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prägen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
10 in 10 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

prägen

prägen

prägen Vb. ‘Material auf seiner Oberfläche reliefartig formen, (in Münzen) ein Bild, Muster oder Schriftzeichen einpressen, Münzen herstellen’, übertragen ‘mit einer bestimmten Eigenart versehen, formen, gestalten, (einen sprachlichen Ausdruck) bilden, formulieren’, ahd. brāhhen ‘einritzen, eingraben, einprägen’ (um 800), mhd. bræchen, præchen, (md.) brēchen, prēchen, frühnhd. (mit Übergang von ch in g) brēgen, prēgen (15. Jh.), aengl. ābracian ‘einpressen’, ostfries. prakken ‘pressen’. Die Verben können als Kausativa zu dem unter brechen (s. d.) behandelten Verb angesehen werden, etwa im Sinne von ‘brechen machen, gebrochene Arbeit hervorbringen’, woraus sich die Bedeutung ‘eingraben, stempelnd einpressen’ entwickelt. Die nhd. Schreibung schwankt bis ins 17. Jh. zwischen präcken, pregen, preckchen und brechen; prägen setzt sich im 18./19 Jh. durch. – ausprägen Vb. ‘(zu Münzen) prägen, formen’, meist übertragen ‘deutlich gestalten, formen’, reflexiv ‘deutlich zum Ausdruck kommen’, oft im Part. Prät. ausgeprägt ‘stark herausgebildet, entwickelt’ (17. Jh.). einprägen Vb. ‘eindrücken, einpressen’, meist übertragen ‘eindringlich ins Bewußtsein bringen’, reflexiv ‘fest in das Gedächtnis aufnehmen’ (17. Jh.). Gepräge n. ‘Prägung (auf Münzen)’, übertragen ‘besondere Note, Eigenart, Kennzeichen’, ahd. gibrāhhi (um 800), mhd. gebræche, gepræche ‘getriebene Arbeit, Gravier-, Ziselierarbeit’.
1404 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Prägen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Prägen , verb. reg. act. welches, 1) überhaupt drücken bedeutet; in welcher weitern Bedeutung es nur noch im figürlichen…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    prägen

    Goethe-Wörterbuch

    prägen auch refl; vereinzelt subst (zB B40,73,6 ) 1 konkr: auf einer formbaren Oberfläche (mit Hilfe von Preß- od Stampf…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Prägen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Prägen , einem Körper durch Druck oder Stoß eine bestimmte Gestalt geben, besonders die Erzeugung des Reliefs auf Münzen…

  4. modern
    Dialekt
    prägen

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    prägen prägen: dat (Sagen) präg't sick jo fuurt wird überliefert Ro Bart .

  5. Spezial
    prägen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    prä|gen I vb.tr. 1 (eindrücken) druché ite, fá n stamp 2 (in Bezug auf Münzen) bate (bat, batü), stampé (-pa) 3 ‹fig› fo…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit praegen

5 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von praegen 2 Komponenten

prae+gen

praegen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

praegen als Zweitglied (3 von 3)

ausprägen

DWB

aus·praegen

ausprägen , signare, accurate exprimere: das gold, silber ausprägen, münzen, thaler, geld ausprägen. figürlich: ich lasse gern die thoren ge…

einprägen

DWB

ein·praegen

einprägen , imprimere, insculpere, bei Stieler 1476 einpregen, dän. indpräge, schw. inprägla: dort in der despotie wären nur statt der köpfe…

umprägen

DWB

umprägen , vb. , trennbar, anders und neu prägen: wo aber irgent eyner eyns andern müntz umbreget oder widerum in tiegel brecht und geringe …

Ableitungen von praegen (2 von 2)

beprägen

DWB

beprägen , signare, exprimere: ein pergament, beschrieben und beprägt. Göthe 12, 87 .

verprägen

DWB

verprägen , verb. umprägen: gold zu münzen verprägen; weiln auch das in der münze iezo vorhandene silber noch nicht alles verpreget und verm…