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Spule

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
15 in 12 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Spule

Bd. 8, Sp. 460
Spule das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -ūl, –ōu-; Mosfrk -ū:-, –ō:-, –o·u.- [Koch-Laub -ō:lən m.]; Siegld -ōl; Rip -ō:-; Berg -ō:-, –ō- [ORand von Gummb, Wippf, Lennep -ou-; in Sol auch -ū·ə.-]; Eup-Stdt, Aach-Stdt -o·u.-; SNfrk -ō:- [Kref -ǫ·u.-; Kemp-Stdt -u·l.-], Klevld -ū-; Pl. -lə(n); Demin. -īlχə(n) usf. mit dem betreffenden Umlaut; NBerg -ø·l.šən; SNfrk -ø·l.kə [Kemp-Stdt -y-]; Klevld -yltjə f.: 1. aus Holz gefertigte Röhre mit Endscheiben, zum Aufwickeln von Garn aus Wolle, Baumwolle, Flachs u. Hanf dienend, beim Spinnrad, Webstuhl, bei der Nähmaschine (bei beiden letztern auch Schiessspule, Schiffchen, beim Webstuhl SNfrk auch Bobine; s. d. W.); diese fast mechanische Arbeit nimmt die Aufmerksamkeit des Webers nicht so sehr in Anspruch, daß er nicht zugleich auch mit einem Blick das werdende Stück im Auge behalten könnte, ohne jedem Wurf der Spule mit den Augen zu folgen; nur Anfänger oder langsame und faule Weber kieke jedder Sp. noə; beim Spinnrad (auch Spindel) wurde das gesponnene Leinengarn von der Sp. op der Haspel gehaspelt; zwei Sp.ə machten de Haspel voll; sie ergaben enen Strangk Mosfrk, Allg. [in der Selfk, Geld wurde das Spinnrad Sp. genannt; in Aach-Stdt Feinspinnmaschine, in der Tuchweberei]; die Sp., innen hohl, wird auch benutzt zum Aufblasen von Gegenständen, z. B. von geschlachteten Tieren Saarbg-Schoden. RA.: Doll (schwindelig, verrückt) wie en Sp. MGladb-Giesenk Hockst. Dat Mingscheleəve glickt der Sp. vom Weəver läuft allmählich ab MGladb-Korschenbr. Der Faulenzer kickt (schaut) och jeder Sp. noə Kref. Evven af met en Sp. auf die einfachste Weise Selfk, Kemp. — Rätsel. Stroll de Woll geft Sp. ən voll? das Schaf Merz-Losh. Do woər e Männke, dat kroəp en e Kännke; du koəm et herut, du woər et ut? die Sp. MGladb. — Volksld. Et koəm eine Bur van Ass (Ast in belg. Limburg), de hau (hatte) eine Keil (Kittel) va Flaas (Flachs) en h. ei silvere Spuleke (Spinnrad); valaderia Sp., et koəm eine B. van A.! Heinsb-Millen. — 2. übertr. a. sachl. α. scherzh. das Lokal der Weberunion Kref-Stdt. — β. e Sp. Nähz (Zwer) Röllchen Zwirn WMosfrk. — γ. Tanzknopf, eine Sp., durch deren Öffnung ein Hölzchen gesteckt ist Eup, Heinsb-Höngen. — b. persönl. verächtl. spindeldürrer Mensch Aach.
2256 Zeichen · 66 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spule

    Adelung (1793–1801) · +7 Parallelbelege

    Die Spule , plur. die -n, ein nur in einigen Gegenden, z. B. bey dem Salzbrunnen in Halle übliches Wort, einen bedeckten…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spule

    Goethe-Wörterbuch

    Spule [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spule

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spule ( Schaft ), Teil der Vogelfeder, s. Federn , S. 375. In der Technik heißt S. ein rohrförmiger Körper aus Holz, Roh…

  4. modern
    Dialekt
    Spulef. m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Spule f. , Spulen m. : ' Aufwickelspule für Garn, Wolle ', am Spinnrad, Webstuhl, im Schiffchen des Webers, an der Nähma…

  5. Sprichwörter
    Spule

    Wander (Sprichwörter)

    Spule 1. E voller Spûele im Sack, Stroh in de Holzschue un e Maidel in Hûs kammer (kann man) nidd gued verstecke. ( Stra…

  6. Spezial
    Spule

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Spu|le f. (-,-n) 1 spö (spösc) m. 2 (Strickspule) spolëta (-tes) f. 3 spora (-res) f. , brode dal fi m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spule

14 Bildungen · 9 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

spule‑ als Erstglied (9 von 9)

spuleisen

DWB

spule·isen

spuleisen , n. eiserne spindel, auf welche die spule gesteckt wird und worauf sie sich dreht: vertibulum spuolisen voc. opt. s. 25 b , 19 Wa…

spulenbank

DWB

spulen·bank

spulenbank , f. wagerechte scherbank, worin die spulen zum kettenscheren der seidenzeuge liegen. Jacobsson 4, 240 b .

Spulenlade

Campe

spulen·lade

Die Spulenlade , Mz. — n , bei den Seidenwirkern, eine wagerecht liegende Scherbank, worin die Spulen zum Kettenscheren der Seidenzeuge auf …

spulenmacher

DWB

spulen·macher

spulenmacher , m. verfertiger von weberspulen: meester Klotz-George, spulenmacher. A. Gryphius 1, 719 .

spulenzieher

DWB

spulen·zieher

spulenzieher , m. reiniger der spulen im salzwerk zu Halle. Jacobsson 4, 240 b . vgl. spule 10, sp. 221.

spule als Zweitglied (4 von 4)

rabenspule

DWB

raben·spule

rabenspule , f. spule einer rabenfeder: in der mitte der zunge ( an der tangente des spinetts ) wird ein loch gebohrt, worein man einen klei…

Schießspule

Adelung

schiess·spule

Die Schießspule , plur. die -n, bey den Webern ein Nahme des Schiffes, welches mit der darin befindlichen Spule durch die Kette geschossen, …

schlagspule

DWB

schlag·spule

schlagspule , f. die stärksten spulen an einem gänseflügel, die schlagfedern der gans. Adelung.

Ableitungen von spule (1 von 1)

gespule

DWB

gespule , n. das spulen, das aufwickeln des fadens auf eine spule: gesple, labor conglomerandi. Stieler 2108 , gespuhle Rädlein 375 a .