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straufen

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RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

straufen

Bd. 8, Sp. 798
straufen, sträufen das Wort, mhd. stroufen, strofen, mnd. stropen, ndl. stroopen entsprechend, vgl. noch straffen, strapen, streifen, strippen, ströppen (zu Stropp), ist Rip, SNfrk n. einschl. Prüm-Bleialf Stadtkyll Steffeln, Malm, Schleid, Ahrw, kurköln. Neuw, Altk (Sieg), Siegld (hier nur –aufintrans.) (südl. davon strippen), u. zwar Rip -f- [uAhr, kurköln. Neuw, Siebengeb., Köln-Stdt -øy-]; Siegld -auf- (Bed. 2); n. Benr.-L. -pə [NBerg --, –øy-, -ȳ(ə)-; Mörs, MülhRuhr -øy-; Kref-Stdt -ȳə-, Kemp-Süchteln, Geld-Nieukerk Sevelen Stenden Straelen; Mörs, Geld auch -:-], NBerg, SNfrk -øps, –øpt; Klevld -pt [urkdl. von den fuessen ausgestrauft Rheinb-Flamersh 1629; streuffende rutten Jül 1606] schw. [Malm-Büttgenb Nidrum Part. jəštrōt] [Eusk-Lechenich aber -fə, Prät. -eif (< -ef), Part. jəštrefə]: 1. trans. a. etwas, an etwas, einen, an einen str., es (ihn) streifend berühren u. etwas verletzen, schinden, die äussere Umgebung, Haut sch.; he hät mem Wage de Zong (Zaun) geströf on en arg metgenonn; ech han mir de Hand geströf Rip, Allg.; ech han mir de Givvel geströf die Nase gestossen Rheinb-Flamersh; en geströfde Nas Monsch-Kalterherbg. — Etwas str., abschälen, abstreifen, z. B. Grashalme str., dass die Samenbildungen abgehen, die Bohnenseile von den Stangen str. Allg.; ein Eichenstämmchen str., an ihm die Lohe abschälen Sieg-Fussh; Flachs str., von den Samenkapseln befreien Malm; Bohnen str., die Seitenfasern an ihnen abziehen Eusk, Bergh, Dür, Sol, Barm, Elbf; Rübstiel str., die Blätter abstreifen Allg.; das Stoppelfeld, den Kleedriesch str., leicht umpflügen Wipp (rip.), uWupp, Sol, Aach-Dorff Eilend, Mörs, Geld, Klev, Rees; beim Pflügen zu breit ansetzen, dass ein Streifen Acker ungepflügt liegen bleibt, en geströfte Fur (Furche); auch der Plog (de Eg) ströf rutscht aus der Furche; beim Mähen nicht glatt abmähen, dass Streifen stehen bleiben Allg.; grob plisten, den Schneidewaren nach dem Schleifen die erste Politur auf der Lederscheibe geben (in Remschd abplisten), danach folgt das eigentliche Plisten Sol. RA.: Schmile str. sich kriechend, unterwürfig zeigen Grevbr. He süht us wie en geströfte Katz (Mus) so schäbig, zerzaust OBerg. A.: Wo is de? B. scherzh.: In't Fell, wennt er neit gesträupt is Heinsb-Millen. He es geströft worden ausgeplündert worden Gummb-Nümbrecht-; p- (nicht, wie zu erwarten -f-), einen auswärtigen Freier str., ihn zur Hergabe von Geld zwingen, wovon unter Beteiligung des geströften Freiers ein Trinkgelage veranstaltet wird Schleid-Baasem. — Einen str., im Vorbeigehen berühren (ohne ihn zu schädigen) Allg. — (Sech) et Hemb üvver de Kopp str., üvverstr.; ne Sack üvver den Korf str.; de Mau (Ärmel) herop-, zeröckstr.; etwas str., mit einer Sträufe (Schlinge) zusammenziehen Rip, Allg. — b. Obst str., stibitzen; einen Baum str.; str. gohn Sieg, MülhRh, Waldbr, Gummb, Lennep, Eusk-Lessenich, Dür, Aach-Vicht, Heinsb-Breberen; de Jonge han all Jardere geströf MüEif; de Jongen gohn str. Nester ausnehmen Gummb; der geht str.; der Has es gestroppt wildern Sol, Eup, Aach, Geld-Pont (s. ströppen). RA.: Al Sitten mutt me waren (hoch halden), Adam un Eva däən (taten) dat Ströpen alt! sagt einer als Beschönigung für sein Obststehlen Gummb-Berghsn. — c. einen str. α. einen ausplündern; ene döfe (taufen) on str. Schleid-Hellenth. — β. über ihn übel reden Monsch, Düss-Stdt. — d. sich str. α. sich die Haut schinden Allg. — β. sich an einem str., mit ihm streiten, zanken Eusk-Dirmerzh. — γ. sich abplagen, abschinden; heən hat sich och sin ganz Leven ömesös gestrot Malm-Büttgenb Nidrum, — geströft Malm allg. — δ. sich um etwas bemühen; de hät sich an dem Pös-che (Stellung) jeströf, an dem Garde g. um den Besitz des Gartens bemüht MüEif. — 2. intrans. mit »sein«, müssig herumstrolchen, umherstreifen, durch Wald u. Feld streifen, sich auf der Strasse herumtreiben; str. gohn; erömstr. durch de Bösch str. Allg., -auf- Siegld (nur diese Bed.); einen Bummel machen, langsam gehen Kemp-Born, Mörs; umherstreifen, um auszukundschaften, wo es etwas zu stibitzen gibt Allg.; str. gohn sich davonmachen, ausreissen Dür-Heistern, Eup-Raeren, Jül, Aach, MGladb-Rheind, Kemp-SHubert, Rees-Bergerfurth; de Schull str. (-E-) die Schule schwänzen Neuw-Stdt (abseits nur diese Bed.). RA.: He ströft eröm wie en Euel (Eule) Sieg-Wahlschd. Lopende Honnder (Hühner) on ströpende Kenger sind för de Nobber (Nachbar) quoə (böse) Denger Kemp-Breyell. — Abl.: die Sträuferei, dat Gesträuf(s).
4528 Zeichen · 109 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Straufenv., trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Straufen , v. trs . streifen, abziehen.

  2. modern
    Dialekt
    straufen

    Rheinisches Wb.

    straufen, sträufen das Wort, mhd. stroufen, strofen , mnd. stropen, ndl. stroopen entsprechend, vgl. noch straffen, stra…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit straufen

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Zerlegung von straufen 2 Komponenten

stra+ufen

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straufen als Zweitglied (1 von 1)

Austraufen

Campe

aust·raufen

Austraufen , v. ntr. 1) Mit sein, in Tropfen herausdringen und niederfallen. 2) Mit haben, aufhören zu traufen. Auch austropfen, austriefen.…