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²Schēde

mhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
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7 in 6 Wb.
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8

Eintrag · Westfälisches Wb.

²Schēde f.

Bd. 4, Sp. 1164
²Schēde f. [verbr.] 1.1. Hülle, Futteral (für Säbel, Messer, Brille, Schreibfeder, Gesangbuch u.Ä. En Sēäbel inn’e Schai steäken (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 1.2. Schultasche mit Bändern als Griff; offene Büchertasche mit zwei Handgriffen aus Webstoffen (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr). — 2. Wasserscheide (KkWb). — 3. Latte, Brett (in unterschiedlichen Funktionen): Seitenbrett des Ackerwagens, etwa 20 cm breites Brett in der Länge der Ackerwagen, das auf die Seitenbretter (→ Flechten) gesetzt wird, um mehr laden zu können; Querholz (unter dem Boden des Wagens, zwischen den Eggenbalken am Pflug, zwischen den Stützen des Schlittens); runder oder halbrunder Leiterbaum, in dem die Sprossen befestigt sind; runde Sprosse einer Leiter; Zaunlatte; Hebelholz zum Niederziehen des Heubaumes; Zarge des Stuhls; hölzerne Schiene zum Verschalen (z.B. als Rand, Rahmen, Abschluss des Daches); senkrechtes, etwa armdickes Holz zwischen Kuhstall und Tenne. Nel d’ Scheien faßte! nagele die Latten fest! (Kr. HöxterHöx Ti) ⟨Meist ›Scheide‹ [Kr. AhausAhs Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp], sonst ›Schei(e)‹ (mit -n z.B. Schoin (Kr. HalleHal Bh))⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,1005: Scheide III (unter scheiden); WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 10,538: Schēde¹, Schēden; HnVwb 3,115: Scheide¹ sowie Scheide² ‘Querholz am Eggengerüst’. Zus.:→ An-legge~, Assen~, Bō¹k~, Brade~, Brillen~, Flechten~, Gliᵉde~, Glīde~, Hek~, Kǟr~, Klinken~, Ledder~, Leide~, Lenk~, Les~, Lō²d~, Mes~, Metse~, Remme~, Rep~, Rē²p~, Richte~, Bī-sette~, Slūt~, Smeªr~, Swik~, Tō²m~, Wāgen~.
1462 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schede

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    schede s. schate.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schede

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +1 Parallelbeleg

    schede, st. sw. m. u. st. n. Schatten.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    schedef.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    schede , f. , s. scheide.

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schede

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schede , 1) Paul , genannt Melissus , neulat. Dichter, geb. 20. Dez. 1539 zu Melrichstadt in Franken, gest. 3. Febr. 160…

  5. modern
    Dialekt
    ²Schēdef.

    Westfälisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    ²Schēde f. [verbr.] 1.1. Hülle, Futteral (für Säbel, Messer, Brille, Schreibfeder, Gesangbuch u.Ä. En Sēäbel inn’e Schai…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schede

58 Bildungen · 53 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

schede‑ als Erstglied (30 von 53)

Schedebref

MeckWB

schede·bref

Schedebref m. a. Spr. Vertragsurkunde: 'als use vader ... lovet heft in synem schedebreven' (1374) UB. 18, 398; zu scheiden 1 1 ( s. d. ). K…

schedege

BMZ

sche·dege

schadege , schedege swv. schädige, füge schaden zu. wolt in geschedeget hân Alph. 272,1. wel mensch des andern schaden gert, der wirt gesche…

schedegen

Lexer

sche·degen

schedegen , schedgen , schedigen schadegen ( wo nach der form schedegen Alph. einzufügen ist );

Schēdeken

WWB

sche·deken

Schēdeken n. Holzlatten, die die Ober- und Unterseite des Schaftes auseinanderhalten (Bandwirk.) ( Enr Sw).

Schedeklot

DRW

schede·klot

Schedeklot, m. Etym. des Bestw. unklar Benennung für den Richtsteig (II) hir beghint de text des schedeklotes anders gheheten des rechtsteig…

Schêdelbohrer

Adelung

schedel·bohrer

Der Schêdelbohrer , des -s, plur. ut nom. sing. ein chirurgischer Bohrer, den Schedel, d. i. die Hirnschale, damit zu durchbohren; der Haupt…

²schēdel(e)

MNWB

sche·dele

2 schēdel(e) , ° schidele (Westf. Ps. 67, 27), m. , 1. Schädel, Haupt, vertex. 2. „piscis, en busse efte schedel ” ; vgl. schidele. Demin.

schēdelen

WWB

sche·delen

schēdelen V. [ Rek Mes] einen Scheitel ziehen. ⟨ ›scheilen‹ ( Mes Br ), schēlen ( Rek Er) ⟩

schedelende

KöblerMhd

schede·lende

schedelende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. klappernd Q.: Jüngl (nach 1280) (FB schedelnde) E.: s. schedel? W.: nhd. DW-

schëdeler

Lexer

sche·deler

schëdeler stm. schüssler? Lütolt der schedeler Schreib. 2,138. meister Arnolts des schedelers sun ib. 139. Schorpe ein schadelerkneht ib. 14…

schedelich

BMZ

schede·lich

schedelich , schädelich adj. schädlich, schaden bringend. schadelich Ludw. kreuzf. 1261. 6303. damnosus, nocivus Diefenb. gl. 87. 188. des s…

schedelîche

Lexer

schede·liche

schede-lîche , schede-lîchen adv. ib. auf schaden bringende, zum schaden ausschlagende weise Nib. Walth. Trist. im kome sîn grimmer muot gar…

schedelîchen

BMZ

schede·lichen

schedelîche , schedelîchen adv. auf schaden bringende, zum schaden ausschlagende weise. si nâmen unde tâten schaden vil schädelîche an maneg…

Schedel II

RhWB

Schedel II = Schürze (1) (s. d.).

schēdelĩk

MNWB

schede·lik

°* ~schēdelĩk, adj. , dem ganzen Gebiet schädlich (Hamb. Burspr. ed. Bolland 451). —

schedelîn

Lexer

schede·lin

schedelîn , schedel stn. BMZ dem. zu schade Neidh. Rab. kan er vertragen und verdoln dekeiner slahte schedelîn Troj. 17749. sprichw. schadlî…

schëdelkopf

Lexer

schedel·kopf

schëdel-kopf stm. BMZ der obere den schädel deckende rund zulaufende teil des helms Herb. 5795.

schede als Zweitglied (4 von 4)

mischede

KöblerMhd

*mischede , st. N. Vw.: s. ge- E.: s. mische W.: nhd. DW-

gemischede

Lexer

ge-mischede stn. gemische, mischung. ob man daʒ gemischt legt an daʒ zandflaisch Mgb. 89,33 ;

kiuschede

MWB

kiuschede stF. ‘Sittsamkeit, Tugend’ (vgl. kiusche stF.): mit kiuschede gurten sie sich wol, / ir liehtvaz wâren oleis vol, / hei, wie klâr …

Ableitungen von schede (1 von 1)

unschedelich

Lexer

un-schedelich adj. BMZ indemnis, innoxius Dfg. 294 a . 299 b . Hpt. 15. 381,163.