Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1200–1600
Mittelniederdeutschschüppenswv.
Mittelniederdeutsches Wb.
schüppen , swv. , 1. wegstoßen, den unvlât in den rönstê(i)n sch.; c. A. p. Stöße versetzen , stoßen; als Strafverfahren…
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschSchüppenv., trs
Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg
Schüppen , v. trs . mit der Schüppe stoßen, werfen, schaufeln. D. Schüppen. D. — ung .
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modern
Dialektschüppen
Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege
schüppen schöpfen, schaufeln Mi 78 a ; an (in, up) dei Bank ( s. Bänk 2 b, Bd. 1, 611), up 'n Hümpel, an dei Wand schüpp…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit schueppen
87 Bildungen · 81 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen
Zerlegung von schueppen 2 Komponenten
schueppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.
schueppen‑ als Erstglied (30 von 81)
Schüppenachter
PfWB
Schüppen-achter m. : 'die Spielkarte Pik mit der Ziffer 8', Schippeachdeʳ [LU-Opp, verbr.]. Südhess. V 823 . —
Schüppenäs
WWB
Schüppen-äs n. [verstr.] Pik-Ass im Kartenspiel. — Ra.: Up Schüppenäß sitten in gespannter Erwartung verharren ( Bek Al ). Hä luet op Schüpp…
Schüppenas
PfWB
Schüppen-as f. u. n. : 'die Spielkarte Pikas', -as [ GH-Kand , mancherorts]; vgl. Aß , Schüppensau . Ich ruf die Sch. [ LU-Opp ]. RA.: Die h…
Schüppenauge
RhWB
Schüppenauge Schleid-Ahrhütte , Köln-Dünnwald Gleuel ; ferner NRip. Nfrk n.: Öse in der Schüppe.
Schüppenband
RhWB
Schüppen-band (s. S.) Bernk-Neumag , Sieg-ODollend m.: runder Türbeschlag, der sich um die Angel bewegt.
schüppenbauer
DWB
schüppenbauer , m. piquebube, fante di pali Kramer dict. 2, 682 c ; nd. schüppenbuur, auch bildlich von einem groben, ungehobelten menschen …
Schüppenbauernofen
PfWB
Schüppenbauern-ofen m. : ' niederer Ofen mit Platte ', Schippebaureofe [verbr. mittl. VPf Umg. Land].
Schüppenblad
WWB
Schüppen-blad n. Blatt der Schaufel ( WmWb ).
schüppenblatt
DWB
schüppenblatt , n. der untere flache und breite theil einer schüppe oder schaufel.
Schüppenblume
RhWB
Schüppen-blume -blō:m Sieg-Rhönd f.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris, dessen Schötchen Düvelsschöppe heissen.
Schüppenboªr
WWB
Schüppen-boªr n. breiter, flacher Bohrer zum Aushöhlen von Holz (Werkzeug des Böttchers) ( WmWb ).
Schüppenbohnen
RhWB
Schüppen-bohnen šipbu·ŋ.ən Prüm-Feuerschd Pl.: grossschotige Bohnenart.
Schüppenbohr
RhWB
Schüppen-bohr Gummb-Berghsn n.: Löffelbohrer.
Schüppenbord
RhWB
Schüppen-bord -ə- Sieg-ODollend n.: Seitenende der Schüppe.
Schüppenbrett
RhWB
Schüppen-brett špbręt Grevbr-Kelzenbg , Kref-Ossum n.: 1. Verschliessbrett am Vorder- u. Hinterende des Wagenkastens, Schützbrett. — 2. übe…
Schüppenbrokke
WWB
Schüppen-brokke Rasenstück mit einigen Fingerdick Torf; im Ofen verbrannt ( Bor Ba).
Schüppenbrokkenspāde
WWB
Schüppen-brokken-spāde Spaten zum Ausschneiden von→ Schüppen-brokke n ( Bor Ba).
Schüppenbube
PfWB
Schüppen-bube m. : 'die Spielkarte Pikbube', Schippebub [ Müller Luscht un Lewe 130, mancherorts]. Südhess. V 824 . —
Schüppenbūr
WWB
Schüppen-būr m. [verstr.] 1. Pik-Bube im Kartenspiel. — 2. Frau mit zu weiten Ärmeln oder zu breiter Schultergarnitur ( Dor Hö).
Schüppendame
PfWB
Schüppen-dame f. : 'die Spielkarte Pikdame', -dam [ RO-Dielkch , mancherorts]. Südhess. V 824 . —
Schüppendöll
RhWB
Schüppen-döll -- Neuss-Strabg , Kref-Linn m.: runde nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.
Schüppendus
MeckWB
Schüppendus n. Pik-As; halbhd. Schüppendaus Bri. 5, 101.
schüppeneisen
DWB
schüppeneisen , n. ferrum quo munitur pala lignea Frisch 2, 184 b .
Schüppenelf(t)er
PfWB
Schüppen-elf(t)er m. : 'fiktive Spielkarte Pik mit der Ziffer 11', in der RA.: Der macht e G'sicht wie e Schippeelfdeʳ [Pirmas], e Gesicht w…
schüppenessen
DWB
schüppenessen , n. : im gang hab ich das aug ( des gesottenen kalbskopfes ) mit meinem löffel .. so meisterlich heraus, und schickte es ohn …
Schüppengabel
RhWB
Schüppen-gabel (s. S.) šip- Merz-Düppenw Michelb Nunk , Zell-Irmenach f.: G., zum Auflockern des Heus.
Schüppengesicht
RhWB
Schüppen-gesicht -ziχ Ahrw-Dernau n.: verächtl. G. mit Hängelippe.
Schüppenhälft
RhWB
Schüppen-hälft Rip (s. Simpl.) n.: -stiel.
Schüppenhals
RhWB
Schüppen-hals Prüm-Reuth , MGladb , Geld m.: -döll.
Schüppenhaus
RhWB
Schüppen-haus -hūs Eup-Raeren ; -hys Geld n.: runde, nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.
‑schueppen als Zweitglied (3 von 3)
afschüppen
MNWB
afschüppen , swv. , abgraben, abschippen.
henschüppen
MeckWBN
Wossidia henschüppen hinschaufeln; übertr. durch Überreden an einen anderen Ort bringen Ro Rostock@Müritz Mür .
upschüppen
MNWB
upschüppen , swv. : I. trans. — 1. aufschaufeln , aufhäufen, „ Wil he [der Gebannte] hier van erloͤset syn, he moet dapper gelt vpschuppen ”…
Ableitungen von schueppen (3 von 3)
Beschüppen
Campe
† Beschüppen , v. trs. vermittelst der Schüppe bewerfen. Etwas mit Sande beschüppen. Das Beschüppen. Die Beschüppung.
erschüppen
DWB
erschüppen , offendere, laedere? denn da diese hitzige leber ( Alexander der gr. ) dem zorn und saufen nachhenget, erschüppet und entzündet …
Verschüppen
Campe
Verschüppen , v. trs . 1) Mit der Schüppe stoßend wegwerfen. 2) Mit der Schüppe vergraben. D. Verschüppen. D. — ung .
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- APA
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Cotta, M. (2026). „schueppen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schueppen/mnwb?formid=S03166
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Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schueppen/mnwb?formid=S03166. Abgerufen 12. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schueppen/mnwb?formid=S03166.
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