Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
perla
te des 9. Jh.s in Gl. und in NBo: ‚Perle, Edel-
stein; baca, berillus [= beryllus], calculus, con-
cha, dragma [= drachma], gemma nivea, lapil-
lus, margarita, unia‘ <〈Var.: b-; -ula, -ela, -ola;
-e>〉. Das Wort ist aus mlat. perula ‚kleine Birne,
Perle‘ entlehnt (s. u.). – Mhd. berle, perle st.f.
‚Perle‘, sprw. swer berlîn schüttet für diu swîn
diu mugen niht lange reine sîn ‚wenn irgendwer
Perlen vor die Schweine wirft, so bleiben die
nicht lange rein‘ (nach Mt. 7, 6 neque mittatis
margaritas vestras ante porcos), frühnhd. perle
f., häufiger dimin. perlein n. ‚Perle‘, übertr.
‚Auge auf einem Würfel, Weintraube‘, nhd.
Perle f. ‚glänzendes, von Perlmuscheln um
einen eingedrungenen Fremdkörper gebildetes
Kügelchen aus kohlensaurem Kalk, das als
Schmuck verwendet wird, perlenförmiges Ge-
bilde aus Glas, Holz, Kunststoff usw., Juwel‘,
Perlen vor die Säue werfen ‚Edles, Schönes
jmdm. bieten, der es nicht zu würdigen weiß‘.