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Saß

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
6 in 6 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Saß m.

Bd. 5, Sp. 760
Saß, Seß m. : 1. +a. 'Sitz, Sitzplatz'; vgl. Hühnerseß, Hinkelssaß, -seß, Ratseß. a. 1537: der geschuldigt soll darumb nit schuldig sin von sinem seß uffzustehen [SchWeist. RO-Falkst 95]. a. 1568: welcher nicht zu gesetzter stund In seinem ses auff dem Rathaus ist, soll geben 12 Pfennig [StArch. Kaislt Ratsprot. 85]. — b. 'Wohnsitz, Wohnrecht'. Er hat de Seß im Haus [WD-Niedkch]; vgl. Hausgesässe. a. 1600: zwei Forstknecht, ... die haben ihren Seß zu Lautern [Vellmann Stadtw.]. — 2. '(grasbewachsene) Böschung, Absatz im Gelände, bes. zwischen Feldern, Wiesen, Weinbergen; Wegrain', Saß (sas) [KU-Dennw/Frohnb Kus Ulm ZW-Knopp/Lab O'hs RO-Mannw Odh KL-Olsbr Schneckhs PS-Hetths Wallhalb], Seß (ses, sęs) [KU-Elschb Glmünchw Hefw Hinzw Jettb Kaulb Kollw Nd'staufb Obw/Tiefb Reichsth KL-Erfb Morb Heimkch Obernh Reichb Schwedb U'sulzb Weilb, PfId. 118]; Dim.: Seßje [KU-Kaulb]; vgl. Absatz 3, Rain, Rech; Zs.: Absaß. — 3. FlN, mda.: Uf'm Säß [KU-Relsbg], Straßenname Auf dem Seß [Kaislt]; a. 1471: item einen morgen vff dem sesse [Karlsruhe Kopb. 1057 158 (Kaislt)]. a. 1592: Ein Loch am Seeß vber dem Nartborn [StArch. D.2. Grenzumgang NW-Dürkh]. a. 1612: wingart ... hatt einen ahnrech vnd gehet vnden den seß herausher biß ahn die gesetzte stein [DisibSchR 131]. — Zu mhd. saz, sëz 'Sitz, Wohnsitz' ( Lexer II 617, 897); Bed. 2 u. der daraus entstandene FlN (vgl. Dittmaier Rhein. FlN 256 Sass, 298 Sess) stellen wohl Bedeutungsübertragungen im Sinne von 'bankartig abgestuftes Gelände' dar (vgl. Schemel). — Rhein. VII 747/48 Sas, Sässe, VIII Sess(e); Lothr. 429 Sass, 477 Sess; Els. II 375 Sass, 376 Sess; DWb. VIII 1805 Saß, X/1 637 Seß.
1669 Zeichen · 56 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sáß

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Der Sáß , des -ssen, plur. die -ssen, von dem Zeitworte sitzen, der da sitzet, und figürlich in gewöhnlicherm Verstande,…

  2. modern
    Dialekt
    Sass

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Sass [Sâs Achenh. Gimbrett K. Z. ] m. Sitzplatz, kunstlos durch Erdanhäufung u. dergl. vor dem Hause hergestellt; hölzer…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sass

87 Bildungen · 70 Erstglied · 15 Zweitglied · 2 Ableitungen

sass‑ als Erstglied (30 von 70)

sassada

LDWB1

sass·ada

sassada [sas·sạ·da] f. (-des) Steinwurf m .

sassafras

DWB

sassafras , m. das wurzelholz eines in Nordamerika, besonders Virginien und Florida, wachsenden baumes, laurus sassafras Nemnich, von starke…

sassafrasholz

DWB

sassafras·holz

sassafrasholz , n. dasselbe wie sassafras, lignum sassafras. Pritzel-Jessen, vgl. Karmarsch-Heeren 3 7, 538.

sassafrasöl

DWB

sassafras·oel

sassafrasöl , n. das in dem sassafrasholze enthaltene ätherische öl, dem es seinen fenchelartigen geruch und aromatischen geschmack, sowie s…

Sássafráß

Adelung

Der Sássafráß , des -sses, plur. inus. das lockere und schwammige Holz des Sassafraß-Baumes und seiner Wurzel, welches eine rothe oder gelbg…

sassam

KöblerMnd

sas·sam

sassam , Adj. nhd. mutwillig ÜG.: lat. lascivus, petulans E.: Herkunft ungeklärt? L.: MndHwb 3, 31 (sassam)

sassamënt

LDWB1

sass·ament

sassamënt [sas·sa·mënt] m. (-nc) 1 Steinansammlung f. 2 steiniger Boden.

Sassandra

Meyers

Sassandra , Küstenfluß an der franz. Elfenbeinküste (Westafrika), der infolge Katarakten nicht schiffbar ist. Der gleichnamige Kreis hat (19…

Sassanide

GWB

Sassanide Angehöriger eines persischen Herrschergeschlechts, der vierten u letzten Dynastie des Persischen Reiches (Anfang 3. Jh bis Mitte 6…

Sassaparill

RhWB

Sassaparill tsasə-  Köln-Sdt Sg. t. n.: Stechrindenwurzel.

sassaparille

DWB

sassaparille , f. eine in Amerika, besonders Peru heimische stechwindenart, smilax officinalis Pritzel-Jessen, smilax sassaparilla Oken 3, 6…

sassaparillwurzel

DWB

sassaparill·wurzel

sassaparillwurzel , f. die wurzel der sassaparille, welche besonders in der ältern medicin als mittel gegen syphilis, scropheln u. s. w. ver…

Sássari

Meyers

sass·ari

Sássari , ital. Provinz, mit gleichnamiger Hauptstadt in Sardinien (s. d.), hat 10,594 qkm (192,4 QM.) mit (1901) 308,206 Einw. (29 auf 1 qk…

sassaria

LDWB1

sass·aria

sassaria [sas·sa·rī·a] f. (-ies) Steinansammlung f. , steiniger Grund → pedraria, pedrigna .

Sasschrūt

Idiotikon

Sasschrūt Band 3, Spalte 908 Sasschrūt 3,908

sassel

LDWB1

sas·sel

sassel [sas·sẹl] m. (sassí) (Monticola saxatilis) ‹ornit› Steinrötel m.

sassen

DWB

sas·sen

sassen , verb. sich häuslich niederlassen, seinen festen wohnsitz nehmen, als sasse leben. Frisch 2, 283 a . Frischbier 2, 248 a : kein Preu…

Sassenage

Meyers

sasse·nage

Sassenage (spr. ßass'nāsch'), Flecken im franz. Depart. Isère, Arrond. Grenoble, 226 m ü. M., am Furon, hat eine Kirche mit dem Grabmal des …

sassenban

MNWB

sass·enban

° sassenban sächsische Gemarkung nur als Flurn. (Zs. Schl.-H. Gesch. 38, 198 [1372]).

Sassendorf

Meyers

sassen·dorf

Sassendorf (seit 1906 Bad Sassendorf ), Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Soest, an der Staatsbahnlinie Soest-Börßum, hat eine evang. K…

Sassenfrass

RhWB

sassen·frass

Sassenfrass Sg. t. m.: 1. tsasənfras Sassafras, nordamerikanische Lorbeerart, in der Volksmedizin Barm ; sǫsəfr:s falscher Safran Köln-Stdt…

Sassenhausen

Wander

sassen·hausen

Sassenhausen Sassenhusen – Despenbraud, Friggenhagen – Hungers- und Wassersnaut; Hörenkusen ligget im Dreck; bliwet mi jau von Straube und M…

sassenisch

KöblerMnd

sasse·nisch

sassenisch , Adj. nhd. „sächsisch“, niederdeutsch Hw.: s. sassisch E.: sasse (1), isch L.: MndHwb 3, 31 (sassensch)

sassenkrēs

KöblerMnd

sassenkrēs , M. nhd. „Sachsenkreis“, niedersächsischer Kreis E.: s. sasse (1), krēs L.: MndHwb 3, 31 (sassenkreitz)

Sassenlänner

MeckWB

Sassenlänner m. Einwohner des Sachsenlandes; im engeren Sinne von Sachsen-Lauenburg; 'Busse van Bulowe unde de Zassenlender weren hir ... tw…

sass als Zweitglied (15 von 15)

Ámtssáß

Adelung

amts·sass

Der Ámtssáß , des -ssen, plur. die -ssen. 1) In weiterer Bedeutung, ein jeder, der dem Amte unterworfen ist, ein Amtsunterthan; folglich so …

Bēysáß

Adelung

bey·sass

Der Bēysáß , des -ssen, plur. die -ssen, ein nur in einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden übliches Wort, wo es eine gedoppelte Art von E…

Êrbkōthsáß

Adelung

erbkoth·sass

Der Êrbkōthsáß , des -ssen, plur. die -ssen, in Sachsen, ein Kothsaß, der sein Koth erb- und eigenthümlich besitzet, in Nieders. Erbkossäre,…

Êrbsáß

Adelung

erbs·ass

Der Êrbsáß , des -ssen, plur. die -ssen, in einigen Gegenden, besonders Niedersachsens, ein eigenthümlicher Besitzer eines Landgutes oder Sc…

Frēysáß

Adelung

frey·sass

Der Frēysáß , des -ssen, plur. die -ssen, in einigen Gegenden, ein Saß, d. i. Besitzer eines Freygutes; S. Adelung Freygut 3.

Geríchtssáß

Adelung

gerichts·sass

Der Geríchtssáß , des -ssen, plur. die -ssen, der unter einem Gerichte sitzet, d. i. demselben unterworfen ist; ein Gerichtsunterthan. S. Ad…

Híntersáß

Adelung

hinter·sass

Der Híntersáß , des -ssen, plur. die -ssen, von dem veralteten Worte Saß, ein Besitzer, Einwohner. 1) * Ein Nachkomme, Nachkömmling; eine im…

Ínsáß

Adelung

ins·ass

Der Ínsáß , des -ssen, plur. die -ssen, an einigen Orten, ein Einwohner; im Gegensatze eines Fremden oder Ausländers. In engerer Bedeutung, …

Kanzellēysáß

Adelung

kanzelley·sass

Der Kanzellēysáß , des -ssen, plur. die -ssen, S. Adelung Kanzelleygut und Adelung Schriftsaß .

Kōthsáß

Adelung

koth·sass

Der Kōthsáß , des -ssen, plur. die -ssen, im Niedersächsischen und einigen Obersächsischen Gegenden, der Besitzer eines Kathes oder Kothes a…

Lándsáß

Adelung

land·sass

Der Lándsáß , des -ssen, plur. die -ssen. 1. * Ein jeder, welcher im Lande ansässig ist; eine im Hochdeutschen ungewöhnliche Bedeutung, in w…

Pfándsáß

Adelung

pfand·sass

Der Pfándsáß , des -ssen, plur. die -ssen, in einigen Gegenden, der Pfandesinhaber eines unbeweglichen Gutes, welcher dasselbe unterpfändlic…

Schriftsáß

Adelung

schrift·sass

Der Schriftsáß , des -ssen, plur. die -ssen, von Schrift 3, 2), ein schriftlicher Aufsatz. 1) In weiterer Bedeutung, ein jeder Vasall oder U…

Untersáß

Adelung

unter·sass

Der Untersáß , des -ssen, plur. die -en, ein nicht an allen Orten übliches Wort, sowohl einen Unterthan überhaupt, als auch einen Vasallen o…

Ableitungen von sass (2 von 2)

sasse

DWB

sasse , f. löffelförmiges schöpfgefäsz, womit man den rest des traubenbreies aus den kufen oder das eingedrungene wasser aus den schiffen sc…

ursasse

DWB

ursasse , m. , 1 sasse mit ur- 4 C 4: die ursassen Ritter erdk. 2, xxx ; Peschel völkerk. 475 ; ihr langes eisenschwert bezwang des ursassen…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „sass". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/sass/pfwb?formid=S00669
MLA
Cotta, Marcel. „sass". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/sass/pfwb?formid=S00669. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „sass". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/sass/pfwb?formid=S00669.
BibTeX
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  author       = {Cotta, Marcel},
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