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Ócher

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Ócher

Bd. 3, Sp. 574
Der Ócher, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. eine metallische Erde, welche aus reinen durch die Säure aufgelösten oder zerstörten Metallen entstehet, und nach Verschiedenheit der Metalle von verschiedener Farbe ist. Der Eisenocher, welcher gelb, braun und röthlich von Farbe ist, und wohin auch der Rost gehöret. Der Kupferocher, wohin das Kupfergrün, der Grünspan, der Kobaltbeschlag u. s. f. gehören. Der Bleyocher, der am häufigsten Bleyweiß genannt wird, u. s. f.[] In engerer Bedeutung ist der Ocher eine milde Erdart von dunkel gelber aus citronengelb und braun gemischter Farbe, welche in den Bley- und Kupferbergwerken angetroffen, von den Mahlern gebraucht und auch Berggelb genannt wird. Anm. In den harten Sprecharten Ocker, Oker, Franz. Ochre Ocre. Es ist aus dem Lat. Ochra und Griech. ωχρα entlehnet. Die Schreibart Occher ist unrichtig, auch wenn im Griechischen ein doppelter Gaumenlaut befindlich wäre, weil das ch im Deutschen zwischen zwey Selbstlautern ohnehin schon doppelt ausgesprochen wird.
1052 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ócher

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Der Ócher , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. eine metallische Erde, welche aus r…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ocher

    Goethe-Wörterbuch

    Ocher s Ocker Juliane Brandsch J.B.

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ocher

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ocher , s. Herder Ocker .

  4. modern
    Dialekt
    ocher

    Bayerisches Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ocher Band 1, Spalte 1,38f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ocher

100 Bildungen · 6 Erstglied · 94 Zweitglied · 0 Ableitungen

ocher‑ als Erstglied (6 von 6)

Ochererbse

Campe

ocher·erbse

Die Ochererbse , Mz. — n , eine in Ialien, Spanien  wachsende Art Erbsen. I Katalonien wird ihr Mehl zum Brote genommen (Pisum ochrus L .).

Ocherfarbe

Campe

ocher·farbe

Die Ocherfarbe ( Okerfarbe), Mz . u. Ocherfarben, Ocherfarbig , adj . u. adv . s. Campe Ochergelb .

Óchergêlb

Adelung

ocher·gelb

Óchergêlb , adj. et adv. der dunkelgelben Farbe des Ochers in der engsten Bedeutung gleich und ähnlich. Auch als ein Hauptwort wird es zuwei…

ocherig

GWB

och·e·rig

ocherig s ockerig Juliane Brandsch J.B.

ocher als Zweitglied (30 von 94)

Malocher

RDWB1

Malocher m jidd. , umg. работяга разг.

bejocher

DWB

bejocher , m. subjugator: hirtenvolk der alpen, das ringend mit den bejochern fiel, unvergeszlich bist du, wie das thermopylische häuflein. …

blëchhantschuocher

Lexer

blëch-hant-schuocher stm. verfertiger von blechhandschuhen Chr. 2. 507,24.

Brocher

MeckWB

Wossidia Brocher hebr. Gewinn, Vorteil: dor is ok keen Brocher an Sta Stargard@Strelitz Strel .

Brotkocher

PfWB

brot·kocher

Brot-kocher m. : spött. für 'Geizhals', -kocheʳ [ PS-Bundth ]. Syn. s. PfWB Geizhals . —

Chlaffocher

Idiotikon

Chlaffocher Band 3, Spalte 625 Chlaffocher 3,625

Edelbreitocher

Idiotikon

Edelbreitocher Band 1, Spalte 374 Edelbreitocher 1,374

Eisensteinpocher

Campe

eisenstein·pocher

Der Eisensteinpocher , des — s, d. Mz. w. d. Ez. derjenige Arbeiter, der das Eisenerz entweder geröstet oder ungeröstet pochet.

ernocher

LothWB

ern·ocher

er-nocher [ərnóər D. Si. ] adv. nachher, hernach : kemschte bâl? ernocher! kommst du bald? Nachher! — lux. 92 ebenso.

ërtwuocher

Lexer

ert·wuocher

ërt-wuocher stmn. BMZ ertrag des landes, feldfrucht Gen. D. 54,3. Berth. 27,22. 258, 29. Dsp. s. 6. Swsp. 172,130. 136.

erzpocher

DWB

erz·pocher

erzpocher , m. qui frangit, comminuit aes: ein armer bergmann, sinker, haspelzieher, schmelzer und hüttenarbeiter. Mathesius 7 a .

Fësocher

Idiotikon

Fësocher Band 5, Spalte 1183 Fësocher 5,1183

goldkocher

DWB

gold·kocher

goldkocher , m. , goldmacher, alchemist, vgl. DWB goldkoch : dasz es damals betrügliche goldkocher gegeben, bezeuget eine stelle im Celtis G…

Griffelkocher

RhWB

griffel·kocher

Griffel-kocher -əlts- Bergh-Hüchelhv ; -əlkǫxət Wermelsk m.: Behälter für Schreibgriffeln.

Grō²tmalōcher

WWB

Grō²t-malōcher m. Grautmalocher Person, die prahlt, angibt ( Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil) Wal Nb).