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schröpfen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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11 in 11 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schröpfen

Bd. 7, Sp. 1814
schröpfen während das Rhfrk, Mosfrk, Rip, mhd. schreffen entsprechend, schreffen als Grundlage haben, hat das Nfrk schröppen als Gr. (da diese Art des Heilverfahrens veralt. ist, ist das Wort nicht überall mehr bezeugt); Rhfrk -ęf-, –e- [Saarbr -ęb-]; Mosfrk in NSaarbg, Trier, Wittl, Bitb, SPrüm -Ef- [Trier-Stdt -ęf-], sonst u. Siegld -ęf- [uSieg, LRip auch -ęvf-, –ęif-, –E-]; Sieg-ODollend -Eftə; Nfrk -p- [Dinsl auch -ę-] schw.: 1. einen schr., ihm durch Schröpfköpfe (Blutegel) Blut entziehen; friher hon sich de Leit schr. losse, wenn se sich verkällt harre Rhfrk, Allg.; loss der (dech) emol schr.! Saarbr, Allg.; ich losse mer so e Ding kumme, vor mei Blut se schr. Saarbr; de es ze vollblödig (-blütig), de moss geschreff han (werde, gen) Rip, Allg. — 2. übertr. a. einen schr., einen übervorteilen, –fordern, ihm (im Spiel) Geld abgewinnen; den han se örndlich geschreff Rip, Allg.; -ęf- (gegenüber -p- 1) Kräfte ausnutzen; die schr. de Werker (Arbeiter) Kemp-Stdt. — b. -p- die Mörtelfugen schr., ausstreichen Kemp-Süchteln. — Abl.: die Schrefferei, dat Geschreff(s).
1099 Zeichen · 25 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schröpfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schröpfen , verb. reg. act. welches in zwey dem Ansehen nach verschiedenen Bedeutungen üblich ist. 1) In der Landwirthsc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schröpfen

    Goethe-Wörterbuch

    schröpfen einmal subst Inf lokal begrenztes (iU zum Aderlaß mäßiges) Entziehen des Blutes durch flache Hauteinschnitte u…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schröpfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schröpfen ( Scarificatio ), örtliche Blutentziehung durch seichte Einschnitte in die Haut und Anwendung des Schröpfkopfe…

  4. modern
    Dialekt
    schröpfenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schröpfen schw. : 1. 'zur Ader lassen, Schröpfköpfe, Blutegel ansetzen', veralt., meist nur noch in Wend. (s. u.), schre…

  5. Sprichwörter
    Schröpfen

    Wander (Sprichwörter)

    Schröpfen 1. Der schröpft andere schlecht auf dem Schienbein, der nicht weiss, wie's thut. 2. Erst schröpfen, dann köpfe…

  6. Spezial
    schröpfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schröp|fen vb.tr. 1 ‹med› (zur Ader lassen) sanlascé (-scia) 2 ‹pop› (ausnützen) sfruté (sfrüta), nen aprofité.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schroepfen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

schroepfen als Zweitglied (1 von 1)

abschröpfen

DWB

abschröpfen , scalpello sanguinem detrahere, abziehen: einem das blut abschröpfen; in der landwirtschaft die spitze des getraides absicheln:…

Ableitungen von schroepfen (3 von 3)

entschröpfen

DWB

entschröpfen , sanguinem detrahere, durch schröpfen blut entziehen.

verschröpfen

DWB

verschröpfen , verb. ' durch unrichtiges oder zu starkes schröpfen verderben '; der weizen ist verschröpft worden. Campe. vgl. schröpfen 1, …

Zerschröpfen

Campe

Zerschröpfen , v. trs . durch Schröpfen überall verwunden. Einem den ganzen Rücken zerschröpfen , durch aufgesetzte Schröpfköpfe. D. Zerschr…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schroepfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schroepfen/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „schroepfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schroepfen/rhwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schroepfen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schroepfen/rhwb.
BibTeX
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