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Schuch

mhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
6 in 5 Wb.
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Schuch

Bd. 18, Sp. 53
Schuch, 1) Werner, Maler, geb. 2. Okt. 1843 in Hildesheim, widmete sich seit 1864 dem Baufach am Polytechnikum in Hannover, war in verschiedenen Stellungen als Architekt tätig und wurde 1870 Professor der Baukunst an der Technischen Hochschule in Hannover. Seit 1872 wandte er sich jedoch der Malerei zu und begab sich 1876 zu weiterer Vervollkommnung nach Düsseldorf. Er schilderte anfangs mit Vorliebe das wilde Reiterleben des Dreißigjährigen Krieges mit starker Betonung des landschaftlichen Hintergrundes. Nachdem er 1882 sein Lehramt in Hannover aufgegeben, siedelte er nach München über, nahm später seinen Wohnsitz in Berlin, 1895 in Dresden und 1900, nachdem er seit 1897 auf Reisen gelebt, wieder in Berlin. Seine Hauptwerke aus der Epoche des Dreißigjährigen Krieges sind: aus der Zeit der schweren Not (Berlin, Nationalgalerie), auf Tod und Leben, das Lied ist aus, Werber (Königsberg, Museum), ins Winterquartier, am Feind. Später wandte er sich figurenreichen Darstellungen aus den Schlachten des 17. Jahrh., des Siebenjährigen Krieges und den Befreiungskriegen zu (Reiterporträte von Zieten und Seydlitz vor ihren Truppen, bei Katholisch-Hennersdorf und bei Roßbach [in der Berliner Nationalgalerie], die Schlacht bei Möckern [ebenda], die drei Monarchen vor Leipzig im Jahre 1813, Schlacht bei Warschau 28. Juli 1656). In der Feldherrenhalle des Berliner Zeughauses führte er das Wandgemälde der Schlacht bei Leipzig aus. Auch hat er ein Reiterbildnis Kaiser Wilhelms II. (1890, Nationalgalerie), ein ebensolches des Großen Kurfürsten (1897), eine Apotheose Kaiser Friedrichs III. (1893) u. Landschaften aus der Bretagne und Sizilien gemalt. 2) Charles, Maler, geb. 30. Sept. 1846 in Wien, gest. daselbst 13. Sept. 1903, besuchte die Akademie seiner Vaterstadt und ging 1871 nach München, wo er sich an den Leiblschen Kreis, besonders an Wilhelm Trübner, anschloß, mit dem er 1872 eine längere Reise nach Italien unternahm. Später verweilte er ein halbes Jahr in Brüssel, von 1876–78 in Venedig und nahm schließlich seinen dauernden Aufenthalt in Paris. Die letzten Lebensjahre verbrachte er leidend in Wien. Schuchs hohe malerische Begabung ist erst nach seinem Tode voll gewürdigt worden. Insbesondere im Stilleben erreichte er eine Fülle und Sattheit des Kolorits, die ihn den ersten Meistern dieser Gattung an die Seite stellen. Er hat auch Genrebilder und Landschaften gemalt. Drei seiner Stilleben (Hummer und Zinngeschirr, Äpfel und Zinngeschirr, Blumen) und ein Bauernhaus in Fersch erwarb die Berliner Nationalgalerie, eine Kasserole mit Wildente die Hamburger Kunsthalle. 3) Ernst von, Musikdirigent, geb. 23. Nov. 1847 in Graz, studierte zuerst Rechtswissenschaft, ging aber dann zur Musik über, war nacheinander als Opernkapellmeister in Breslau, Würzburg, Graz und Basel tätig, leitete 1872 einige Zeit Pollinis wandernde italienische Oper und ist seit 1873 Hofkapellmeister in Dresden, weiterhin ausgezeichnet durch die Titel eines Generalmusikdirektors und Geheimen Hofrats. 1897 erhob ihn der Kaiser von Österreich in den erblichen Adelstand. Seit 1875 ist er der Gatte der Koloratursängerin Klementine S.-Proska (eigentlich Procházka), geb. 12. Febr. 1853 in Wien, seit 1873 Mitglied des Hoftheaters in Dresden.
3249 Zeichen · 40 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schûch

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schûch s. schuoch.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schuchm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    schuch , m. , calceus, s. DWB schuh .

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schuch

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schuch , Franz, geb. zu Wien, gest. 1764, Director einer wandernden Schauspielergesellschaft, sowie sein Sohn und Nachfo…

  4. modern
    Dialekt
    Schuch

    Rheinisches Wb.

    Schuch -u-, –ū- = Schuh (s. d.).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuch

34 Bildungen · 31 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schuch 2 Komponenten

sch+uch

schuch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schuch‑ als Erstglied (30 von 31)

Schuchardt

Meyers

schuc·hardt

Schuchardt , Hugo , namhafter Sprachforscher, geb. 4. Febr. 1842 in Gotha, studierte in Jena und Bonn, lebte dann einige Jahre in der franzö…

Schucher

ElsWB

schu·cher

Schucher [ʿSỳχər Bischh. ] m. Schauder. E S. spüere n . Vgl. Schuder, Schucker.

schucheren

ElsWB

schuc·heren

schuchere n [ùχərə Dehli. ] schaudern. s hat mich ganz g e schuchert ordentlich kalt überlaufen. Vgl. schudere n , schuckere n .

schuchern

DWB

schuc·hern

schuchern , verb. schaudern vor frost, vgl. DWB schuch , interjection 1 und schuckern: er geht ab, kompt bald wider, schuchert, als frier jh…

schuchert

DWB

schuc·hert

schuchert , m. düring. schuhmacher Hertel sprachsch. 222 , entstellung aus mhd. schuochworhte, -würhte, spätmhd. und frühnhd. schuchart: auc…

schuch II

RhWB

schuch II šux Rhfrk in Goar-Halsenb Interj.: Hetzruf an den Hund; sch., sch., fass, f.!

schuch III

RhWB

schuch III šux LRip in Eup-Hergenr : in der Verbr.: Ovve huch en onde sch.! oben hui, unten pfui.

schuch IV

RhWB

schuch IV šux Ess-Kupferdreh Adj. präd.: scheu, von Hühnern.

schuchleⁿ

Idiotikon

schuchleⁿ Band 8, Spalte 148 schuchleⁿ 8,148

schuchsel

DWB

schuch·sel

schuchsel , f. 1 1) in Nürnberg für schüssel Schm. 2 2, 364. 2 2) bair. flatterhaft geschäftiges mädchen. ebenda, nach Klein 2, 144 ( als m.…

schuchseln

DWB

schuch·s·eln

schuchseln , verb. bair., mit schucken verwandt, 1) mit der achsel zucken Klein 2, 144 . Schm. 2 2, 364. 2) sich unstät umherbewegen, flatte…

schuchsen

DWB

schuch·sen

schuchsen , schuchten , m. bair. 1 1) länglicher zungenförmiger in schmalz gebackener hohl aufgetriebener kuchen aus roggen- oder weizenmehl…

schuchtel

DWB

schuch·tel

schuchtel , f. bair. übereilte person Schm. 2 2, 366. vgl. das folgende.

schuchtelig

MeckWB

Wossidia schuchtelig schuchtlich unordentlich in der Kleidung Mi 77 b ; (1835) Wo. Sa. Kü. 3, 95.

schuchteln

DWB

schucht·eln

schuchteln , verb. , wol wie schuchseln mit schucken verwandt, bair. übereilt verfahren Schm. 2 2, 366, kärnt. unvorsichtig mit etwas umgehe…

Schuchtels

MeckWB

schucht·els

Wossidia Schuchtels Schüchtels n. Vogelscheuche, häßlich gekleidetes Frauenzimmer: se geiht as Schuchtels Wa Waren@Schwarz Schwarz ; -ü- Lu …

Schuchtenblut

RhWB

schucht·en·blut

Schuchten-blut šūəχtəblō:t Rheinb-Meckenh MüEif , Bo-Dransd ; šōf- Monsch-Kesternich n.: Rauschbrand beim Rindvieh; Rotlauf bei Schweinen.

schuchter

DWB

schuch·ter

schüchter , schuchter , m. 1 1) nach Stieler 1766 dasselbe wie schüchterheit ( s. dies unter schüchternheit). vgl. DWB scheuchter oben th. 8…

schuchtern

DWB

schuch·tern

schüchtern , schuchtern , verb. 1 1) scheu, schüchtern machen oder werden, neben schüchtern in älterer sprache und landschaftlich noch heute…

schuch als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schuch (2 von 2)

erschuchen

KöblerMhd

erschuchen , sw. V. Vw.: s. erschiuhen

schuche

DWB

schuche , f. scortum, das nd. schoke, schöke, f., s. dies oben sp. 1447: oder hat er sie ( der ehemann die ehebrecherin ) leben lassen, ist …