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Steife

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Pfeifer_etym
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Steife

Steife

steif Adj. ‘nicht biegsam, starr, förmlich im Umgang’, spätmhd. stīf ‘starr, fest, aufrecht, wacker, stattlich’. Das im 14. Jh. vom Niederrhein. ins Hd. eingedrungene Adjektiv mnd. stīf, mnl. nl. stijf, aengl. stīf ‘unbiegsam, starr, fest, hart’, engl. stiff (westgerm. *stīfa-) ist verwandt mit afries. stīva ‘steif sein’ und den (ablautenden) unter 1Stift (s. d.) genannten Formen. Außergerm. schließen sich an lat. stīpes ‘Pfahl, Stamm, Stock, Stange’, lat. stīpāre ‘dicht zusammendrängen’, (ablautend) stipula ‘Strohhalm’, lit. stìpti ‘erstarren, verenden’, stiprùs ‘stark’ sowie griech. sté͞ibein (στείβειν) ‘(auf etw.) treten, durch Treten dicht machen, fest-, zertreten’, aruss. stьblo, stьblь, russ. stébel’ (стебель) ‘Stengel’ und lit. stíebas ‘Mastbaum, Säule, Stamm, Stengel’. Zugrunde liegt ie. *stē̌ip-, *stī̌p- bzw. *stē̌ib(h)-, *stī̌b(h)- ‘Stange, Stecken; steif; zusammendrängen’. steif ‘unbiegsam, starr, aufrecht’ bezeichnet zuerst wohl eine Eigenschaft von hölzernen Pfählen. – Steife f. ‘Zustand, Eigenschaft des Unbiegsamseins’ (16. Jh.) neben älterem gleichbed. Steifheit f. (15. Jh.), übertragen ‘förmliches, unzugängliches Wesen und Verhalten’ (18. Jh.). steifen Vb. ‘steif machen, stärken’ (16. Jh.), aus dem Nd. bzw. Nl., vgl. mnd. stīven, nl. stijven. versteifen Vb. ‘(mit Stützen) steif machen, stärken, steif werden’ (um 1800), reflexiv ‘hartnäckig auf etw. bestehen’ (1. Hälfte 19. Jh.), vgl. mnd. vorstīven ‘steif werden oder machen’, übertragen ‘hartnäckig machen’.
1497 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Steife

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Steife , plur. die -n, von dem vorigen Beyworte. 1. Die Eigenschaft eines Dinges, da es steif ist, in allen vorigen …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit steife

17 Bildungen · 17 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

steife‑ als Erstglied (17 von 17)

Steifebrett

RhWB

steife·brett

Steife-brett -ę·i.f- Merz-Haustdt n.: Bügelbrett. — mehl -ī:f-męl Sieg-Fussh n.: Stärkemehl, im Wasser der roh geriebenen Kartoffeln zurückb…

Steifensand

Meyers

steifen·sand

Steifensand , Xaver , Kupferstecher, geb. 1809 in Kaster (Regbez. Köln), gest. 6. Jan. 1876 in Düsseldorf, bildete sich auf der Kunstakademi…

Steifent

RhWB

steif·ent

Steifent -ę·i.wənt Trier-Euren Sg. t. n.: steife, gute Jauche; e Fass St.

steiferde

DWB

steif·erde

steiferde , f. , feine, weisze siegelerde, die zum reinigen und steifen (1, a ) von zeug gebraucht wurde: terra cimolia full-, stiff-erd, wa…

Steifer Hals

Meyers

steifer·hals

Steifer Hals , Rheumatismus der Hals- und Nackenmuskeln, welche die freie Beweglichkeit des Halses beeinträchtigt.

Steiferich

RhWB

steif·erich

Steiferich -iwəriχ Siegld Sg. t. m.: verächtl. steifer, unbeholfener, ungefälliger Mensch.

steiferin

DWB

steif·erin

steiferin , f. , s. steifer ( Stieler , Kramer ); dafür nd. stiverske ' ein mädchen, das die leinwand steifet ', nähterin. brem. wb. 4, 1032…

steifernst

DWB

steif·ernst

steifernst , adj. : Petrarca sagte in Avignon, und er war doch sonst ein so st eif-ernster mann ... Laube ges. schr. 5, 161 .

Steifersche

RhWB

steifer·sche

Steifersche -ī:vəršə Sg. u. Pl. Nfrk in Kemp , Geld f.: Büglerin, die auch das Stärken der Wäsche besorgt.

Steifert

RhWB

steif·ert

Steifert -ifərt, Pl. -tə MGladb-Neuwerk m.: verächtl. Steiferich (s. d.).