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Schmêttern

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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10 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schmêttern

Bd. 3, Sp. 1571
Schmêttern, verb. reg. welches in einer doppelten Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, wo es eigentlich eine unmittelbare Onomatopöie ist, den durch dieses Zeitwort ausgedruckten heftigen zitternden und erschütternden Schall von sich geben und hervor bringen, wo es in verschiedenen Fällen üblich ist, in welchen dieser Schall Statt findet. 1) Von einer Art heftiger Donnerschläge, welche einen hellen zitternden Schall haben, sagt man es schmettere. 2) Hohe und lange Cadenzen, hohe und lange Triller im Singen machen, so wohl vom menschlichen Singen als auch von manchen Gesangvögeln. Wenn durch ihr schmetternd Lied Die Lerche minder Kunst verrieth, Gell. Im innersten dicken Gehölze Schlägt der schmetternde Fink aus allen hangenden Buchen, Zachar. II. Als ein Activum, mit diesem zitternden Schalle werfen oder schlagen. Etwas auf die Erde schmettern. Ein Glas in tausend Stücke schmettern. Im Hochdeutschen ist es in dieser Bedeutung in dem zusammen gesetzten zerschmettern am üblichsten, S. dasselbe. In einigen Oberdeutschen Gegenden aber gebraucht man es auch als ein Intensivum von schmeißen, werfen, wenn gleich kein erschütternder Schall damit verbunden ist. Siehe Schmetterling. So auch das Schmettern. Anm. Es ist der Natur nach eine Onomatopöie, wo die Heftigkeit des Schalles durch das doppelte intensive t, die zitternde, erschütternde Beschaffenheit aber durch das r angedeutet wird. Der Form nach (denn die Formen aller Zeitwörter sind Nachahmungen der Natur) stammet es von schmeten, schmiten, (Nieders. smiten, Hochd. schmeißen,) ab, dessen Intensivum schmetten ist, wovon wiederum das Iterativum schmettern gebildet worden. Im Schwed. ist smattra rasseln, z. B. von dem Hagel in der Luft.
1740 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmêttern

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schmêttern , verb. reg. welches in einer doppelten Gestalt üblich ist. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, wo …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schmettern

    Goethe-Wörterbuch

    schmettern wiederholt PartPräs u gelegentl subst Inf 1 mit großer Wucht (u heftigem Krach) werfen od schlagen bzw stoßen…

  3. modern
    Dialekt
    schmetternschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schmettern schw. : 1. 'etwas mit großer Wucht irgendwohin werfen' (damit es Schaden nimmt), schmeddere [KB-Kriegsf, Karc…

  4. Spezial
    schmettern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    schmet|tern vb.tr. 1 (mit Wucht werfen) trá (tira, trat), sciuré (sciüra), smaché (-ca) 2 (heftig schlagen) dramé (-ma) …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmettern

5 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

schmettern als Zweitglied (3 von 3)

anschmettern

DWB

anschmettern , affringere: mit dem kopf an den stein anschmettern; ein baum vom blitzstrahl angeschmettert.

durchschmettern

DWB

durch·schmettern

durchschmettern , 1 1. zerstörend durchdringen, wie zerschmettern. siehe, den strahlenden schild durchschmetterte mächtig die lanze Voss Ili…

zerschmettern

DWB

zer·schmettern

zerschmettern , verb. , einziges schriftsprachliches compos. zu schmettern ( th. 9, 1050), erst in nhd. zeit in gebrauch; 1) durch schlag, w…

Ableitungen von schmettern (2 von 2)

erschmettern

DWB

erschmettern , personare: die nachtigall erschmettert, hebt zu schmettern an.

zerschmettern

DWB

zerschmettern , verb. , einziges schriftsprachliches compos. zu schmettern ( th. 9, 1050), erst in nhd. zeit in gebrauch; 1) durch schlag, w…