Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Oheim
Oheim, m.
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auunculus meus min eam9. Jh. Wright-Wülcker I 88
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avunculus ohem1. Hälfte 12. Jh. SummHeinrici I 3
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die weuere die wille en andren lieren weuen; dien hi liert dat moet sin sins bruder kint. ocht sire suster. ocht sins oems. ocht sire moien1270 CorpMnlTekst. I 185
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man sol auh wizzen, waer die friunde mugen sin, die den man ze aechte mugen bringen: daz suln sin des mannes vater unde sin muter, wip unde chint, bruder unde swester, bruderchint unde swesterchint, veter unde veternchint, oeheim unde oeheims chint, basen unde mumen unde iriu chint1276 AugsbStR. Art. 35 § 2 Textarchiv: AugsbStR. Art. 35
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alsa thi em eslein is, sa clagat thi sustersune [wenn der Mutterbruder erschlagen worden ist, so erhebt der Schwestersohn Klage]um 1300 HunsingoR. 68 Textarchiv: HunsingoR. 68
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och is de halfbroder vnde de halfsůster, de echte kindere sin, nagher erue vpthonemende, dan de om ofte de veddere ofte de vedeke oder de moͮddereum 1300? RigaStR. 174 Faksimile
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alle die da die nachsten freunt sindt als pruder vnd swester, ein freunt oder freuntin, ohem oder oheyms der kinder ... die selben sollen erbenvor 1307? Tomaschek,Trient 145 Faksimile
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vulle öme vnde vulle vedderen sint like na erfnamen1341/44 WisbyStR. 168 Faksimile
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unser ochem1347 SPöltenUB. I 397 Faksimile
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ich ... verpint mich under meins ehaimb insigil ..., wann ich aigens insigil nicht hab1353 SPöltenUB. I 441 Faksimile
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mines fettern adder myner mumen, mynes ohemen adder myner wasszen, bruder adder swester kinth, dy ungeczweyget sin von vater adder von mutter, dy sin alle glich an erbe zcu nemennach 1358 Rb.n.Dist. I 6 Dist. 9 Faksimile
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venne ein enykil stirbit, vnd fater noch mutter noch geswistret nicht hynder ym lest, so spricht vnser recht, das sein erbe vnd sein gut, off den anhern vnd off dy anfraw erben sal, vnd nicht off fetter, noch off wazen, noch off oͤmen1370 (Hs. 15. Jh.) ZipsR. I 62
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scholde men jenige unser borger odder ander lude scheiden vor deme rade, und hedden de ohme, vaddern, mage odder schwegere in dem rade, de scholden seggen, wat se recht duchte, und gan dannen uth dem rade, und laten de andern dat scheiden1403 Wigand,Beitr. 151 Faksimile
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patruus oem1420 DiefenbGl. 417b Faksimile
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weren oeck de oem ende de moye van haluer zibbe, soe weren de olde-vader ende olde-moder rechte eruende1425 Groningen/Lasch,NdStB. 104 Faksimile
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vedder, oem vnd medder, disse tasten alle mit halfer hand to dem erue1426 Richth. 563 Faksimile
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kiuet ock sin moder [Mutterschwester] vnde sin omb [Mutterbruder] mit sinem egen gebaren süstersöne, so böret dat erue dem ouerthom nicht, men des doden süstersöne; dem nedderthom böret das erue van recht1426 Eiderstedt/Richth. 562 Faksimile
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dy mutter dy neste frundynne was zu eres homen guttenach 1426 MagdebPosen 133
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thet wi Fresan agen to heiane an to haldane emes lawa alda feders lawa and edela lawa and feda lawa and thredknia lawa achma haldana and ded sunder strid mith xij monnum on tha withum [daß wir Friesen den Nachlaß des Mutterbruders, des Großvaters, des Urgroßvaters, der Vaterschwester und der Verwandten des dritten Grades hegen und behalten dürfen mit den Tateiden von zwölf Männern auf die Reliquien, ohne gerichtlichen Zweikampf]um 1430 FivelgoHs.(Sjölin) I 238
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alsa thi mon hine vr fiucht and enen mon slaith sa scolre meytele it sine friundum hebba ... thi em tha suster sune our halue mer to rekane [wenn jemand wegen einer Schlägerei straffällig wird und einen Mann erschlägt, so soll er Magzahl von seinen Verwandten erhalten ... der Ohm soll dem Schwestersohn anderthalb Mark bezahlen]um 1430 FivelgoHs.(Sjölin) I 342
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auunculus est frater matris mee, ohaym1468 VocExQuo II 283
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die drie oemers vanden voirsz. weeskinde1472 Fruin,Dordrecht II 166 Faksimile
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is hit [lawa] buta sex handen, so dele hya dat allyke; jeffta dat hit were emes lawa, jeffta fedria lawa, newan ende niften al euen ney, butha sex handen1480/81 JurFris. II 132 Faksimile
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den hoff, der sy anegestorbin ist von ir mohemen van oldrevadren ende van oldremoderen, van oemen, van moeijen ende van andren maghen, de sterven sunder getroude kinderen, so zal vrouwe ... na gaen den goede als een man, die effen na maghen syn15. Jh.? StaverenStR. 206 Faksimile
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personen, so von wegen der schwegerschaft (in der seitwarts linien) zu ehelichen verboten ... seines ohems weib, das ist, seiner mutter bruders weib1548 Sachsen/Sehling,EvKO. I 2 S. 33 Faksimile
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meines brudern oder meiner schwester kinds kind, oder meines vetter, oder ohmens oder pahsen, oder muhmen kinde, die sein alle gleich an erbe zu nehmen, da keine zweyunge an ist, von vater und mutter1567 ZittauStR. 120 Faksimile
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der eltervater und eltermutter seynd naͤher erbe zu nehmen, dann oheim und vettern, und ihre kinder1586 LübStR. II 2 § 17 Volltext (und Faksimile), Ausgabe von 1586
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hebben se gin [andere Anverwandte] ... so erven se alle ere guider up ere oemen und moyen1639 Schlüter,WestfProvR. II 76 Faksimile
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verboten im staat sind ehen zwischen ... dem oheim und der nichte (d.i. mit des vaters oder der mutter bruder)1807 SammlBadStBl. I 900 Faksimile
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mit den geschwistern der aeltern, naͤhmlich mit dem oheim und der muhme vaͤterlicher und muͤtterlicher seite, kann keine guͤltige ehe geschlossen werden; es mag die verwandtschaft aus ehelicher oder unehelicher geburt entstehen1811 ÖstABGB. § 65 (I 23) Faksimile
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wir [Pfalzgraf] als ein furmunder der obgenanten vnser oheime, der marggrauen1377 ZGO. 9 (1858) 99 Faksimile
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so muß H.P. bewisen, daz er N.S., synem ohemen, syner formundeschafft gute rechenunge getan hat1474 PössneckSchSpr. I 285
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wir bischof H. ... tůn allen ... chunt ... daz vnser lieb oͤhaim C. vnd H. die zwen pruͤder von H. vor vns offenlich vergehen habent daz vnser liebev mvͦm vrow Ch.v.H. ir baider můter ...1290 Regensburg/CorpAltdtOrUrk. II 543
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unser oͤhin grave A.v.H.1293 WirtUB. X 139
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dar umme wart he sines omes man, hertoghen Magnus van Sassen, de beide weren boren van tven dochteren des koninghes van Denemarken1386 LübChr. I 207
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das wir [König Wenzel] vns ... vereynen mit dem hoichgeboeren W. hertzogen zu Gelren ..., vnserm lieben oehem vnd fursten1383 Nijhoff,Ged. III 112 Faksimile
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das wir [König Sigismund] dem hochgeborn herczogen zcu S. ... unserm liben oheime und kurfursten dasselbe sloz und stat zcu B. befolen1423 BrüxStB. 83 Faksimile
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haben wir uns mit ... unsern lieben freunden, neven, oheymen, und churfuͤrsten ... vereiniget1521 RAbsch. II 204 Faksimile
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[wir, der Kaiser] geben ihnen [in den Fürstenstand erhobenen Hohenzollern] auch samt und neben denen zuvor habenden graͤflichen ehren-tituln den namen und titul: unserm oheim1623 Moser,StaatsR. IV 199
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das wort: oheim, enthaͤlt schon eine etwas groͤssere distinction, wie dann mit solchem die weltliche churfuͤrsten, auch wohl fuͤrsten von alten haͤusern, vom kaiser pflegen beehret zu werden1767 Pütter,JurPraxis II 104
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jene [geistliche Kurfürsten] nennt der kaiser neven, diese [weltliche Kurfürsten] hingegen oheim, und von koͤnigen werden sie bruͤder genannt1770 Kreittmayr,StaatsR. 102 Faksimile
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oheim ... ist in der gemeinen sprache mehr als vetter ... es geben daher dieses praͤdicat a) der kaiser den koͤnigen, imgleichen den weltlichen churfuͤrsten und altweltfuͤrstlichen haͤusern ... b) altweltfuͤrstliche canzleyen den mehresten neuen fuͤrsten1793 Bischoff,Kanzlei. I 430 Faksimile
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denen ohmen oder gesellen soll zu lohn gegeben werden, als von 14. marck der gantzen und 1/2. auch ortgl. muͤntzer-lohn1558 CAug. II 757 Faksimile
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aber der herre Jesus Christus vnser rechter oͤhem vnd bruder, der braucht hie weder silber noch wergzeug, sondern schafft durch sein allmechtig wort ... ein wolgeformirten groschen1564 Mathesius,Sarepta 249r [hier: übertragen auf Christus]
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welcher von den ohmen, oder muͤnzgesellen zum schmiedemeister verordnet, soll der muͤnzarbeit wohl gelernet ... seyn1669 KurkölnBergO.(A) X 3 Faksimile
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die muͤntzmeister aber, welche wider den verglichenen fuß ausmuͤntzen ... sollen ... als falsche muͤntzer angesehen, ... die muͤntz-guardeine und ohmen auch vor unehrlich erkennet werden1692 CAug. II 972 Faksimile