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Spötter

mnd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Spötter

Spötter

Spott m. ‘empfindlich treffender Scherz, Hohn’, ahd. (8. Jh.), mhd. spot, auch ‘Zweifel, Sünde’, asächs. spott, mnd. mnl. nl. spot, afries. spott, anord. spottr m., spott n. (germ. *spuþþa-) und das abgeleitete, expressive Konsonantendoppelung aufweisende spotten Vb. ‘sich über jmdn., etw. lustig machen, verhöhnen’, ahd. spottōn (10. Jh.; bispottōn, 9. Jh.), mhd. spot(t)en, mnd. mnl. nl. spotten, anord. spotta ‘verhöhnen’, schwed. spotta ‘speien, spucken’ lassen sich mit ahd. spīwizzōn (Hs. 12. Jh.), mhd. spiutzen, spūtzen ‘speien’, mnl. spoiten, nl. spuiten ‘(Wasser) speien, spritzen’, anord. spȳta ‘spucken’ als Intensivbildungen (s. auch spucken) zu dem unter speien (s. d.) behandelten Verb stellen. Die Herkunft ist freilich ungewiß, doch könnte die Bedeutung von ‘jmdn. anspucken als Zeichen der Verachtung’ ausgegangen sein. – spötteln Vb. ‘leicht spotten’, Iterativbildung zum Verb (16. Jh.). Spötter m. ‘wer spottet’, ahd. spottāri ‘gewerbsmäßiger Spaßmacher’ (Hs. 12. Jh.), mhd. spottære, spotter, auch (mit Umlaut seit 13. Jh.) spötter. spöttisch Adj. ‘voller Spott, höhnisch’ (16. Jh.); vgl. mhd. spottec, spottic und spöttischen Adv. spottbillig Adj. ‘sehr, außerordentlich preiswert’ (18. Jh.); vgl. spottwohlfeil (17. Jh.) sowie Spottgeld ‘lächerlich geringer (eigentlich den Spott herausfordernder) gebotener Betrag für etw.’ (17. Jh.), dann ‘äußerst niedriger Preis’, ferner um ein Spott (‘ganz billig’) geben (16. Jh.). Gespött n. ‘Verspottung’, mhd. gespötte, Kollektivbildung zu Spott.
1512 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    spötterm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    spötter , m. , Spötter, „blasphemus eyn spotter godes ”.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spötter

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Spötter , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Spötterinn, eine Person, welche spottet, und in engerer Bedeutung, …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spötter

    Goethe-Wörterbuch

    Spötter [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Spötter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Spötter , Vogel, s. Gartensänger .

  5. modern
    Dialekt
    Spötterm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Spötter m. : 1. a. 'wer spottet, andere verspottet', Speddeʳ (šbedəʳ , šbędəʳ) [mancherorts Christmann Kaulb 21 Mang 107…

  6. Sprichwörter
    Spötter

    Wander (Sprichwörter)

    Spötter 1. Am Spötter rächt sich die Kunst. 2. Dem Spötter regnet es auch zuweilen in die Blumen. – Petri, II, 291. 3. D…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spoetter

22 Bildungen · 17 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von spoetter

spott + -er

spoetter leitet sich vom Lemma spott ab mit Suffix -er, mit Umlaut-Wechsel.

Zerlegung von spoetter 2 Komponenten

spoet+ter

spoetter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spoetter‑ als Erstglied (17 von 17)

spötterauge

DWB

spoetter·auge

spötterauge , n. auge eines spötters: gedankt sei's gott, noch lodert unerlöscht, verborgen vor der menge spötteraug', in mancher hütt', in …

spötterei

DWB

spott·e·rei

spötterei , f. treiben, gebahren eines spötters: cavillatio spotterij Dief. 108 b ; ironia spotterye 309 b ; spötterey, spott, cavillatio Fr…

Spötterey

Adelung

spott·e·rey

Die Spötterey , plur. die -en. 1. Die Handlung des Spottens, ingleichen die Neigung und Fertigkeit zu spotten; beydes ohne Plural. 2. Der Au…

spötterin

DWB

spott·erin

spötterin , f. weiblicher spötter: spötterinn, cavillatrix Steinbach 2, 636 ; wollen sie hier die augen verschlieszen, und thun, als wenn si…

spötterlehre

DWB

spoetter·lehre

spötterlehre , f. : da alles, was daselbst nur in die ohren dringt, nach frecher unvernunft und spötterlehren klingt. B. Neukirch ged. 109 .

spötterlied

DWB

spoetter·lied

spötterlied , n. : man würd ein spötterlied auf allen gassen singen. B. Neukirch ged. 116 .

spötterling

DWB

spoet·terling

spötterling , m. name des gelben laubvogels oder der bastardnachtigall, sylvia hippolais.

spöttermaul

DWB

spoetter·maul

spöttermaul , n. : so schreit, vergnügter freund! das kluge spöttermaul. Gottsched bei Reichel kleines Gottschedwb. 54 .

spötterschar

DWB

spoetter·schar

spötterschar , f. : wie manchen schritt hast du gethan mit willen auf der schande bahn und der gewissensbisse zahn verlacht mit spötterschaa…

Spötterthor

Wander

spoetter·thor

Spötterthor Spötterthor steht jedem offen. – Simrock, 9767; Körte, 5670; Braun, I, 4226.

spötterzahn

DWB

spoetter·zahn

spötterzahn , m. beiszender spott unter dem bilde des zahns eines spötters: drüm achte ich der beiszigen spötterzähne ganz nicht. Butschky k…

spötterzunft

DWB

spoetter·zunft

spötterzunft , f. : wiewohl Eusebia sieht den verdammten wahn der eitlen spötterzunft nur mit erbarmen an. Gottsched bei Reichel kleines Got…

spötterzunge

DWB

spoetter·zunge

spötterzunge , f. zunge eines spötters und spötter selbst: nannten ihn spötterzungen Zindels blasebalg. J. Mosen (1863) 7, 188 .

spoetter als Zweitglied (4 von 4)

vogelspötter

DWB

vogel·spoetter

-spötter , m. , oriolus galbula Nemnich ; ein vogel, der andere vogelstimmen nachahmt Heppe wohlr. jäger (1763) 236 b . —

Ableitungen von spoetter (1 von 1)

gespötter

DWB

gespötter , m. der spötter. Bocc. 59, 16 Keller.