Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
ruofan
part.prät. –), seit dem Ende des 8. Jh.s (? s. u.)
in Gl. und in I, MF, PT, T, OT, bei O, in MPs,
OG, WH: ‚(aus-)rufen, anrufen, schreien, spre-
chen, sagen, beten; appellare, clamare, clamor
[= hruofanti] (? s. u.), exclamare, interpellare,
vocare‘ 〈Var.: hr-; -ua-, -oa-; -ff-〉. Die Zuord-
nung der Gl.belege zum st.v. ruofan oder zum
sw.v. ruofen (s. d.) ist im Einzelfall schwierig
(vgl. etwa die unterschiedlichen Angaben in
Starck-Wells 498 und Schützeichel, Glossen-
wortschatz 8, 30). In den literarischen Denkmä-
lern findet sich das st.v. nur im Frk., während
im Obd. allein das sw.v. belegt ist (vgl. Riecke
1996: 167).