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schepp

nhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
9 in 7 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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21
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18

Eintrag · Pfälzisches Wb.

schepp Adj.

Bd. 5, Sp. 930
schepp Adj. : 'schief, krumm', schepp (šęb) [verbr., auch Auslandspfälzer, PfId. 121 Müller Dietschw 59 Kühn Hamet 131]; vgl. schief; e scheppeʳ Zahⁿ (Kopp, Weg) [FR-Bockh, verbr.]; e scheppi Nas (Zeh) [KL-Stelzbg]; e schepp G'sicht [ZW-Marthh]; e scheppi Linje [LU-Limbghf], scheppe Bääⁿ (O-Beine) [GH-Kand], scheppe Hääse (Klowe), dass. [LU-Opp, PS-Burgalb]; subst.: e Scheppeʳ, e Scheppi, von Menschen mit körperlichen Gebrechen [verbr.], Scheppche (Dim.) [RO-Sippf]; (Heu, den Wagen) sch. lade (lare) [verbr.], s. auch RA.; Schimpfw.: Du scheppeʳ Bauer (Judd, Hund, Dackel, Knoche)! [KB-Kerzh, verbr.], scheppi Gans! [NW-Kallstdt]. Gruß an den Vorbeifahrenden: Deiⁿ Woon is sch. gelad! Antwort: Das macht nix, mer werr'n häimbringe [KU-Schmittw/O]. Er is krumm un sch. [NW-Freinsh, verbr.], sch. un bucklich [LA-Wollmh, verbr.]. Er geht ganz sch. 'mit seitlich geneigtem Körper' [BZ-Dernb], hot seiⁿ Absätz sch. getret [KU-Herschw/Petth]. Do kammer sich sch. un bucklich schaffe [LU-Friesh]. Ich schlag dich krumm un sch., daß der Heere un Sehne vergeht (daß de nimmi laafe kannscht) [NW-Lindbg]. RA.: e scheppe Antwort 'eine unpassende Antwort' [NW-Hardbg]; e schepp Maul (Mailche) mache 'beleidigt sein, weinen' [FR-Kindh, mancherorts]; e schäppes Maul ziehe, dass. [nach Kraus Sellemols 7]. Mir hängt der Maa sch. 'Ich bin hungrig' [ZW-Mittb]. Er hot sch. gelade 'Er ist betrunken' [GH-Schwegh, mancherorts]. SprW.: Dippche so schepp, 's baßt e Deckelche druf [KU-Bedb]. Es Sterwe wär net so schlimm, wann nur des schepp Maul schun gemacht wär [Feierowend 11/1955 2]. Sagsprichwort: Besser jetzert wie speerer, hot die schepp Lies gemeent, wie er die Bohne verfror sin [NPfGV 8. 8. 1934]. Einen KR. s. Rabe 1 a; eine Ortsneckerei s. Lindenberg; eine Berufsneckerei s. Schuster. Südhess. V 249 ff.; Rhein. VII 1045; Lothr. 439; Els. II 423.
1891 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schêpp

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schêpp , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein nur in den Salzsiedereyen übliches Wort, wo die mit …

  2. modern
    Dialekt
    scheppadj. u. adv.

    Lothringisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schepp [šèp Sgd. Lix. Fo. Bo. u. s.] adj. u. adv. schief, windschief, nngerade, einseitig: das Regel (Lineal) isch jo sc…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schepp

121 Bildungen · 117 Erstglied · 0 Zweitglied · 4 Ableitungen

schepp‑ als Erstglied (30 von 117)

scheppchen

SHW

schepp-chen Band 5, Spalte 251-252

Scheppfuß

SHW

Schepp-fuß Band 5, Spalte 251-252

Scheppkopf

SHW

Schepp-kopf Band 5, Spalte 251-252

Scheppmaul

SHW

Schepp-maul Band 5, Spalte 251-252

scheppbeinig

PfWB

schepp·beinig

schepp-beinig Adj. : ' mit krummen Beinen ', scheppbäänich, -baanich [verbr.]; spöttisch: e scheppbäänicheʳ Hund [ ZW-Battw , KU-Schmittw/O …

Scheppblech

RhWB

schepp·blech

Schepp-blech Goar n.: Schöpfkelle, zum Schöpfen von Trinkwasser aus dem Eimer.

scheppbrȫkich

KöblerMnd

scheppbrȫkich , Adj. Vw.: s. schipbrȫkich

scheppchen

PfWB

schepp·chen

scheppchen schw. : ' humpeln ', schäppche [PfId. 121]; vgl. scheppsen ; Zs.: daherscheppchen . Südhess. V 252 .

Scheppefat

WWB

scheppe·fat

Scheppe-fat n. [WMünsterl] 1. Schöpfgefäß (mit langem Holzstiel für Jauche). Met’n Scheppfatt de Aale (Jauche) up’t Land verdeelen ( WmWb ).…

Scheppeimer

RhWB

schepp·eimer

Schepp-eimer (s. S.) m.: 1. E. zum Schöpfen von Wasser, auch der Brunneneimer, der am Br.seil hängt (Pötz-) Allg. — 2. Jaucheschöpfe, –eimer…

Scheppeklump

WWB

scheppe·klump

Scheppe-klump m. [WMünsterl] alter Holzschuh mit Stiel zum Besprengen der Wäsche auf der Bleiche.

Scheppekōrn

WWB

scheppe·korn

Scheppe-kōrn n. Teil des Kornes, den sich der Müller früher als Mahllohn nahm (Frbg.) ( Bor Mu).

Scheppeliᵉpel

WWB

Scheppe-liᵉpel m. [ Ahs Kos Rek Gel Dor MSauerl Bri] 1. Schöpflöffel (spez. für Suppe). — 2. Gefäß zum Einfüllen von Schweinefutter in den F…

scheppeln

RhWB

schepp·eln

scheppeln -ęb- Bernk-Maring schw.: Flüssigkeit verschütten.

Ableitungen von schepp (4 von 4)

bescheppen

MNWB

bescheppen , ° beschippen , v. , umgestalten, eine Beschaffenheit geben.

erscheppen

MNWB

° erscheppen , swv. , ausschöpfen, erscheppet wērden des geldes um das Geld gebracht werden.

scheppe

Lexer

scheppe , scheppen s. schope, s. scheffen.