Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
pellen
pellen
Pelle f. ‘dünne Haut, Fruchtschale, Wursthaut, Schale der gekochten Kartoffel’. Mnl. pelle ‘Vlies, wolliges Fell’ (nl. pel ‘Schale, Haut, Fell’) beruht auf einer zur Römerzeit erfolgten Entlehnung aus lat. pellis ‘Fell, Haut, Pelz’ (s. Fell, Pelz). Das Substantiv verbreitet sich in den oben genannten Bedeutungen durch niederländische Siedler in der Mark, Nordthüringen, gelangt von da ins Omd., ins Mecklenb. und Balt. Es ist zunächst wohl ein Wort der Umgangssprache, denn literarische Bezeugung setzt erst im 18. Jh. ein. Dazu die Wendungen jmdm. auf die Pelle rücken, auf der Pelle sitzen, nicht von der Pelle gehen (19. Jh.). – Vom Substantiv abgeleitet pellen Vb. ‘schälen’ (Ende 18. Jh.). Pellkartoffel f. (19. Jh.).