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rǖmen

mhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

WWB
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
1
Verweise raus
7

Eintrag · Westfälisches Wb.

rǖmen V.

Bd. 4, Sp. 1023
rǖmen V. [Münsterl Kr. MindenMin Kr. HalleHal Kr. HöxterHöx die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl KSauerl Wal] 1. einen Wald aushauen, lichten (Frbg.); Schneisen hauen (WmWb). — 2.1. die Wasserläufe, Gräben, Bäche usw. von Pflanzen (Schilf), Erde, Sand usw., bes. im Herbste nach behördlicher Aufforderung reinigen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh); Gräben säubern (WmWb). — 2.2. (die Fußsohlenfläche) mit dem→ Rǖm-hāke saubermachen (Frbg.) (Kr. SteinfurtStf Kr. Steinfurt@AltenbergeAb). — 3.1. (einen Ort, einen Platz) frei machen. Ne Wuenunge rǖm’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — 3.2. einen Ort, Platz (auf eine Aufforderung hin, unter Zwang) verlassen. Häi mott rümen ausziehen (Kr. MindenMin Kr. Minden@HahlenHa). — 4. entfernen (und dadurch Raum schaffen). Mǟeken, ruim dat Geschirr van’n Dische! (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@LüchtringenLü). Ūt’m Wēage rǖm’m (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Op Sīt rǖm’m (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). — 5. aufräumen; ordnen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@KurlKu). Dat is met’t Rüümen (beim Aufräumen) weggekommen (WmWb). — 6.1. von jmdm. rasch, ohne Schwierigkeiten erledigt, geschafft werden; gelingen. Vandāge rūimet mi de Ābet gā nit (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@MüschedeMü). Bat se dōüt, dat röümet (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@AltenaAl). Ruimen loten sich beeilen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@BösperdeBp). — Sagw.: Dat rüemet, saggte de Buer, doa foll hei vam Balken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). — 6.2. rasch mit etwas (z.B. der Arbeit) vorankommen. He rühmt doar met (Kr. CoesfeldKos Ge).
1168 Zeichen · 45 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ruemen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    ruemen s. rûnen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    ³rü̂men

    Mittelniederdeutsches Wb. · +1 Parallelbeleg

    3 rü̂men s. 1 rö̂men.

  3. modern
    Dialekt
    rümenintrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    rümen räumen: 'dat wy ... dat ... halve dorp ... růmen wolden unde můsten' (1393) UB. 22, 308; 'Myt schanden mote gy myn…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ruemen

20 Bildungen · 3 Erstglied · 14 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von ruemen 2 Komponenten

rue+men

ruemen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ruemen‑ als Erstglied (3 von 3)

rü̂menâdel

MNWB

ruemen·adel

*° rü̂menâdel , f. : Gerät zum Reinigen des Zündkanals einer Schußwaffe, Räumnadel, ên rîdemê(i)ster ... dê bî dem sünthol mit der r. tô dôn…

rümen II

RhWB

rümen II -ȳ:- = reimen s. bei Reim IV.

rü̂menisse

MNWB

ruemen·isse

° rü̂menisse ( ruͦmenisse ), f. : Beseitigung, Räumung, ên hûs ... dat upgeslēten is dörch r. des dōres (Ub. Halberst. 1, 409).

ruemen als Zweitglied (14 von 14)

afrü̑men

MNWB

afrü̑men , swv. , intr. den Platz räumen, den Ort verlassen, abziehen; abräumen.

anrü̑men

MNWB

anrü̑men , swv. , einräumen, gestatten, zulassen; zu einem Amt zulassen; einräumen, feststellen.

berü̑men

MNWB

berü̑men , swv. , refl. sik b. sich ausbreiten , Raum finden.

bîrü̑men

MNWB

bîrü̑men , -rûmen , swv. , forträumen.

fuurtrümen

MeckWBN

Wossidia fuurtrümen fort-, hinwegräumen Müll. Reut. 41 b .

gerü̂men

MNWB

gerü̂men, swv. : Platz machen, ausweichen , des kȫninges strâte sîn alsô brê(i)t dat ê(i)n wāgen dēme anderen g. mȫge (Ssp. 1, II 59 § 3). r…

inrü̑men

MNWB

inrü̑men (-ruimen) , swv. , I. Raum, Platz gewähren. II. 1. c. D. p. übergeben, abtreten. 2. c. D. p zugestehen, zubilligen, einräumen. 3. b…

ümmerü̂men

MNWB

uemme·ruemen

° ümmerü̂men , swv. : ausräumen, vertiefen, „ Item noch betalt vor den soeth to gravende unde ummetorumende in der stad koppel ” (Reval KR […

uprü̂men

MNWB

uprü̂men , uppe- , ° uf- (Livl. Ub. II 2, 182), ° uprö̂men (Chr. d. d. St. 7, 411), swv. : I. trans. — 1. aufräumen, (Wege) von Hindernissen…

verkrümen

DWB

verk·ruemen

verkrümen , verb. in gestalt der krumen oder krümel vereinzeln und verderben. Adelung versuch 4, 1458 .

überruemen

KöblerMhd

überruemen , sw. V. Vw.: s. überrümen

Ableitungen von ruemen (3 von 3)

berü̑men

MNWB

berü̑men , swv. , refl. sik b. sich ausbreiten , Raum finden.

en(t)rü̑men

MNWB

en(t)rü̑men , un- , swv. , 1. intrans. raum, geräumig machen. — 2.

gerü̂men

MNWB

gerü̂men, swv. : Platz machen, ausweichen , des kȫninges strâte sîn alsô brê(i)t dat ê(i)n wāgen dēme anderen g. mȫge (Ssp. 1, II 59 § 3). r…