Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schmausen
schmausen
Schmaus m. ‘fröhliches Gelage mit reichlichem Essen und Trinken’ (Anfang 17. Jh.); vgl. nd. ostfries. Smūs, schweiz. schwäb. Schmaus, elsäss. Geschmäus. Dazu schmausen Vb. ‘mit Genuß und Behagen viel und gut essen und trinken’ (1. Hälfte 17. Jh.); vgl. nd. ostfries. smūsen, schweiz. schwäb. schmausen, elsäss. schmäusen. Substantiv und Verb sind in die Studentensprache eingedrungen und haben sich von dort aus verbreitet. Die Herkunft ist unklar. Man kann vielleicht schweiz. schmauseln, schmuseln ‘schmuddeln, besudeln’ heranziehen und von einer Bedeutung ‘behaglich, aber nachlässig und unsauber essen und trinken’ ausgehen. Lautlich unbefriedigend ist die meist angenommene Verwandtschaft mit (allerdings semantisch nahestehenden) nl. (älter) smuisteren ‘schmieren, einschmieren, salben, lecker essen’, smodderen ‘beschmutzen, beschmieren, besudeln’, nd. smuddern ‘(sich) besudeln, fein regnen’, smudden ‘sudeln, beschmieren, ständig unsauber und mit triefendem Mund essen und trinken’ (s. schmuddelig), es sei denn, man sieht in Schmaus, schmausen spielerisch-affektisch entstandene Lautvarianten.