lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

¹schüppen

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
11 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
12
Verweise raus
15

Eintrag · Westfälisches Wb.

¹schüppen V.

Bd. 4, Sp. 1328
¹schüppen V. [verstr.] 1.1. jmdn. voranstoßen, sodass er stolpert (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr); einen Körper stoßend vom Platz schieben (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh), z.B. Schafhürden [Kr. LippstadtLst Kr. BürenBür Bri]. — 1.2. einen Stein über eine Wasserfläche schnellen lassen (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@RheineRh). — 1.3. (Flüssigkeiten) schütteln, verschütten. — 2.1. Körner abwerfen, Samen verlieren: Dat Gewass schüppt ist überreif; die Körner fallen beim Ernten auf den Acker (WmWb). — 2.2. Ertrag bringen. De Wīde (Weizen) schüppt gūt (Kr. AhausAhs We). De Rogge schüppt gudd bringt viel an, beim Dreschen (WmWb). — 3. (+ sik) stolpern, schwanken; straucheln (Kr. MeschedeMes Br). Ik hewwe mik schüppet (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@AssinghausenAh). Hei schüppet sick üöwer de eugenen Beune (Kr. SoestSos Vö). ⟨schüpken [Kr. SteinfurtStf Bek], schöppen (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@WendenWn), sonst schüppen⟩
743 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schüppenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    schüppen , swv. , 1. wegstoßen, den unvlât in den rönstê(i)n sch.; c. A. p. Stöße versetzen , stoßen; als Strafverfahren…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schüppenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Schüppen , v. trs . mit der Schüppe stoßen, werfen, schaufeln. D. Schüppen. D. — ung .

  3. modern
    Dialekt
    schüppen

    Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege

    schüppen schöpfen, schaufeln Mi 78 a ; an (in, up) dei Bank ( s. Bänk 2 b, Bd. 1, 611), up 'n Hümpel, an dei Wand schüpp…

Verweisungsnetz

30 Knoten, 22 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 4 Kompositum 19 Sackgasse 7

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schueppen

87 Bildungen · 81 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schueppen 2 Komponenten

schu+eppen

schueppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schueppen‑ als Erstglied (30 von 81)

Schüppenachter

PfWB

schueppen·achter

Schüppen-achter m. : 'die Spielkarte Pik mit der Ziffer 8', Schippeachdeʳ [LU-Opp, verbr.]. Südhess. V 823 . —

Schüppenäs

WWB

schueppe·naes

Schüppen-äs n. [verstr.] Pik-Ass im Kartenspiel. — Ra.: Up Schüppenäß sitten in gespannter Erwartung verharren ( Bek Al ). Hä luet op Schüpp…

Schüppenas

PfWB

schueppe·nas

Schüppen-as f. u. n. : 'die Spielkarte Pikas', -as [ GH-Kand , mancherorts]; vgl. Aß , Schüppensau . Ich ruf die Sch. [ LU-Opp ]. RA.: Die h…

Schüppenauge

RhWB

schueppen·auge

Schüppenauge Schleid-Ahrhütte , Köln-Dünnwald Gleuel ; ferner NRip. Nfrk n.: Öse in der Schüppe.

Schüppenband

RhWB

schueppen·band

Schüppen-band (s. S.) Bernk-Neumag , Sieg-ODollend m.: runder Türbeschlag, der sich um die Angel bewegt.

schüppenbauer

DWB

schueppen·bauer

schüppenbauer , m. piquebube, fante di pali Kramer dict. 2, 682 c ; nd. schüppenbuur, auch bildlich von einem groben, ungehobelten menschen …

Schüppenblume

RhWB

schueppen·blume

Schüppen-blume -blō:m Sieg-Rhönd f.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris, dessen Schötchen Düvelsschöppe heissen.

Schüppenboªr

WWB

Schüppen-boªr n. breiter, flacher Bohrer zum Aushöhlen von Holz (Werkzeug des Böttchers) ( WmWb ).

Schüppenbrett

RhWB

schueppen·brett

Schüppen-brett špbręt Grevbr-Kelzenbg , Kref-Ossum n.: 1. Verschliessbrett am Vorder- u. Hinterende des Wagenkastens, Schützbrett. — 2. übe…

Schüppenbrokke

WWB

Schüppen-brokke Rasenstück mit einigen Fingerdick Torf; im Ofen verbrannt ( Bor Ba).

Schüppenbube

PfWB

schueppen·bube

Schüppen-bube m. : 'die Spielkarte Pikbube', Schippebub [ Müller Luscht un Lewe 130, mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppenbūr

WWB

schueppen·bur

Schüppen-būr m. [verstr.] 1. Pik-Bube im Kartenspiel. — 2. Frau mit zu weiten Ärmeln oder zu breiter Schultergarnitur ( Dor Hö).

Schüppendame

PfWB

schueppen·dame

Schüppen-dame f. : 'die Spielkarte Pikdame', -dam [ RO-Dielkch , mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppendöll

RhWB

schueppen·doell

Schüppen-döll -- Neuss-Strabg , Kref-Linn m.: runde nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.

Schüppenelf(t)er

PfWB

schueppen·elfter

Schüppen-elf(t)er m. : 'fiktive Spielkarte Pik mit der Ziffer 11', in der RA.: Der macht e G'sicht wie e Schippeelfdeʳ [Pirmas], e Gesicht w…

schüppenessen

DWB

schueppen·essen

schüppenessen , n. : im gang hab ich das aug ( des gesottenen kalbskopfes ) mit meinem löffel .. so meisterlich heraus, und schickte es ohn …

Schüppengabel

RhWB

schueppen·gabel

Schüppen-gabel (s. S.) šip- Merz-Düppenw Michelb Nunk , Zell-Irmenach f.: G., zum Auflockern des Heus.

Schüppenhaus

RhWB

schueppen·haus

Schüppen-haus -hūs Eup-Raeren ; -hys Geld n.: runde, nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.

schueppen als Zweitglied (3 von 3)

henschüppen

MeckWBN

hen·schueppen

Wossidia henschüppen hinschaufeln; übertr. durch Überreden an einen anderen Ort bringen Ro Rostock@Müritz Mür .

upschüppen

MNWB

upschüppen , swv. : I. trans. — 1. aufschaufeln , aufhäufen, „ Wil he [der Gebannte] hier van erloͤset syn, he moet dapper gelt vpschuppen ”…

Ableitungen von schueppen (3 von 3)

Beschüppen

Campe

† Beschüppen , v. trs. vermittelst der Schüppe bewerfen. Etwas mit Sande beschüppen. Das Beschüppen. Die Beschüppung.

erschüppen

DWB

erschüppen , offendere, laedere? denn da diese hitzige leber ( Alexander der gr. ) dem zorn und saufen nachhenget, erschüppet und entzündet …

Verschüppen

Campe

Verschüppen , v. trs . 1) Mit der Schüppe stoßend wegwerfen. 2) Mit der Schüppe vergraben. D. Verschüppen. D. — ung .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schueppen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schueppen/wwb
MLA
Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schueppen/wwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schueppen/wwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_schueppen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schueppen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/schueppen/wwb},
  urldate      = {2026-05-12},
}