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streitig

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
13 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

streitig

streitig

streiten Vb. ‘sich mit Worten auseinandersetzen, kämpfen’. Das starke Verb ahd. strītan ‘sich im Meinungsstreit auseinandersetzen, einen Rechtsstreit führen, zanken, bewaffnet kämpfen’, (selten) ‘wetteifern’ (8. Jh.), mhd. strīten, vor allem ‘bewaffnet kämpfen’, auch ‘streben, trachten’, mnd. (stark und schwach) strīden ‘streiten’, (schwach) ‘große Schritte machen’, mnl. strīden, nl. strijden, afries. strīda ‘streiten’, aengl. strīdan ‘schreiten, spreizen’, engl. to stride ‘schreiten, große Schritte machen’, schwed. (stark und schwach) strida ‘kämpfen, streiten’ (germ. *streidan) hat neben sich das schwache Verb asächs. strīdian ‘streiten, bestreiten’, anord. strīða ‘plagen, Schaden zufügen’ sowie das unten dargestellte Substantiv Streit und anord. strīðr ‘hart, stark, hartnäckig, widerspenstig’, (mit anderer Ablautstufe) streitask ‘sich anstrengen, kämpfen’, strita ‘angestrengt ziehen, sich plagen’. Außergerm. Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Ausgehend von einer Bedeutung ‘sich starrsinnig, widerspenstig, hartnäckig verhalten’, läßt sich ie. *strē̌idh- ansetzen, Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)-, *(s)trē- ‘starr, steif sein’ (s. starren). Die Verwendung im Sinne von ‘schreiten, große Schritte machen’ entwickelt sich vielleicht unter Einfluß von schreiten (s. d.; vgl. Seebold 476). – abstreiten Vb. ‘im (Rechts)streit, im Kampf abgewinnen, streitig machen, hartnäckig absprechen, aberkennen’, seit dem 18. Jh. vor allem ‘in Abrede stellen, leugnen’, mhd. abestrīten ‘im (Rechts)streit, Kampf abgewinnen’. bestreiten Vb. ‘(eine Meinung, eine Behauptung) anfechten, angreifen’, mhd. bestrīten ‘bekämpfen’; seit dem 17. Jh. ‘die Kosten, den Aufwand tragen’, entwickelt aus ‘einer Sache gewachsen sein, sie bewältigen’. umstritten Part.adj. ‘dem Streit der Ansprüche, der Meinungen unterliegend, umkämpft, zweifelhaft’ (19. Jh.). Streit m. ‘Meinungs-, Rechtsauseinandersetzung, Hader, Zerwürfnis innerhalb einer Gemeinschaft’, ahd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (über Meinungen oder rechtliche Dinge), Konflikt, Hader, tätlicher Kampf, Wettkampf, Empörung, Aufruhr’ (8. Jh.), mhd. mnd. strīt ‘Auseinandersetzung mit Worten (vor Gericht) oder mit Waffen, innerer Kampf, Widerstand, Streitmacht, Heeresabteilung, Schlachtordnung, Rache, Streben’, asächs. strīd ‘Streit, Eifer’, mnl. strijt, nl. strijd, anord. strīð, schwed. strid. In den oben angegebenen Bedeutungen ist Streit vor allem seit dem 19. Jh. gebräuchlich, nachdem älterer Gebrauch im Sinne von ‘Auseinandersetzung mit Waffen, Waffengang’ gegen Ende des 18. Jhs. von Kampf übernommen wird. Den alten Sinn bewahren Streitaxt f. ‘als Hieb- oder Wurfwaffe verwendete Axt’, spätmhd. (omd.) strīthax (um 1400); redensartlich die Streitaxt begraben ‘Frieden schließen’ (19. Jh.); Streitwagen m. ‘mit Kriegern besetzter Kampfwagen’ (15. Jh.) und Streitmacht f. ‘Kampfkraft eines bewaffneten Verbandes, kampfbereite Truppe’ (18. Jh.). Streitfall m. ‘Konflikt’ (rechtssprachlich, 19. Jh.). Streitschrift f. ‘polemische Abhandlung über religiöse, politische, wissenschaftliche Fragen’ (17. Jh.). Streithammel m. ‘zänkischer Mensch’ (um 1800). streitbar Adj. ‘kriegerisch, zu Polemik und Auseinandersetzung neigend’, mhd. strītbære ‘streithaft, zum Kampf dienlich oder gerüstet’. streitig Adj. ‘uneins, umstritten’, ahd. strītīg (um 1000), mhd. strītec, strītic ‘streithaft, kampflustig, streitsüchtig, rechthaberisch, ungestüm, ungehorsam, eifrig, strebend’; jmdm. etw. streitig machen ‘anfechten’ (16. Jh.). strittig Adj. ‘umstritten, uneins, streitsüchtig’ (15. Jh.). Streitigkeit f. ‘Konflikt, Uneinigkeit, Zank’ (16. Jh.).
3611 Zeichen · 101 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Streitig

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Streitig , -er, -ste, adj. et adv. im Streite befangen, sowohl von Personen für streitend, als auch von der Sache, worüb…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    streitig

    Goethe-Wörterbuch

    streitig [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    streitigAdj.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    streitig Adj. : ' im Streit befindlich ', streidich (šdraidiχ) [RO-Obd Lambert Penns 145], streirich (šdrairiχ) [ZW-Gr'b…

  4. Spezial
    streitig

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    strei|tig adj. 1 (umstritten) contesté (-tá, -tada), contestabl (-i, -a) 2 (fraglich) discutibl (-i, -a) .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit streitig

6 Bildungen · 3 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von streitig

streit + -ig

streitig leitet sich vom Lemma streit ab mit Suffix -ig.

streitig‑ als Erstglied (3 von 3)

streitigkeit

DWB

streitig·keit

streitigkeit , f. , ' zwist, uneinigkeit, konflikt ', adj.-abstr. zu streitig, vgl. älteres strittigkeit. seit dem 17. jh. sehr häufig, vor …

streitiglich

DWB

streit·iglich

streitiglich , adj. , ' kriegerisch; eifrig '. stetigklich ( fehlerhaft für streitigklich) bellicose rixose contentiose, voc. incip. teut. (…

Streitigung

DRW

streitig·ung

Streitigung, f. wie Streitsache (I) welche obseruation in einer ieden streitigung gesagt werden mag, daß der krieg befestiget werde, wann zw…

streitig als Zweitglied (2 von 2)

rechtsstreitig

DRW

rechts·streitig

rechtsstreitig, adj. I in einem Rechtsstreit (I) begriffen die mißbraͤuche der rechtstreitigen partheyen 1666 HadelnPriv. 299 Faksimile II i…

unstreitig

DWB

unst·reitig

unstreitig , adj. adv. , gth. von streitig. mhd. unstrîtec, mnd. onstridich, dän. ustridig, schwed. ostridig. unstriet(d)ig act. publ. 2, 97…

Ableitungen von streitig (1 von 1)

unstreitig

DWB

unstreitig , adj. adv. , gth. von streitig. mhd. unstrîtec, mnd. onstridich, dän. ustridig, schwed. ostridig. unstriet(d)ig act. publ. 2, 97…