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riden

ahd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

EWA
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15 in 9 Wb.
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Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

rîdên

rîdênAWB sw.v. III, Gl. 2,250,41 (3. Viertel
des 11. Jh.s, bair.): ‚fiebern, im Fieber liegen;
febricitare‘. Desubst. Bildung. S. rîdo. – ridilAWB
m. a-St., seit dem 10. Jh. in Gl.: ‚Haarband;
discriminale, licium‘ (mhd. rîdel st.m.dis-
criminale, licium, repagulum‘, nhd. mdartl.
schweiz. reitel m. ‚Drehknüppel, Rundholz‘
[Schweiz. Id. 6, 1658 f.], els. reidel m. ‚Dreh-
knüttel, Hopfenstange‘ [Martin-Lienhart, Wb.
d. els. Mdaa. 2, 235], bad. reitel m. ‚derber
Knüttel, Knebel‘ [Ochs, Bad. Wb. 4, 258],
schwäb. reitel m./[f.] ‚Knebel, Kette mit Kne-
bel, junger Waldbaum, aufgeschossener junger
Mann‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 5, 288], vorarlb.
reidel m. ‚starker Holzknüttel‘ [Jutz, Vorarl-
berg. Wb. 2, 696], kärnt. rîd‧l m. ‚Riegel, etw.
Zusammengedrehtes, Wulst‘ [Lexer, Kärnt.
Wb. 208], tirol. raidl m. ‚Drehlager des gro-
ßen Schmiedehammers‘, rîdl m. ‚zusammen-
gedrehtes Büschel aus Stroh, Werg, Haar‘
[Schöpf, Tirol. Id. 553; Schatz, Wb. d. tirol.
Mdaa. 2, 478. 484], steir. reitel, reidel m./n.
‚Knüttel, mit dem Seile um die Wagenladung
gespannt werden‘ [Unger-Khull, Steir. Wort-
schatz 498], lothr. reidel, reitel m./n. ‚Riegel an
der Tür, Lineal, Stange, mit der die Wagenlei-
tern gespannt werden‘ [Follmann, Wb. d. dt.-
lothr. Mdaa. 1, 409], luxem. redel, rädel ‚Rie-
gel, schlanker Baumstamm, Knüttel‘ [Luxemb.
Wb. 4, 19
], pfälz. reidel, reitel m./n. ‚biegsamer
Knebel zum Zusammendrehen der Bindkette
des Wagens, Stock, Hühnerstange‘ [Christ-
mann, Pfälz. Wb. 5, 490 ff.
], südhess. reitel m.
‚derbes Stück Rundholz, Knüppel zum Span-
nen der Bindkette, Hebebaum, Querriegel‘
[Maurer-Mulch, Südhess. Wb. 4, 1351 ff.], ohess.
reidel, reitel m. ‚starke Stange zum Anziehen
einer Kette oder eines Seiles, Hebebaum‘
[Crecelius, Oberhess. Wb. 686 f.], kurhess.
reidel m. ‚Knüppel, Knebel‘ [Vilmar, Id. von
Kurhessen 321], hess.-nassau. reitel m.
‚Stange [zum Spannen einer Kette], dicker
Holzstock, junger Baum, flegelhafter Mensch‘
[Berthold, Hessen-nassau. Volkswb. 2, 833 f.
Reitel¹], thür. reitel m. ‚Spannknüppel, Hebe-
baum, männliches Glied, große hölzerne Bier-
kanne‘ [Spangenberg, Thür. Wb. 5, 136 f. Rei-
tel³], osächs. reitel m. ‚kräftiger Holzknebel‘
[Frings-Große, Wb. d. obersächs. Mdaa. 3, 462
Reitel¹], schles. reitel m. ‚Drehknüppel, der
als Hebel gebraucht wird‘ [Mitzka, Schles. Wb.
2, 1109], siebenbürg.-sächs. reitel m. ‚Dreh-
stange, Spannholz, zusammengedrehtes
Flechtwerk‘ [Schullerus, Siebenbürg.-sächs.
Wb. 9, 165 f.]; vgl. mhd. reitel st.m. ‚Dreh-
stange, Knüttel‘ [die mdartl. Belege können so-
wohl mhd. rîdel als auch reitel fortsetzen];
mndd. wredel, wreidel m. ‚Knebel, mit dem ein
Bündel zusammengedreht wird‘; afries. wridel
m. ‚Türwirbel‘: < urgerm. *u̯riþila-; vgl. aisl.
riðull m. ‚Büschel, Dolde‘). Instrumentbez.
zum Zusammenbinden oder Binden mit dem
Fortsetzer des Suff. urgerm. *-ila- (vgl. Heyne
1899–1908: 3, 84 Anm. 198). S. rîdan, -il. –
ridilaAWB f. ō-St., Gl. 2,7,33 (Hs. späteres 9. Jh.,
Zeit des Gl.eintrags unbekannt, bair.): ‚Konku-
bine; pellex‘, vielleicht ‚die Herumwirbelnde‘.
Nomen agentis mit dem Fortsetzer des Suff.
urgerm. *-ilō-. S. rîdan, -il. – Ahd. Wb. 7, 941;
Splett, Ahd. Wb. 1, 746; eKöbler, Ahd. Wb.
s. vv. rīdēn, ridil, ridila; Schützeichel⁷ 259;
Starck-Wells 482; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 7, 398.
3414 Zeichen · 169 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rîdên

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    rîdênAWB sw.v. III, Gl. 2,250,41 (3. Viertel des 11. Jh.s, bair.): ‚fiebern, im Fieber liegen; febricitare‘. Desubst. Bi…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rîdenstv. II.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    rîden stv. II. BMZ tr. winden. r. durch, durchwinden, durchseihen Such. , vgl. Schm. Fr. 2,58 ; drehen, wenden Neidh. Ra…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    riden

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +3 Parallelbelege

    riden, st. v. 1. intr. reiten; überh. reisen (over mer r.); bes. einen Kriegszug unternehmen; von Schiffen: r., vor dem …

  4. modern
    Dialekt
    ridenintr. v.

    Lothringisches Wb. · +2 Parallelbelege

    riden [rídə n fast allg.; ridə Ri. Hom. Rom. ; raidən D. Si. ; railən Schw. — Ptc. gərít, gərídən] intr. v. 1. reiten: u…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit riden

149 Bildungen · 13 Erstglied · 130 Zweitglied · 6 Ableitungen

riden‑ als Erstglied (13 von 13)

Ridenbankett

MeckWB

riden·bankett

Wossidia Ridenbankett n. Reiterweg (1887) Schw Banzk; vgl. MeckWB Bankett 2 (Bd. 1, 613).

riden(d)e

LW

rid·ende

riden(d)e, Partic. reitend, beritten, Ggs. gânde: de r., de r. man = rideman, Reiter; r. borgermêster, regierender, auf die Tagfahrten ausre…

rîdendêner

MNWB

riden·dener

° rîdendêner , m. ( Pl. -e -s -dêner ) : berittener städtischer Bediensteter mit polizeilichen Aufgaben, item achter dem börgermeysterwāgen …

rîdendênst

MNWB

riden·denst

° rîdendênst , m. : Anstellung als berittener Bediensteter der Stadt, dô sülvest entvengen rât und swōren S. S. vȫr ênen pērtarsten und in d…

Ridendo dicere verum

Herder

Ridendo dicere verum , lat., lachend die Wahrheit sagen; ridicule (—kühl), frz. lächerlich.

ridendēner

KöblerMnd

ridendēner , M. Vw.: s. rīdendēnære*

ridenêr

LW

ridenêr, Berittener, Reisiger.

ridenēr

KöblerMnd

ridenēr , M. Vw.: s. rīdenære*

riden als Zweitglied (30 von 130)

*vriden?

KöblerMhd

*vriden? , Adj. Vw.: s. ze- E.: s. vriden (1)

Äselriden

MeckWB

AEsel·riden

Wossidia Äselriden n. das Reiten auf dem Esel, im Knabenspiel auf den Schultern eines Kameraden Schö Schönberg@Grevesmühlen Grev .

afentrîden

MNWB

afentrîden , stv. , reitend einholen.

afkriden

MeckWB

Wossidia afkriden mit Kreide bemalen, bezeichnen: Holt mit swart Kahlen afkriden Wa; auf den Segeln mit Kreide Streifen machen Ro Rostock@Wa…

afriden

LW

af-riden, reitend erreichen.

afschriden

MeckWB

Wossidia afschriden abschreiten, eine Entfernung mit Schritten abmessen: de Streck afschriden Pa.

¹afstrīden

WWB

¹af-strīden V. [ Kr. Minden Min Kr. Tecklenburg Tek Kr. Detmold Det Kr. Höxter Höx Lst] abschreiten, mit Schritten abmessen. Ek kann genāu e…

ankriden

MeckWB

ank·riden

Wossidia ankriden ankreiden: de Böm die zu fällenden Bäume mit einem Kreidestrich markieren Schw; de Tähnen mit Kreide putzen Schö Schönberg…

anriden

LW

an-riden, anreiten, d. h. reitend angreifen.

Askariden

Herder

aska·riden

Askariden , Spulwürmer, eine Art Eingeweidewürmer, von rundem, elastischem Bau und dreilippigem Munde. Die gewöhnlichsten sind die kleinen W…

befriden

Idiotikon

befriden Band 1, Spalte 1284 befriden 1,1284

beriden

LW

beri·den

be-riden, 1. bereiten, obequitare, mit Reiterei umgeben. 2. bereisen, besuchen (zu Pferde).

bestriden

LW

best·riden

be-striden, st. v. beschreiten, (schreitend d. h. mit ausgespannten Beinen) besteigen.

bevriden

Lexer

be-vriden swv. BMZ frieden u. schutz verschaffen mit acc. u. gen. od. präp. von, vor En. Hartm. Wg. Pass. (88,53. 156,72. 181,5. 185,42. 255…

Blocksbargriden

MeckWB

blocksbarg·riden

Wossidia Blocksbargriden n. das sogenannte Blocksbergreiten, wie es bis in die letzte Zeit hinein in der Stadt Grabow am Abend vor dem erste…

Canthariden

Herder

Canthariden , s. Herder span. Fliegen .

dō²drīden

WWB

dod·riden

dō²d-rīden V. durch Reiten umbringen. — Sprichw.: Wann en Bialer (Bettler) op’t Piard küemet, dann rit hei ’t dout wer aus armen Verhältniss…

dörchrîden

MNWB

doerch·riden

dörchrîden , stv. , durchreiten (im bes. die Feindeschar durchreiten); °übertragen: durckommen (bei einer Wahl).

duᵉrrīden

WWB

duer·riden

duᵉr-rīden V. durch Reiten abnutzen, beschädigen. En Peärt dǖrrīn in der Sattellage beschädigen. Sik dǖrrīn sich wundreiten ( die krfr. Städ…

entrîden

Lexer

ent·riden

ent-rîden stv. II. BMZ refl. sich los winden Erinn. ( lies 701). dâ von man sich entbinden niht enmöhte noch entrîden Krone 27300.

entvriden

Lexer

ent·vriden

ent-vriden swv. BMZ des friedens berauben Myst. Wack. pr. 59,61 ;

Ephemerīden

Adelung

Die Ephemerīden , singul. inus. in der Astronomie, ein Jahrbuch, worin die täglichen Stellen der Sterne und die Erscheinungen am Himmel ange…

Eupatriden

Herder

Eupatriden , griech.-deutsch, die Nachkommen edler Geschlechter.

fastrīden

WWB

fast·riden

fast-rīden V. a) „festreiten“. En Mist fasterīn. — b) (+ sik ) sich in eine aussichtslose Lage bringen ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-…

¹ferstrīden

WWB

ferst·riden

¹fer-strīden V. [verstr. nördl.] 1. (+ sik ) sich (die Beine) verrenken; sich verletzen durch zu weite Schritte, beim Sprung mit gespreizten…

Ableitungen von riden (6 von 6)

beriden

LW

be-riden, 1. bereiten, obequitare, mit Reiterei umgeben. 2. bereisen, besuchen (zu Pferde).

entrîden

Lexer

ent-rîden stv. II. BMZ refl. sich los winden Erinn. ( lies 701). dâ von man sich entbinden niht enmöhte noch entrîden Krone 27300.

errîden

Lexer

er-rîden stv. BMZ BMZ ] vgl. errâten, erreiten.

gerîden

Lexer

ge-rîden stv. II. refl. sich wenden, rühren Ls. 2. 473,35.

Ridene

GWB

Ridene pl; im Napoletanischen u Sizilianischen wohl für die Vertreter einer Drossel- od Entenart 1) Der Vögel gibt's hier zu Lande [ auf Siz…

verrîden

Lexer

ver-rîden stv. BMZ abwenden. mîn antlutze hân ich niht verriden von den, die mich strâften Cgm. 101,22 a bei Schm. Fr. 2,58 ; verdrehen, ver…