Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Sirene f.
Sirene f.
Sirene f. Name märchenhafter, auf einer Insel lebender Mädchen mit Vogelleib, die (z. B. in Homers Odyssee) vorbeifahrende Seeleute durch ihren betörend schönen Gesang anlocken, ihnen das Blut aussaugen und sie dadurch töten, mhd. sirēn(e), syrēn(e), Entlehnung von lat. Sīrēn (Akkusativ Sīrēna), griech. Seirḗn (Σειρήν), häufig im Plur. lat. Sīrēnēs, griech. Seirḗnes (Σειρῆνες). Im älteren Dt. dafür Meerweib, mhd. ahd. (Hs. 12. Jh.) merwīp. Übertragener Gebrauch ‘Verführerin, schöne verführerische Frau’ seit dem 16. Jh. Frz. sirène wird seit 1820 zur Bezeichnung unterschiedlicher akustischer Geräte gebraucht, zunächst für ein Unterwassergerät, einen Meßapparat für Tonhöhen und schließlich für eine Signaleinrichtung mit an- und abschwellenden Tönen (wie ein Nebelhorn), und in den beiden letztgenannten Verwendungen in der 2. Hälfte des 19. Jhs. ins Dt. entlehnt.