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schüppen

mnd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
11 in 7 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
12
Verweise raus
15

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schüppen verb.

Bd. 15, Sp. 2021
schüppen, verb. schaufeln, mit der schüppe fortschaffen; denominativ zu schüppe, f. zuweilen vermischt mit schuppen für schupfen, s. daselbst. wie schüppe vorwiegend niederd. im mnd. nicht deutlich von schuppen = schupfen zu unterscheiden, doch gehört folgende stelle wol hierher: den unflaett nicht .. wedderumme in den ronnsteynn schuppenn. Jeverer urkunde aus dem 16. jahrh. bei Schiller-Lübben 4, 152. jetzt in nd. mundarten weit verbreitet: schuppen mit schaufeln werfen; abhalten, wehren, beschützen, dazu uut, voort, weg schuppen brem. wb. 4, 716, schüppen Mi 78a. Danneil 189b. Stürenburg 236b. snei schüppen, schnee schaufeln; den weg blank schüppen, auch von sek schüppen, abwälzen, ablehnen Schambach 187b. ebenso nl. schuppen, pala sive ligone eruere aut proruere Kilian. nhd. seit dem 17. jahrh. nachzuweisen: schuppen, palâ levare, houer Schottel 1410; schüppen, palare, spalare, paleggiare. v. schaufeln. Kramer dict. 2, 682c; häufig in der form schippen (s. sp. 207): schüppen, et schippen, geschüppet, et geschippet, palâ levare, rutrô tollere, et asportare. compos. abschüppen, weg- et hinwegschüppen, fortschüppen, zueschüppen. Stieler 1780; mit der schüppe stoszen, werfen Campe. in hochd. mundarten nicht nachzuweisen. gelegentliches schüppen, das besonders im schlesischen neben schuppen = schupfen steht, braucht nicht notwendig so aufgefaszt zu werden. doch gehören manche belege aus schlesischen autoren vielleicht hierher; vgl. Weigand 88a. Drechsler W. Scherffer 238.
1513 Zeichen · 41 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schüppenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    schüppen , swv. , 1. wegstoßen, den unvlât in den rönstê(i)n sch.; c. A. p. Stöße versetzen , stoßen; als Strafverfahren…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schüppenv., trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Schüppen , v. trs . mit der Schüppe stoßen, werfen, schaufeln. D. Schüppen. D. — ung .

  3. modern
    Dialekt
    schüppen

    Mecklenburgisches Wb. · +7 Parallelbelege

    schüppen schöpfen, schaufeln Mi 78 a ; an (in, up) dei Bank ( s. Bänk 2 b, Bd. 1, 611), up 'n Hümpel, an dei Wand schüpp…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schueppen

87 Bildungen · 81 Erstglied · 3 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schueppen 2 Komponenten

schu+eppen

schueppen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schueppen‑ als Erstglied (30 von 81)

Schüppenachter

PfWB

schueppen·achter

Schüppen-achter m. : 'die Spielkarte Pik mit der Ziffer 8', Schippeachdeʳ [LU-Opp, verbr.]. Südhess. V 823 . —

Schüppenäs

WWB

schueppe·naes

Schüppen-äs n. [verstr.] Pik-Ass im Kartenspiel. — Ra.: Up Schüppenäß sitten in gespannter Erwartung verharren ( Bek Al ). Hä luet op Schüpp…

Schüppenas

PfWB

schueppe·nas

Schüppen-as f. u. n. : 'die Spielkarte Pikas', -as [ GH-Kand , mancherorts]; vgl. Aß , Schüppensau . Ich ruf die Sch. [ LU-Opp ]. RA.: Die h…

Schüppenauge

RhWB

schueppen·auge

Schüppenauge Schleid-Ahrhütte , Köln-Dünnwald Gleuel ; ferner NRip. Nfrk n.: Öse in der Schüppe.

Schüppenband

RhWB

schueppen·band

Schüppen-band (s. S.) Bernk-Neumag , Sieg-ODollend m.: runder Türbeschlag, der sich um die Angel bewegt.

schüppenbauer

DWB

schueppen·bauer

schüppenbauer , m. piquebube, fante di pali Kramer dict. 2, 682 c ; nd. schüppenbuur, auch bildlich von einem groben, ungehobelten menschen …

Schüppenblume

RhWB

schueppen·blume

Schüppen-blume -blō:m Sieg-Rhönd f.: Hirtentäschelkraut, capsella bursa pastoris, dessen Schötchen Düvelsschöppe heissen.

Schüppenboªr

WWB

Schüppen-boªr n. breiter, flacher Bohrer zum Aushöhlen von Holz (Werkzeug des Böttchers) ( WmWb ).

Schüppenbrett

RhWB

schueppen·brett

Schüppen-brett špbręt Grevbr-Kelzenbg , Kref-Ossum n.: 1. Verschliessbrett am Vorder- u. Hinterende des Wagenkastens, Schützbrett. — 2. übe…

Schüppenbrokke

WWB

Schüppen-brokke Rasenstück mit einigen Fingerdick Torf; im Ofen verbrannt ( Bor Ba).

Schüppenbube

PfWB

schueppen·bube

Schüppen-bube m. : 'die Spielkarte Pikbube', Schippebub [ Müller Luscht un Lewe 130, mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppenbūr

WWB

schueppen·bur

Schüppen-būr m. [verstr.] 1. Pik-Bube im Kartenspiel. — 2. Frau mit zu weiten Ärmeln oder zu breiter Schultergarnitur ( Dor Hö).

Schüppendame

PfWB

schueppen·dame

Schüppen-dame f. : 'die Spielkarte Pikdame', -dam [ RO-Dielkch , mancherorts]. Südhess. V 824 . —

Schüppendöll

RhWB

schueppen·doell

Schüppen-döll -- Neuss-Strabg , Kref-Linn m.: runde nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.

Schüppenelf(t)er

PfWB

schueppen·elfter

Schüppen-elf(t)er m. : 'fiktive Spielkarte Pik mit der Ziffer 11', in der RA.: Der macht e G'sicht wie e Schippeelfdeʳ [Pirmas], e Gesicht w…

schüppenessen

DWB

schueppen·essen

schüppenessen , n. : im gang hab ich das aug ( des gesottenen kalbskopfes ) mit meinem löffel .. so meisterlich heraus, und schickte es ohn …

Schüppengabel

RhWB

schueppen·gabel

Schüppen-gabel (s. S.) šip- Merz-Düppenw Michelb Nunk , Zell-Irmenach f.: G., zum Auflockern des Heus.

Schüppenhaus

RhWB

schueppen·haus

Schüppen-haus -hūs Eup-Raeren ; -hys Geld n.: runde, nach unten keilförmige Öse der Schüppe, in die der Stiel hineingefügt ist.

schueppen als Zweitglied (3 von 3)

henschüppen

MeckWBN

hen·schueppen

Wossidia henschüppen hinschaufeln; übertr. durch Überreden an einen anderen Ort bringen Ro Rostock@Müritz Mür .

upschüppen

MNWB

upschüppen , swv. : I. trans. — 1. aufschaufeln , aufhäufen, „ Wil he [der Gebannte] hier van erloͤset syn, he moet dapper gelt vpschuppen ”…

Ableitungen von schueppen (3 von 3)

Beschüppen

Campe

† Beschüppen , v. trs. vermittelst der Schüppe bewerfen. Etwas mit Sande beschüppen. Das Beschüppen. Die Beschüppung.

erschüppen

DWB

erschüppen , offendere, laedere? denn da diese hitzige leber ( Alexander der gr. ) dem zorn und saufen nachhenget, erschüppet und entzündet …

Verschüppen

Campe

Verschüppen , v. trs . 1) Mit der Schüppe stoßend wegwerfen. 2) Mit der Schüppe vergraben. D. Verschüppen. D. — ung .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schueppen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schueppen/dwb?formid=S19216
MLA
Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schueppen/dwb?formid=S19216. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schueppen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schueppen/dwb?formid=S19216.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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  urldate      = {2026-05-12},
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