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Steinbruch

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
16 in 15 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Steinbruch

Steinbruch

1Bruch m. ‘das Brechen, das Gebrochene’, auch ‘Stelle, wo etw. gebrochen ist’. Das westgerm. Verbalabstraktum ahd. bruh ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Ausbruch’ (8./9. Jh.), mhd. bruch ‘Bruch, Riß, abgebrochenes Stück, Mangel, Vergehen’, asächs. bruki ‘Riß’, mnd. brȫke ‘Bruch, Spalt, Abfall, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, mnl. broke ‘Bruch, Mangel, Vergehen, Geldbuße’, aengl. bryce ‘Bruch, abgebrochenes Stück’ ist eine ablautende Bildung zu dem unter brechen (s. d.) dargestellten germ. Verb. Es zeigt im Dt., den Verwendungen dieses Verbs folgend, eine reiche Bedeutungsauffächerung und steht seit dem Spätmhd. und besonders im Nhd. häufig als zweites Glied verdeutlichender, teilweise auf vorausgehenden zusammengesetzten Adjektiven mit -brüchig basierender Komposita (z. B. Damm-, Schiff-, Wolkenbruch; Ehe-, Treu-, Vertrags-, Wortbruch). Fachlicher Sondergebrauch findet sich namentlich in der Medizin (für lat. frāctūra ‘Knochenbruch’, bereits ahd. vereinzelt vom Brechen der Gliedmaßen; auch für lat. hernia ‘Eingeweidebruch’, 15. Jh.) und in der Mathematik (Ende 15. Jh., neben gleichzeitigem gebrochene Zahl für lat. numerus frāctus). – Steinbruch m. ‘Abbaustelle von Gestein’ (15. Jh.). Bruchstück n. ‘abgebrochenes Stück, Teilstück’ (1. Hälfte 17. Jh.) für lat. fragmentum (s. Fragment). brüchig Adj. ‘zerbrechlich, morsch’, mhd. brüchic ‘brüchig, wortbrüchig, gebrochen’ (daneben mhd. bruchelich ‘gebrechlich, zum Schaden gereichend’). Bruchzahl f. ein Teilungsverhältnis ausdrückende Zahl, Lehnübersetzung (17. Jh.) von lat. numerus frāctus ‘gebrochene Zahl’; Kurzform Bruch. unverbrüchlich Adj. ‘fest, unerschütterlich’, mhd. unverbrochenlich, unverbruchlich Adj., unverbrochenlīche(n), unverbrüchelīchen Adv. ‘fest, unzerstörbar’, zunächst besonders im Rechtswesen die Geltung eingegangener Verbindlichkeiten bekräftigend, zum Verb mhd. verbrechen ‘zerbrechen, zerstören’ (s. brechen).
1904 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    steinbruchstm.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    stein-bruch stm. steinbruch, lapifodina Voc. 1482. saxifraga Dief. n. gl. 328 a . S.Gall. chr. 26. Kaltb. 12,12. Chr. 10…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Steinbrúch

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Steinbrúch , des -es, plur. die -brüche, derjenige Ort, wo das in Bänken oder Schichten liegende Gestein von den Ste…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Steinbruch

    Goethe-Wörterbuch

    Steinbruch [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Steinbruch

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Steinbruch , s. Steine (Bausteine).

  5. modern
    Dialekt
    Steinbruch

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Steinbruch m. wie hochd. Bf. Ndrröd. [‘Stįpruχ M. , trotz ʿStèin Stein ]. Syn. –grueb Seite 268. — Schweiz. 5, 376.

  6. Spezial
    Steinbruch

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Stein|bruch m. (-[e]s, ...brüche) ciavara (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steinbruch

7 Bildungen · 6 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von steinbruch 2 Komponenten

stein+bruch

steinbruch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

steinbruch‑ als Erstglied (6 von 6)

steinbruchel

KöblerMhd

steinbruchel , st. M. Vw.: s. steinbrüchel*

Steinbruchstod

PfWB

steinbruch·s·tod

Steinbruchs-tod m. : ' aus einem Steinbruch nördl. von Pirmasens herabgefallene große Felsblöcke ', Steinbruchstod [Pirmas].

steinbruch als Zweitglied (1 von 1)

Schiefersteinbruch

DRW

schiefer·steinbruch

Schiefersteinbruch, m. Steinbruch zum Abbau von Schiefer bdv.: Schieferkaute dass wir ... meister G., leyendecker von U., mit unserm schieff…