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Schnat

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schnat

Bd. 3, Sp. 1588
* Die Schnat, oder Schnate, plur. die -n, ein provinzielles, nur in einigen Gegenden übliches Wort. 1) In Schlesien[] bedeutet es ein Reis. Aus Schnaten werden Bäume, Günther. Dein Stammbaum schlage täglich aus, Bis einst die Nachwelt Schnaten bricht Und um der Enkel Kronen flicht, Günther. Die Nymphen sammleten die theuren Ambra-Tropfen, Sie brachen hier und dar die besten Schnaten ab, ebend. 2) Die Gränze; eine in Ober- und Nieder-Deutschland sehr gangbare Bedeutung, wo es im Oberdeutschen auch Schnait, Schneid, und im Niedersächs. Snaat und Snede lautet. Die Schnait oder Schnat begehen, die Gränze. Die Heimschnat ist daher in Westphalen die Gränze einer Dorfflur, die Flurgränze. Anm. Es kann seyn, daß in der letzten Bedeutung vornehmlich auf die zur Bezeichnung der Gränze in die Gränzbäume, Pfähle oder Steine geschnittenen Zeichen gesehen wird. Das in einigen Oberdeutschen Gegenden übliche Schnatte, eine Narbe, Schmarre, stammet gleichfalls von schneiden ab. Allein in der ersten scheinet es den Begriff der Länge und schlanken Beschaffenheit zu haben. Im Schwed. ist Sno ein dünnes Seil, eine Schnur. S. 1 Schneide.
1132 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnat

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    * Die Schnat , oder Schnate, plur. die -n, ein provinzielles, nur in einigen Gegenden übliches Wort. 1) In Schlesien bed…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnat

98 Bildungen · 97 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schnat 2 Komponenten

sch+nat

schnat setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnat‑ als Erstglied (30 von 97)

Schnatbaum

DRW

schnat·baum

Schnatbaum, m. zur Markierung einer Grenze dienender Baum bdv.: Scheidebaum, Schnedebaum vgl. Schnedeeiche fines signati et distincti sunt l…

Schnater

Wander

schna·ter

Schnater 1. De Schnater steit hum nêt stille. – Kern, 548. Von einem Schwätzer. Schnater steht für Mund. 2. De Snater steît em nich ên Ogenb…

Schnatjagd

DRW

schnat·jagd

Schnatjagd, f. (feierliche) Besichtigung und Feststellung der Grenzen einer Jagdgerechtigkeit, idR. gemeinsam durch die Grenznachbarn die sc…

Schnatkreuz

DRW

schnat·kreuz

Schnatkreuz, n. (in Stein oder Holz) gehauenes Kreuz als Grenzzeichen bdv.: Schnedekreuz eine neuwe geschnittene eikensaule, warauf ein schn…

Schnatmal

DRW

schnat·mal

Schnatmal, n. Schnittnarbe ein schnadtmal auf der backen 1588/92 Beck,DanzigerNehrung 146

Schnatpfahl

DRW

schnat·pfahl

Schnatpfahl, m. Grenzpfahl bdv.: Scheidpfahl snatpal 1560 Schiller-Lübben IV 269 Faksimile ist an der andern seiten der Embse ... bey H. der…

Schnatpfost

DRW

schnat·pfost

Schnatpfost, m. Grenzpfosten hinunter biß auf die Embs, alwoh folgenden tags ein schnadtpost gesetzt worden, weisend durch die Embse 1653 We…

Schnatstein

DRW

schnat·stein

Schnatstein, Schnadstein, m. Stein als Grenzzeichen bdv.: Grenzstein, Scheidestein, Schnedestein daß von der beecke an ... biß jegen die obr…

Schnatsäule

DRW

schnat·säule

Schnatsäule, f. eine Grenzmarkierung bdv.: Scheidsäule die becke entlanges eine geschnittene schnaetsaul gefunden, so noch guet, anno 1656 d…

schnattbaum

DWB

schnatt·baum

schnattbaum , m. grenzbaum, grenzpfahl: wenn einer einen schnatbaum abhauet, wie hoch derselbe solle gestrafet werden? weisth. 3, 285, 24; d…

schnattchern

PfWB

schnattchern schw. : = schnattern 1, schnattchere (šnadχərə) [ KU-Wolfst ]. — Intensivableitung auf -chern zu schnattern ; vgl. flattchern ,…

Schnatte

Campe

sch·natte

† Die Schnatte , Mz. — n , in manchen O. D. Gegenden, ein Schnitt, eine Wunde. »Durch welches Schnatten jr sind (seid) gesund worden,« Schwe…

schnattelarbeit

DWB

schnattelarbeit , f. bergmännisch gewinnungsarbeit mittelst eisernen werkzeugs, schlägel-, eisenarbeit Veith 424 . vgl. schnatten , verb.

schnatten

DWB

schnat·ten

schnatten , verb. scindere, bei Butschky bezeugt im compositum einschnatten, s. dieses oben theil 3, 282. kärnt. heiszt tâsún schnâtún mit d…

schnatter

DWB

schnat·ter

schnatter , m. f. , zu schnattern gehörig. 1 1) im sinne von 3 1@a a) als m. geschwätz, vgl. mndl. snater, garrulitas, loquacitas inepta Kil…

Schnatteränte

Adelung

Die Schnatteränte , plur. die -n, S. Adelung Schnarränte .

Schnatterbretlein

Wander

schnatter·bretlein

Schnatterbretlein A îs ofs Schnoat'rbrâtla kumma. ( Oesterr.-Schles. ) Peter, I, 446 u. 452. Er hat zu Ende gewirthschaftet, es ist bald aus…

schnatterbrettlein

DWB

schnatterbrettlein , n. in östreich.-schles. redensart: a îs ofs schnoat'r-brâtla kumma, er hat zu ende gewirtschaftet, es ist bald aus mit …

schnatterbüchse

DWB

schnatter·buechse

schnatterbüchse , f. plappermaul, schwatzhafte person; besonders oberd., schnatterbüchsen Schm. 2 2, 584, schnatterbüchs' Schöpf 638 , schna…

Schnatterchirseⁿ

Idiotikon

Schnatterchirseⁿ Band 3, Spalte 482 Schnatterchirseⁿ 3,482 u.

schnatterei

DWB

schnatte·rei

schnatterei , f. zu schnattern, im sinne von 3: mhd. snaterîe, geschwätz Lexer mhd. handwb. 2, 1026 , schnatterey, schnatterung, das schnatt…

schnatteren

ElsWB

schnat·teren

schnattere n , schnatere n [nàtərə Roppenzw. Sier. Ensish. Geberschw. Logelnh. M. Str. Ndrröd. Wh. Dehli. ; nàtrə Su. Co. Dü. ; nâtərə Hi…

schnatterente

DWB

schnatte·rente

schnatterente , f. schnatternde ente, besonders als bezeichnung einer entenart, die stärker schnattert als die gemeine ente, die schnarrente…

schnat als Zweitglied (1 von 1)

heimschnat

DWB

heim·schnat

heimschnat , f. : heimschnat ist insgemein in der gemeinen mark ein strich, welcher zwar zur viehweide allen genossen offen ist, zum plaggen…