straufen,
sträufen das Wort,
mhd. stroufen, strofen,
mnd. stropen,
ndl. stroopen entsprechend,
vgl. noch straffen, strapen, streifen, strippen, ströppen (zu Stropp), ist Rip, SNfrk
n. einschl. Prüm-Bleialf Stadtkyll Steffeln, Malm, Schleid, Ahrw, kurköln. Neuw, Altk (Sieg), Siegld (hier nur –aufintrans.) (südl. davon strippen), u. zwar Rip
-f- [uAhr, kurköln. Neuw, Siebengeb., Köln-Stdt
-øy-]; Siegld
-auf- (Bed. 2);
n. Benr.-L.
-pə [NBerg
--, –øy-, -ȳ(ə)-; Mörs, MülhRuhr
-øy-; Kref-Stdt
-ȳə-, Kemp-Süchteln, Geld-Nieukerk Sevelen Stenden Straelen; Mörs, Geld auch
-:-], NBerg, SNfrk
-øps, –øpt; Klevld
-pt [urkdl. von den fuessen ausgestrauft Rheinb-Flamersh 1629; streuffende rutten Jül 1606]
schw. [Malm-Büttgenb Nidrum
Part. jəštrōt] [Eusk-Lechenich aber
-fə, Prät.
-eif (<
-ef), Part. jəštrefə]: 1. trans. a. etwas, an etwas, einen, an einen str., es (ihn) streifend berühren u. etwas verletzen, schinden, die äussere Umgebung, Haut sch.;
he hät mem Wage de Zong (Zaun)
geströf on en arg metgenonn; ech han mir de Hand geströf Rip, Allg.;
ech han mir de Givvel geströf die Nase gestossen Rheinb-Flamersh;
en geströfde Nas Monsch-Kalterherbg. — Etwas str., abschälen, abstreifen,
z. B. Grashalme str., dass die Samenbildungen abgehen, die Bohnenseile von den Stangen str. Allg.; ein Eichenstämmchen str., an ihm die Lohe abschälen Sieg-Fussh; Flachs str., von den Samenkapseln befreien Malm; Bohnen str., die Seitenfasern an ihnen abziehen Eusk, Bergh, Dür, Sol, Barm, Elbf; Rübstiel str., die Blätter abstreifen Allg.; das Stoppelfeld, den Kleedriesch str., leicht umpflügen Wipp (rip.), uWupp, Sol, Aach-Dorff Eilend, Mörs, Geld, Klev, Rees; beim Pflügen zu breit ansetzen, dass ein Streifen Acker ungepflügt liegen bleibt,
en geströfte Fur (Furche); auch
der Plog (de Eg) ströf rutscht aus der Furche; beim Mähen nicht glatt abmähen, dass Streifen stehen bleiben Allg.; grob plisten, den Schneidewaren nach dem Schleifen die erste Politur auf der Lederscheibe geben (in Remschd
abplisten), danach folgt das eigentliche Plisten Sol. RA.:
Schmile str. sich kriechend, unterwürfig zeigen Grevbr.
He süht us wie en geströfte Katz (Mus) so schäbig, zerzaust OBerg. A.:
Wo is de? B. scherzh.:
In't Fell, wennt er neit gesträupt is Heinsb-Millen.
He es geströft worden ausgeplündert worden Gummb-Nümbrecht-;
p- (nicht, wie zu erwarten
-f-), einen auswärtigen Freier
str., ihn zur Hergabe von Geld zwingen, wovon unter Beteiligung des
geströften Freiers ein Trinkgelage veranstaltet wird Schleid-Baasem. — Einen
str., im Vorbeigehen berühren (ohne ihn zu schädigen) Allg. —
(Sech) et Hemb üvver de Kopp str., — üvverstr.; ne Sack üvver den Korf str.; de Mau (Ärmel)
herop-, zeröckstr.; etwas
str., mit einer Sträufe (Schlinge) zusammenziehen Rip, Allg. — b. Obst
str., stibitzen; einen Baum
str.; str. gohn Sieg, MülhRh, Waldbr, Gummb, Lennep, Eusk-Lessenich, Dür, Aach-Vicht, Heinsb-Breberen;
de Jonge han all Jardere geströf MüEif;
de Jongen gohn str. Nester ausnehmen Gummb;
der geht str.; der Has es gestroppt wildern Sol, Eup, Aach, Geld-Pont (
s. ströppen). RA.:
Al Sitten mutt me waren (hoch halden),
Adam un Eva däən (taten)
dat Ströpen alt! sagt einer als Beschönigung für sein Obststehlen Gummb-Berghsn. — c. einen
str. α. einen ausplündern;
ene döfe (taufen)
on str. Schleid-Hellenth. — β. über ihn übel reden Monsch, Düss-Stdt. —
d. sich
str. α. sich die Haut schinden Allg. — β. sich an einem
str., mit ihm streiten, zanken Eusk-Dirmerzh. — γ. sich abplagen, abschinden;
heən hat sich och sin ganz Leven ömesös gestrot Malm-Büttgenb Nidrum, —
geströft Malm allg. — δ. sich um etwas bemühen;
de hät sich an dem Pös-che (Stellung)
jeströf, — an dem Garde g. um den Besitz des Gartens bemüht MüEif. — 2. intrans. mit »sein«, müssig herumstrolchen, umherstreifen, durch Wald u. Feld streifen, sich auf der Strasse herumtreiben;
str. gohn; erömstr. durch de Bösch str. Allg.,
-auf- Siegld (nur diese Bed.); einen Bummel machen, langsam gehen Kemp-Born, Mörs; umherstreifen, um auszukundschaften, wo es etwas zu stibitzen gibt Allg.;
str. gohn sich davonmachen, ausreissen Dür-Heistern, Eup-Raeren, Jül, Aach, MGladb-Rheind, Kemp-SHubert, Rees-Bergerfurth;
de Schull str. (-E-) die Schule schwänzen Neuw-Stdt (abseits nur diese Bed.). RA.:
He ströft eröm wie en Euel (Eule) Sieg-Wahlschd.
Lopende Honnder (Hühner)
on ströpende Kenger sind för de Nobber (Nachbar)
quoə (böse)
Denger Kemp-Breyell. — Abl.:
die Sträuferei, dat Gesträuf(s).