Hauptquelle · Mittelniederdeutsches Wb.
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snûte
mnd. bis Dial. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
Mittelniederdeutschsnûtef.
Mittelniederdeutsches Wb.
snûte (° snoete Hans. Ub. 6, 165), f. , 1. Tierschnauze, Rüssel der Borstentiere; in grober Sprache auch vom Menschen de…
-
modern
DialektSnūtef.m.
Westfälisches Wb.
Snūte f.m. [verbr.] 1.1. das vorstehende Maul verschiedener Tiere. Snūte un Pauten inn’e Eärfensuppe ( Dor Wl ). — Spric…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit snute
41 Bildungen · 35 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen
snute‑ als Erstglied (30 von 35)
Snūtenafwisken
WWB
Snūten-af-wisken n. IdW.: Dat es män so’n Sniudenafwisken ist nur eine Kleinigkeit, geht schnell (vonstatten) ( Hal Bh).
Snūtenanton
WWB
Snūten-anton m. 1. Person mit dummem Gesicht, hängendem Unterkiefer (Lippe Oesterh ). — 2. tölpelhafte Person (Lippe Oesterh ). — 3. Großmau…
Snutenbœhn
MeckWB
Snutenbœhn m. Nasenboden: dee is toierst nah 'n Snutenbœhn kamen, hett sick de fettst rutsöcht ein Mensch mit großer Nase Schö Warn ; Schw D…
Snutenboort
MeckWB
Snutenboort m. Schnauzbart Pa Plau .
Snutendörp
MeckWB
Snutendörp n. scherzhaft für Lu Neese .
Snutenfäger
MeckWB
Snutenfäger m. Barbier Sta Friedl ; Wi; Ro; Wa; Ha Boiz . Me. 4, 671.
Snutenfater
MeckWB
Snutenfater m. ein Kartenspiel; Syn. Näsenkniper.
Snūtenfeªger
WWB
Snūten-feªger m. [verstr.] 1. Barbier, Bartscherer. — 2. Großmaul ( Isl Ha).
Snūtenflikker
WWB
Snūten-flikker m. Barbier ( Hal Bh).
Snutenhubel
MeckWB
Snutenhubel m. kleinster Hobel des Tischlers, der seine Schneide ganz vorne hatte und in Ecken und Winkeln angewandt wurde: Pfitzn.-K. 49; R…
Snutenkönig
MeckWB
Snutenkönig m. der Mann mit der größten Nase, er wird am Fastelabend ausgewählt, wenn sich die größte Tanzlust gelegt hat. Dazu wird die Snu…
Snūtenkratser
WWB
Snūten-kratser m. [ Lst Alt] Barbier.
Snutenkratzer
MeckWB
Snutenkratzer m. Barbier Schw.
Snutenlad'
MeckWB
Snutenlad' f. s. -könig; zu Fastelabend mußten sich die jungen Bauern in die Snutenlad' einkaufen Ha Kraak ; sie war beim Gastwirt oder eine…
Snūtenleªder
WWB
Snūten-leªder n. Mund, Lippen (bei geschwätzigen Personen). Holt doch duin Sniudenliar! halt den Mund. — Ra.: Dui goit de Snawel oss en ault…
Snūtenlippes
WWB
Snūten-lippes m. unreife, vorlaute männl. Person ( Pad Xy).
Snutenpahl
MeckWB
Snutenpahl m. einer der Kummpahls der Fischreuse Ro Warn . Vgl. Kählpahl (Bd. 4, 29).
Snutenpott
MeckWB
Snutenpott m. eiserner Kaffeetopf mit großem weiten Ausgießer Sta Wes .
Snutenputzer
MeckWB
Snutenputzer m. Barbier Schw; Wa Wred .
Snūtenrīten
WWB
Snūten-rīten n. IdW.: Sei mutt üäwer olles et Sniutenräiten häwen redet viel und Schlechtes über ihre Mitmenschen ( Pad Da).
Snūtensd
WWB
Snūten-sad IdW.: Säggest de lank Sniutensoot wenn jmd. die Unterlippe lang hängen lässt ( Lst An).
Snūtenslē¹f
WWB
Snūten-slē¹f m. vorlauter Junge ( Wbg Nh).
snutensnacken
MeckWB
snutensnacken schmeicheln Seem. Bew. 39.
Snutensnacker
MeckWB
Snutensnacker m. einer, der anderen zu Munde redet Ro; Schö Dem . Kü. 3, 189; Me. 4, 671.
snutensnackig
MeckWB
snutensnackig schmeichlerisch Seem. Leb. 144.
Snūtenstoffel
WWB
Snūten-stoffel m. [verstr.] 1. dumme (ungebildete) Person, die viel Sinnloses redet, spez.: großmäulige, einfältige Person ( Gel We ). — 2. …
Snūtenstoffer
WWB
Snūten-stoffer m. [ Mün Wbg] großmäulige Person.
Snūtenstriᵉp
WWB
Snūten-striᵉp m. Ohrfeige ( Det Is).
Snutentüg
MeckWB
Snutentüg n. Nase: unner 't Snutentüg haugen Wa.
Snutenwark
MeckWB
Snutenwark n. Maulwerk Ha Belsch . Me. 4, 671.
‑snute als Zweitglied (6 von 6)
kôsnûte
MNWB
kôsnûte , f. , Kuhmaul.
rodensnute
KöblerMnd
rodensnute , F. Vw.: s. rȫdensnūte
röddensnûte
MNWB
röddensnûte s. ° (rȫden)snûte.
(rȫden)snûte
MNWB
° (rȫden)snûte , rödden- , f. : Hundeschnauze, êne r. dê is alletît kōlt (Köker ed. Cordes 49).
swînesnûte
MNWB
*° swînesnûte , f. ( Pl. -n ) : Schweineschnauze , (bildl.:) „ vele Dadeler / so nu mit eren Swynesnuten gude Boͤker auerlopen / vnd darynne…
verkensnûte
MNWB
verkensnûte „Schweineschnauze” übersetzt Dietrich Engelhusen den Vatersnamen des Papstes Sergius IV. (Petrus Osporci).