. [ Hal Det Bek Wie, sonst verstr. ( Min Dor)] 1. Gesindel; nicht sesshafte Personen ( Hal Bh ); lästige, verhasste Personen ( Do…

Takelung

Meyers

take·lung

Takelung ( Takelage ; hierzu Tafel »Takelung der Seeschiffe I u. II«, mit Erklärungsblatt), die Vorrichtung zum Anbringen und Handhaben der …

Takelveih

MeckWB

Takelveih n. koll. Mäuse H. Schröd. Garw 6. Zu Takel 2.

Tākelweªrks

WWB

Tākel-weªrks n. auffällige Kleidung ( Tek Me).

takel als Zweitglied (20 von 20)

Spektakel

RDWB1

Spektakel n umg. (nicht "спектакль") суматоха, сумбур, суета, хаос, неразбериха, театр перен. , шумная сцена / бурная сцена идиом. , сцена у…

Tentakel

RDWB1

Tentakel Pl. щупальца (у животных)

bû(w)tākel

MNWB

° bû(w)tākel , n. , Ackergerät (z. B. plôch, sêltouwe, wāgen, slēden).

fockentakel

KöblerMnd

focke·n·takel

fockentakel , N. Vw.: s. vockentākel L.: Lü 487b (fockentakel)

Frischwatertakel

MeckWBN

Wossidia Frischwatertakel n. seem. 1. gute Kleidung für besondere Anlässe: in ehr feinste Frischwatertakel Bri. 7, 234. 2. koll. abwertend S…

Heide(n)spektakel

Idiotikon

Heide(n)spektakel Band 10, Spalte 106 Heide(n)spektakel 10,106 u.

Judentakel

MeckWBN

juden·takel

Wossidia Judentakel n. koll. Juden, abwertend: son 'n oll Judentakel Camm. Herz. 29; Reim, der jüdischen Kindern zugerufen wurde: Judentakel…

Mord(s)spektakel

Idiotikon

Mord(s)spektakel Band 10, Spalte 106 Mord(s)spektakel 10,106 u.

Poggentakel

MeckWBN

poggen·takel

Wossidia Poggentakel n. Froschgesindel: dat anner Poggentakel Reut. 5, 287.

schēpestakel

KöblerMnd

schēpestakel , N. Vw.: s. schēpestākel*

Spectākel

Adelung

spec·takel

Das Spectākel , des -s, plur. ut nom. sing. ein aus dem Lat. Spectaculum, entlehntes, aber nur in den gemeinen Sprecharten übliches Wort, so…

spektakel

DWB

spek·takel

spektakel , m. , in älterer sprache n., schauspiel, schaustellung, aufsehen erregender vorfall, dann schimpf, schande, zuletzt lärm. im 16. …

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel

MNWB

upstânde (hö̂vet)touw(e)/tākel stehendes, der Maststütze dienendes Tauwerk , „ 1 schute cum malo et vpstande towe et raa ” (Strals. Lib. mem…

Ableitungen von takel (3 von 3)

betâkelen

MNWB

betâkelen , swv. , ên schip b. takeln, riggen.

Betakelung

Campe

Die Betakelung , d. Mz. ungew. 1) Die Handlung des Betakelns; ohne Mehrzahl. 2) Das Takelwerk selbst. Die Schiffe haben an der Betakelung se…

getâkel

DWB

getâkel , n. Frischbier 1, 232 verweist unter diesem stichworte auf täkel, wo er jedoch für das collectiv keine belege gibt, vgl. seech mal …