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spielmann

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Spielmann

Bd. 8, Sp. 333
Spiel-mann (s. S.) m.: 1. Musikant, bes. umherziehender Musikant, Orgelsmann [-ęlts- Eup-Stdt], hierzu auch statt -leute vielfach der Pl. -männer Allg. RA.: E Beadelmann on e Sp. sen sei Leawen noch kein reich Männer gen Merz-Morscholz. Da losst mer geien (geigen), sot de Sp., du woren de Säden (Saiten) kapot gesagt als Aufforderung zum Fortgehen WBitb. De küt we der Sp. zor Huhzick (Hochzeit) angenehm Köln-Stdt. Den os esu satt (bezecht) wie e Sp. Malm-Weywertz. [] Umsüs spielt de Sp. nich! umsonst gibt es nichts Ruhr. Nu fählt noch der Sp. das dritte Kind, gesagt, wenn man zwei Kinder, einen Jungen u. Mädchen hat, denen das dritte K. zum Tanz aufspielen kann Gummb-Berghsn. De Sp.mäner zerschlohn sich wenn es im Magen knurrt Trier; ene Sp. danz Dür. De Sp. os on't Bruckt (Brot) ein Aufsprung im Brot Malm-Amel. Do leit e Sp. begrowen gesagt, wenn einer an einer Stelle stolpert Bitb, Neuw, Köln, MülhRh, Dür, MGladb. Wen sich de Sp. döngt (met »mietet«, nemmp, bestellt), moss en och bezohlen der Kosten veranlasst, muss sie bezahlen Wittl, Allg. De kennt de Danz on broch Sp. er lässt sich nicht erwischen Koch-Lutzerath. Be son Portiun häbb ich genne Sp. nöddeg! die Portion ist klein ausgefallen Heinsb. Wa mer e Sp. un e Schulmester un e Schneider an (in) en Berd bind un e Berg erofscheift, dann as immer en Nor innen un owen Bitb-Dudeld. Den hat de Sp. om Leif (Boch) er hat Magenkollern, Hunger Prüm, Saarbr, Daun, May, Rip. — Im Kinderld. Karlemann, de nicks miəh kann, mott en Sp. werden, on wenn e nit m. spielen kann, dann kömmt er onger de Erden! Remschd, Mettm. Der Sp. us dem Dal kocht Eərpel (Kartoffeln) met der Schal; he scheəlt se nit, he kimt se nit, he esst se met der Sch.! Gummb-Holpe. Heia, bombeia, bombeche, rüwer on düwer, morge küt de Sp. wirrer! Altk-Willr. Guden Dag, Herr Sp., wie geht et dej noch met de kleine Vijelin, met de grote Bombom (Trommel); et rammelt de Ketel, et klappert de Pott on alle jonge Mädjes, die danze Galopp! Mörs, ähnlich Berg. Goden Omend, Sp., be geht et dann? Be rappelt de Kessel, be blinkt de Pott, be danzen de Mädche, be bimmelt de Rock? Fastnachtsld. May-Rieden. Gödde Morge, Frau Gott (Gote), wie rappelt de Pott, wie klenge de Kette, wie wasse de Flette (Nelken); g. M., Sp., wo blif Ihr su lang mem klene Vijelinche, mem grusse Bombam? Fastnachtsld. Dür, Neuw-Etschd. Hoppsa, h., Lengekiddel (Leinenkittel), moərn, da küt der Sp. widder, kummen all die Härcher (Herren) met de bongkte Peər(d)che; k. all die Jüfferche met de b. Püfferche, dat geht kawipp, k., k.! MülhRh. Hellder op den Tellder, Botter bej de Fess (Fisch); Mäche (Mädchen), mak de Dör es los on kickt es, wer dor es, on wenn dor ene Sp. es, dann sägg, dat et märge Kermes es; K. hier, K. dor, K. es märr (nur) ens in't Johr! Kirmesld. Geld, Klevld. — 2. übertr. a. persönl. α. -mann. αα. verächtl. unpraktischer Plänemacher. — ββ. Stier Ottw-Eppelborn Sotzw, Saarbg-Winchering, Wittl-Binsf. — γγ. Rufn. für eine Kuh Köln-Widdersd. — δδ. verächtl. störriges, tänzelndes Pferd Grevbr-Wickr. — β. -männchen. αα. leidenschaftl. Kartenspieler Sieg-Ittenb. — ββ. Marienkäfer, Siebenpunkt Merz-Bachem Saarhölzb (-mann), Saarbg-Borg Büschd Eft Faha Körrig Nohn OLeuken Orscholz Serrig Tinsd Trassem Weiten, Sieg (s. Wk. III 20, Himmelstierchen). Sp., flei en't Bäckerschhaus, breng en Sack voll Weck eraus, mir änen, dir ä., de bisen (bösen) Herrn gor känen! Merz-Bachem. — γγ. Lilienhähnchen []Simm-Kirchbg. — δδ. kleiner, schwarzer Wasserkäfer Heinsb-Rathm, MGladb-Rheydt. — b. sachl. α. Mundharmonika Gummb-Berghs Büttinghsn Marienh Osbghsn Rebbelr Vollmershsn Weiershg Lennep-Hückeswg; -männche Schleid-Nettersh Nöthen, Ahrw-Franken NBreisig. — β. Verbindungsstange zwischen Trittbrett u. Rad am Spinnrad Simm-Klosterchumbd; -männche Aden-Drees. — γ. Rüttelwelle in der Mühle, eine senkrecht stehende W. mit einem vierkantigen Aufsatz; durch die drehende Bewegung erzeugt der A. eine gleichmässige Erschütterung u. ein gl. Einfallen der Frucht Heinsb-Erpen, Düss-Rating, Klev-Gaesdonk. — δ. scherzh. Aufsprung beim Brote Merz-Saarhölzb. — ε. scherzh. Wasserpfütze Sieg-Marienf. — ζ. -männer Pl. αα. scherzh. die Halme, die beim Mähen stehenbleiben oder nur zur Hälfte abgehauen werden; dau hos Sp. stihn geloss; op dem Steck st. viel Sp. Merz, Saarbg, Trier, Wittl, Koch, May, Daun. — ββ. die Samenfäden des Löwenzahnes Neuw-Datzeroth.
4457 Zeichen · 133 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Spielmann

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Spielmann , des -es, plur. die -männer, und -leute, eine Person männlichen Geschlechtes, welche spielet, wo es im ge…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Spielmann

    Goethe-Wörterbuch

    Spielmann [bisher nicht online publizierter Wortartikel]

  3. modern
    Dialekt
    Spielmann

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB Spielmann [‘Spélm M. ; ‘Spélmə Dunzenh. ] m. 1. Musiker, der am Kirchweihfest aufspielt und dabei auf …

  4. Sprichwörter
    Spielmann

    Wander (Sprichwörter)

    Spielmann 1. Den guten Spielmann bezahlt man für das Spiel, den schlechten, dass er aufhört. Dän. : Betal god spillemand…

  5. Spezial
    Spielmannm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Spielmann , m шпильман , м

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit spielmann

22 Bildungen · 18 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von spielmann 2 Komponenten

spiel+mann

spielmann setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

spielmann‑ als Erstglied (18 von 18)

Spielmannbänkel

ElsWB

spielmann·baenkel

Spielma nn bänkel [ʿSpélməpakl Dunzenh. Ingenh. ] n. erhöhter Sitz für die Musikanten in den Tanzlokalen der Dörfer.

Spielmannhandwerk

DRW

spielmann·handwerk

Spielmannhandwerk, n. Tätigkeit, Gewerbe eines Spielmanns (I) bdv.: Spielleuthandwerk daß von obigen dato keiner von die spielleuth in Prag …

spielmannsbuch

DWB

spielmann·s·buch

spielmannsbuch , n. das das repertoir eines spielmanns enthält. so nannte W. Hertz eine sammlung von übersetzungen altfranzösischer versnove…

spielmannsdichtung

DWB

spielmann·s·dichtung

-dichtung , f. , vgl. darüber z. b. P. Piper spielmannsdichtung (= deutsche national-litteratur 2. 1897). Koberstein grundr. 1 5 , s. 60—65.…

spielmannsfigur

DWB

spielmann·s·figur

-figur , f. : so ist schon in den Nibelungen die helle gestalt des helden Volker, des geigers, eine spielmannsfigur. Freytag 18, 458 ;

Spielmannskram

RhWB

spielmann·s·kram

Spiel-manns-kram -- Gummb m.: verächtl. die Kleinigkeiten, die der Schmied für die Nachbarn erledigen muss.

Spielmannslohn

DRW

spiel·mannslohn

Spielmannslohn, m.? Entlohnung für einen Spielmann (I) oder mehrere Spielleute bdv.: Spielgeld (IV), Spielleutgeld vgl. Spielwein wann die v…

Spielmannsrock

PfWB

spiel·mannsrock

Spielmanns-rock m. : ' Rock eines Musikanten ', nur in der RA.: Er is Schimp un Schann gewöhnt wie e Speelmannsrock [ Hebel 17, 98].

spielmann als Zweitglied (4 von 4)

Feldspielmann

Campe

feldspiel·mann

○ Der Feldspielmann , des — es, Mz. die — leute , Spielleute bei den Truppen im Felde (Hautboisten ). Cludius.

Kriegsspielmann

Campe

kriegs·spielmann

○ Der Kriegsspielmann , des — es, Mz. die — leute , oder der Kriegsspieler, des — s , d. Mz . w. d. Ez. die Spielleute bei einer Kriegsschar…

Schattenspielmann

GWB

schatten·spielmann

Schattenspielmann für: Laterna-magica-Vorführungen präsentierender Schausteller; redPers in ‘Das Jahrmarksfest zu Plundersweilern’ (Schatten…

Stadtspielmann

DRW

stadt·spielmann

Stadtspielmann, m., Stadtspielleute, pl. (vereidigter) Spielmann (I) im Dienst einer Stadt (III) wie des fürsten richter op st. Ulrich sich …