Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
subtil
subtil, adj.
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wo vier ein grossen balcken stelen, den keiner allein stelen moͤcht noch tragen, die sein all schuldig des diebstals, wiewol vß subteyler vrsach vnd vernunfft gesprochen moͤcht werden, das ir keiner schuldig wer des diebstals, wann ... keiner den balcken hinweg hab getragen1436 (ed. 1516) Klagsp.(Brant) 101r Faksimile
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so moͤgen dise fell yezuzeyten gar subtil vnderscheydt haben, die dem gemeynen man, so an den halßgerichten sitzen, vnuerstendigBambHGO.(1507) Art. 172 Volltext (und Faksimile)
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ist es dannocht billich vnd recht, das in disem fall, ob gleich den subtilen rechten nach der kriegsrechten nit befestiget, die anforderung wider deß verstorben mißhendlers erben, da mit sie nit mit vnbillichem gewin reicher werden, statt [habe]1561 Meurer,Billigkeit 14r Volltext (und Faksimile)
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das roͤmische recht waͤre zwar ein feines, kluͤglich ausgesonnenes, subtiles recht; aber die schweitzer waͤren zu einfaͤltig dazu, daß sie solches mit nutzen gebrauchen koͤnnten1751 Gundling,Staatsklugh. 265
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subtilen künstern ... vnd handtwercken, als bůchdruckern, seydinstickern, malern, ... schreibt man ,gesellen' vnd nit ,knechten'Hugen 1528 Bl. 104r Volltext (und Faksimile)
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das ein richter bey den fragen ein subtiles vnd fleissiges auffsehen haben sol1541 König,Proz. 16v Volltext (und Faksimile)
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so aber ein kostlichs gůt waͤre, vnnd doch wenig, oder gar kein gült dauon gedient wurde, so solle dasselbig gůt gnaw (oder subtil) getheürt werden, damit man moͤg ein billiche gült darauff stifften1566 Pegius,CodJust. 29r Volltext (und Faksimile)
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etliche sind also subtiler gewissen, das sie auch die warheit zuschweren beschwert sein1541 König,Proz. Ff vjv Volltext (und Faksimile)
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auff daß wir im anfang vnd ersten vnderrichtung der gesatze, so wir die im außlegen vnder einander mengten, der fleissigen iugent kein beschwerde machen, so haben wir für nütz ... geacht ... erst von den besatzungen, vnnd darnach von den trewbeuelhen zuhandeln, darmit ... sie der selben vermischung ... leichtlich mit subtilen, zarten oren fassen moͤgenGobler,Inst. 1552 Bl. 66v Volltext (und Faksimile)