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ölen

mhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
20
Verweise raus
21

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

ölen verb.

Bd. 13, Sp. 1276
ölen, verb. , mhd. oleien, oleigen, olen, oln, ölen, öln (Lexer 2, 153). 11) öl machen, öl woraus pressen, bildlich zu brei zermalmen, hart bestrafen (vgl. 4) Staub-Tobler 1, 182: den lewat öhlen, s. bei öle f. 22) speisen mit öl zubereiten: geölte suppe u. s. w. Schm.2 1, 62; geöltes brot. 3 Mos. 8, 26; mhd. wir suln im öln daʒ krût. gesamtabent. 2, 118, 347. 33) mit öl tränken, einölen, salben Stieler 1382: wie kann es einem vernünftigen menschen schmeicheln .., seinen namen auf geöhltem papier schimmern zu sehen! Göthe 18, 269; die maschinen u. s. w. ölen; aber edel und gut gewesen sein, das gilt denn noch und wärmt und ölt die knochen von innen heraus. Claudius 4, 58. 44) besonders mit dem heiligen öle salben: touffen, predigen, oleigen. Königshofen 434, 21; vormols oleigete men nuwent priestere und grosze herren. dovon kam das sprichwort us: sol men ouch buoben oleigen. 521, 25 ff.; der (papst Felix IV.) satte ouch uf, das men alle siechen möhte oleigen, das men vor det nuwent groszen herren. 526, 3; und salbet in mit ir hand seine ougen und seine oren und alle seine gelider und sprach die wort dar zu, die der priester spricht, wann er die siechen ölet. heiligen leben (1472) 118a; olen als der priester dem kranken tut. voc. 1482 x 8b; der sibent münch der fiel so hart, dasz man in da must ölen. bruder Rausch 20 Schade; ir cresam, ölen und ir schmieren. Fischart S. Dominici leben 4513; warumb ist das keine olung, wo sich einer selbs ölet? Luther 6, 84a (vgl. J. Nas examen 103); die beschornen und geöleten götzen (später geschmirte, beschorne priester). 2, 12b; du hast nun ein gesalbten, geschmirten und wol geölten pfaffen, was wiltu mehr haben. Alberus widder Jörg Witzeln mammeluken G 1a; bildlich, ausschmieren, durchprügeln (vgl. 1 und baumölen): mich ölten eines drei, solt ich sein noch ein fart geleben, ich mst werlich die hawt drum geben. H. Folz zeitschr. f. d. alterth. 8, 535, 42; man olt puben mit kolben wol. Schm.2 1, 1194 (vom j. 1446). 55) schweiz. zechen, sich berauschen (vgl.öl 5) Staub-Tobler 1, 182.
2092 Zeichen · 53 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    ölenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    ölen , öln , olen , oln , oleien swv. BMZ ölen, mit öl zubereiten. wir suln im ölen daʒ krût Ga. 2. 118,347. geolte supp…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ölen

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Ölen , der

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ölen

    Goethe-Wörterbuch

    ölen Wie kann es einem vernünftigen Manne schmeicheln..seinen Namen auf geöltem [ölgetränktem 52,126,2 ThS V 5 ] Papiere…

  4. modern
    Dialekt
    ölen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    öle n [êlə Hi. Steinb. Su. Dü. ] 1. Öl pressen; 2. schmieren (Maschinen). — Schweiz. 1, 182. Bayer. 1, 62.

  5. Sprichwörter
    Oelen

    Wander (Sprichwörter)

    Oelen Einen ölen, binden und schinden, wenn der Todte nichts mehr kann empfinden. – Fischart, Prakt., in Kloster, VIII, …

  6. Spezial
    ölen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ölen vb.tr. (schmieren) unje (unj, unt). ▬ ein Schloss ölen unje na saradöra.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oelen

31 Bildungen · 5 Erstglied · 24 Zweitglied · 2 Ableitungen

oelen‑ als Erstglied (5 von 5)

ölenzen

DWB

oelen·zen

ölenzen , verb. nach öl riechen, schmecken Stieler 1382 . vgl. ölelen .

oelen als Zweitglied (24 von 24)

afschȫlen

MNWB

afschȫlen , swv. , wegspülen, weggespült werden.

afspö̑len

MNWB

afspö̑len , swv. , reinigen, abspülen, fortspülen .

ansœlen

MeckWBN

ans·oelen

Wossidia ansœlen anschmutzen, -schmieren: wat hest du di dor nu wedder ansœlt? Lu Ludwigslust@Groß Laasch GLaasch .

besȫlen

MNWB

bes·oelen

besȫlen (besalen) , swv. , besudeln, beschmutzen , maculare, polluere, immundare.

bevö̑len

MNWB

bevö̑len , swv. , fühlen, merken. sik b. fühlen, sich fühlen.

Borgfrölen

MeckWBN

Wossidia Borgfrölen n. Burgfräulein Müll. Reut. 18 a .

dwö̑len

MNWB

1 dwēlen (twelen) , I. stv. ( Prt. dwôl , dwö̑len , Part. [ge]dwōlen ), II. swv. (dwēlede), irren, irre gehen, umherirren, tô jenigen sîden …

gevö̑len

MNWB

gevö̑len , swv. , s. vö̑len. —

grölen

DWB

gro·elen

grölen , vb. 1 1) form und ursprung. die herleitung des erst im 18. jh. häufiger belegten wortes ist schwierig; es scheinen form- u. bedeutu…

herümwœlen

MeckWBN

Wossidia herümwœlen refl. sich herumwälzen: he ... Wäöhlt sick up den Buk herüm Hey. Punsch. 45. Zu walen 1 .

krȫlen

MNWB

kro·elen

krȫlen , grȫlen , swv. , wüst schreien, Lärm machen.

lêt (moelen-)

MNWB

° ~lêt (moelen-), n. , Mühlenlied, verbreitete Allegorie über die Messe. —

²nâspö̂len

MNWB

2° nâspö̂len nachspülen, hinterherspülen (im Wortspiel mit dem vorigen?) (Emder Jb. 20, 124 Anm. 1).

sāg(e)mȫle(n)

MNWB

sāg(e)mȫle(n) , -mölle , f. , Sägewerk, Sägemühle .

schölen

DWB

scho·elen

schölen , verb. , nd. wort. 1 1) spülen Campe, mnd. scholen spülen, eine flüssigkeit hin und her bewegen, im wasser hin und her schwenken, d…

schüffel (moelen-)

MNWB

°* ~schüffel (moelen-) Schaufel für das Getreide in der Mühle (Belege nur spätere Hamb. KR.). —

spoelen

KöblerMnd

spoelen , sw. V. Vw.: s. spȫlen (1)

ümmewö̂len

MNWB

ümmewö̂len , üm- , umb- , swv. : 1. umwühlen , umwälzen, „ Vmmewolen circumrostrare rostro commouere” (Voc. Strals. ed. Damme 441), „ so geb…

underkö̂len

MNWB

under·koelen

° underkö̂len , swv. : unterkühlen, sich erkälten , „ so scult tu ene wol bewaren vnde scult ene alle dage besen vnde scolt ene behoden , da…

underschȫlen

MNWB

under·schoelen

° underschȫlen , swv. ( Part. Prät. -schǖlet ) : sich als Absicht festsetzen, „ dar jo vnderschuled heft, wu me Luneborg vnderbreken vnde de…

upkö̂len

MNWB

upkö̂len , -kü̂len , swv. : 1. c. A. p. jemdn. der Kälte aussetzen, „ Wen men de lude [an der Schwindsucht Erkrankte] men stylle lyggen let …

¹vorkö̑len

MNWB

vor·koelen

1 vorkö̑len , swv. , 1. intrans. kühl werden, erkalten; Part. prät. adj. de vorkö̑lede gōdes minne. 2. kühlen, abkühlen, erfrischen, erquick…

Ableitungen von oelen (2 von 2)

beölen

DWB

beölen , oleo imbuere, mit öl bestreichen, nnl. beolien. sich beölen, betrinken: im capowein beölt sich mancher. Klam. Schmidt; auch für sic…

verölen

DWB

verölen , verb. mit öl versehen, bestreichen. Heinsius 4, 2, 1331 a .