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Stande

mhd. bis Dial. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
17 in 16 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
55
Verweise raus
59

Eintrag · Rheinisches Wb.

Stande

Bd. 8, Sp. 520
Stande diese Abl., mhd., mnd. stande »Kufe« entsprechend, ist in vier geschlossenen Geb. verbr. mit gesonderter Bed. α. Rhfrk in Simm, Goar, uMos in Koch, Kobl u. anschliessend May als -an, -a·n., Pl. -ę·n.; β.Siegld -an, Pl. -nə [Kromb -aŋ]; γ. LRip u. rrhn. uWupp, Düss-Serm, Sieg-Fussh Scheiderhöhe, SNfrk in Geilk, Heinsb -a·ŋ. [Heinsb auch -ǫ-], Pl. -·ŋ.ə [Ahrw-Sinzig Brohl Remag -a·n., Pl. n.ə; Rheinb-Hilberath Meckenh Stdt, Bergh-Heppend, Sieg-Honnef ODollend, Neuw-Etschd -ā:n, Pl. -nə; Eusk-Gymnich Zülp, Bo-Rösbg, Bergh-Blatzh -ā:nt, Pl. -nə]; dann noch vereinzelt Klevld -ānt, Pl. -nə Geld-Stenden; -a·n., Pl. n.ə, Mörs-Friemersh Neuk; -ā:n, Pl. -nə MülhRuhr; Demin. -ę·n.χə(n) usf. [urkdl. in den tauernen steint siluern standen vol Wassers Köln 1350; ein Stang oder Fessgen Honig Deutz 1676] f.: 1.a. Bottich, Zuber mit Boden, ohne Deckel, nicht bauchig, nach oben sich etwas erweiternd, 1 m hoch, zum Einmachen, Einpökeln von Fleisch, Sauerkraut, sauren Bohnen (aber Enmachsfass), Butter; es gibt eine Kappes-, Bunne-, Rebe- (Rüben-), auch en Fleischst. Rhfrk, Mosfrk (s. o.), Ahrw (s. o.), Schleid, Monsch, Rheinb (hier auch Olligsst. »Ölst.«), Neuw-Etschd, Sieg (s. o.), Siegld, uWupp, Düss-Serm, Köln-Kendenich, Heinsb, Geld, Mörs (s. o.), MülhRuhr. — b. Mälschdann ein rundes oder viereckiges, nach oben sich verengendes Fass für Weizenmehl; eine der Dauben ragte oben ein Stück über die übrigen hinaus; das überstehende Ende war durch einen Ausschnitt zu einem Handgriff gestaltet; das Deckelbrett war mit einem über den Deckelrand vorstehenden Zapfen versehen, der beim Zudecken der Stande in den Griffausschnitt geschoben wurde. Für Hafermehl, das leicht muffig wird, hatte man früher aus dünnen Brettern und Strohseilen gearbeitete, luftdurchlässige Standen Siegld. — c. ein sich nach oben verjüngendes Holzgefäss mit Dauben, mit Deckel u. Stösser, zum Buttern u. zur Aufbewahrung der Butter de Botterst. Siegld, uWupp, Mülh-Ruhr, Mörs (s. o.), Heinsb. — d. Kübel für »schwarze Seife«; Sefenst. uWupp, Köln, Erk-Körrenz. — e. eine unten u. oben gleiche weite Tonne mit zwei runden Ringen am obern Rande, zum Durchstecken des Stangenboms, womit zwei Mann diese Wasserst. vom Brunnen her zwischen sich tragen en St. Wasser; auch die Melchst. derselben Art, zum Tragen der Milch aus dem Stall in die Milchkammer (veralt.) Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach, Geilk, Erk-Körrenz, Sieg (s. o.). — f. -a·ŋ. Strohkorb Sieg-Fussh. — g. -a·ŋ. Topf, in den der Rahm, die Sahne gesammelt wird Sieg. — 2. übertr. -a·ŋ. scherzh. Zylinderhut Heinsb-Stdt.
2631 Zeichen · 81 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    standeswf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    stande swf. stellfass, kufe. ahd. standa, stenta Graff 6,697. fundgr. 1, 392. cubella sumerl. 33,1. voc. vrat. biota, va…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    standeF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    stande , F. nhd. Kübel aus Holz oder Metall (Zinn), oben schmälerer Eimer, Stellfass Vw.: s. drek- Hw.: s. stander (1); …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stande

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Stande , plur. die -en, Diminut. das Ständchen, ein hölzernes Gefäß aus Böttcherarbeit, welches gemeiniglich drey ho…

  4. modern
    Dialekt
    Stand(e)

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Stand(e) [ʿStàə Fisl. Liebsd. ; ʿStàntə Eschenzw. Lutterb. Steinb. ; ʿStànt NBreis. Ensish. Su. Ruf. Obhergh. Dü. Scher…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stande

203 Bildungen · 191 Erstglied · 11 Zweitglied · 1 Ableitungen

stande‑ als Erstglied (30 von 191)

Stande(n)brediger

Idiotikon

Stande(n)brediger Band 5, Spalte 408 Stande(n)brediger 5,408

Stande(n)chabis

Idiotikon

Stande(n)chabis Band 3, Spalte 100 Stande(n)chabis 3,100

Stande(n)chrūt

Idiotikon

Stande(n)chrūt Band 3, Spalte 912 Stande(n)chrūt 3,912

Stande(n)chȫli

Idiotikon

Stande(n)chȫli Band 3, Spalte 212 Stande(n)chȫli 3,212

Stande(n)fueter

Idiotikon

Stande(n)fueter Band 1, Spalte 1138 Stande(n)fueter 1,1138

Stande(n)meister

Idiotikon

Stande(n)meister Band 4, Spalte 531 Stande(n)meister 4,531

Stande(n)mëss

Idiotikon

Stande(n)mëss Band 4, Spalte 455 Stande(n)mëss 4,455

Stande(n)schabeten

Idiotikon

Stande(n)schabeten Band 8, Spalte 21 Stande(n)schabeten 8,21

stânde blîven

MNWB

stânde blîven (belebtes Subj.:) stehen bleiben, haltmachen, (Vögel:) sitzen bleiben; nicht abgeholt werden; aufrecht stehen bleiben, nicht f…

Standebüᵉdeker

WWB

stande·bueedeker

Stande-büᵉdeker m. [ Lst Arn] Böttcher, Handwerker, der Fässer und Tonnen anfertigt (Frbg.); Kleinkännchenmacher ( Lst Rü). ⟨ Stannen - ( Ar…

stânde hōlden

MNWB

stande·holden

° stânde hōlden c. A. p. am Leben erhalten , stärken, stützen, c. A. r. in Stand halten, unterhalten, warten; mit abstraktem Obj. (lēven) er…

Standeiche

PfWB

stand·eiche

Stand-eiche f. : ' eine einzeln stehen gelassene Eiche als Stand(en)baum 1 ', Standääch [ KL-Hoheck NW-Geinsh ]; vgl. Alteiche .

standeigen

DWB

stand·eigen

standeigen , n. , vgl. standerbeigen: legende grunde und stanteigen. Chemnitzer urk. v. 1458, s. Bech, Germ. 27, 181 ; so ist yn unser mutte…

standekraut

DWB

stande·kraut

standekraut , n. in der Schweiz, mangold oder weiszkraut in einer stande eingemacht. Stalder 2, 391 .

stânde lâten

MNWB

stande·laten

stânde lâten a) c. A. p. warten lassen; im Stich lassen, stehen lassen, allê(i)ne lâten s., übertr. im Amte belassen; — c. A. r. (Früchte) n…

standelwort

MNWB

standelwort Standelwurz, Orchis satirion. S. noch stanthartwörtelen, stantwort.

Standemaß

DRW

Standemaß, n. Maß von der Größe einer Stande; bei Abgaben bdv.: Ständermaß quare coactus illo anno cum protestatione mensuram stantem, stand…

Stand(en)baum

PfWB

standen·baum

Stand(en)-baum m. : 1. 'einzelner Baum, den man auf einem abgeholzten Waldstück stehen läßt zum Samenwerfen, zum Schutz', Standbaam [ ZW-Bat…

Stand(en)bühl

PfWB

standen·buehl

Stand(en)-bühl ON : Dorf im KR. KB, mda. Stannebehl [KB-Standbl], Standebehl [PfId. 136]. Neckname für die Bewohner: Besenbinder [ Seebach N…

standener

Lexer

stand·ener

standener stm. BMZ s. v. a. stande, biota (standner, stantner) Dfg. 74 c . Schm. Fr. 2, 768, stentner Voc. 1482. stantner, statuarium Dief. …

stande als Zweitglied (11 von 11)

erfstânde

MNWB

erf·stande

erfstânde ê(i)gen frei-erbliche Häuser, Gebäude (: liggende gründe).

prēstande

KöblerMnd

prēstande , M. Vw.: s. prēstant

ümmestânde

MNWB

uemmes·tande

ümmestânde , umb- , adj. : anwesend, vorhanden , „ der vmmestaendē lucht vnrenicheit vñ vorgifftinge ” (Garde der Suntheit 1492, a 2r); subs…

understande

Lexer

under·stande

under-stande swf. BMZ gefäss zum unterstellen Frl. 16,2 ; under stende, unterlage? ib. ml. 15,5;

zustande

DWB

zus·tande

zustande , adv. , in den wendungen zustande bringen und zustande kommen, s. bei stand 3 d—i th. 10, 2, 689 ff.

ümmestande

KöblerMnd

ümmestande , Adj. Vw.: s. ümmestānt*

ūferstande

KöblerMhd

ūferstande , st. N., F. Vw.: s. ūferstende

Ableitungen von stande (1 von 1)