Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schreiner
Schreiner
Schrein m. ‘kastenförmiger Behälter, Lade, Schränkchen’ (zur Aufbewahrung von Kleinodien und Reliquien), ahd. scrīn(i) m. n. ‘Lade, Behälter’ (9. Jh.), mhd. mnd. schrīn m. f. n. ‘Kasten für Kleider, Geld, Kostbarkeiten, Reliquien, Sarg, Archivschrank’, mnl. scrīne, scrijn m. f. n., nl. schrijn n. m. sind wie aengl. scrīn n. ‘Kiste, Koffer, Kästchen, Heiligenschrein’, engl. shrine ‘Lade, Reliquienschrein, Heiligengrab(mal), geheiligte Stätte’ aus lat. scrīnium ‘rollenförmige Kapsel zur Aufbewahrung von Papieren, Büchern, Salben’ entlehnt. Wie Kiste, Sack, Sarg (s. d.) gehört Schrein zu den früh aus dem Lat. aufgenommenen Wörtern. Im Nhd. (17. Jh.) wird das alte neutrale Genus, wohl in Anlehnung an Kasten und Schrank, endgültig durch das maskuline ersetzt. Im 18. Jh. ist Schrein durch Kiste, Kasten, Lade, Schrank aus der Alltagssprache weitgehend verdrängt. – Schreiner m. landschaftlich (südd. und westd.) ‘Tischler’, mhd. schrīnære, schrīner. schreinern Vb. ‘tischlern’ (19. Jh., sicher älter).