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nirgends

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

nirgends

nirgends

irgend Adv. ‘nicht näher bestimmbar, überhaupt, nur’ (vgl. wenn irgend möglich). Ahd. io (s. je) und (h)wergin ‘irgendwo, -wohin’, aus ahd. (h)wār (s. wo) und einer Indefinitpartikel -gin, verbinden sich zu ahd. io (h)wergin, iergen ‘irgendwo’ (11. Jh.), mhd. iergen, irgen, mnd. iergen(e), mit sekundär angetretenem Dental mhd. irgent (13. Jh.), mnd. iergent (s. jemand, niemand). Örtliche Bedeutung hält sich bis ins 17. Jh., danach allgemein im Sinne der Unbestimmtheit (wohl irgend zwanzig, 18. Jh.). Heute steht irgend vornehmlich in Zusammenrückung (bis ins 18. Jh. noch getrennt geschrieben) mit anderen Indefiniten, vgl. irgendwer, irgendwas, irgendein (16. Jh.), irgendwo (18. Jh.; vgl. spätmhd. iergen anderswā), irgendwelch, irgendwie (19. Jh.). Der Indefinitpartikel ahd. -gin (s. oben) entspricht asächs. -gin, aengl. -gen, anord. -gi; vgl. asächs. hwā̌rgin, hwergin ‘irgend, irgendwo’, aengl. elles hwergen ‘irgendwo anders’, anord. hvargi, hvergi ‘überall’, engi (aus *einngi) ‘irgendein, keiner’, manngi ‘niemand’, dazu mit Ablaut und grammatischem Wechsel got. -hun, vgl. got. ni ainshun, ni mannahun ‘niemand’. Verwandt sind aind. caná, awest. činā̌, die gleichfalls als Partikeln der Unbestimmtheit bzw. Verallgemeinerung fungieren. Zugrunde liegt vielleicht eine erstarrte Flexionsform (Instrumental) zu dem unter wer (s. d.) behandelten Pronominalstamm. – nirgend(s) Adv. ‘an keinem Ort’, aostnfrk. niwergin, niergin (9. Jh.), mhd. niergen, niergent, mnd. nergene, nergende, nergent, nhd. nirgend (16. Jh.) neben nirgends (15. Jh.). Vgl. nirgendwo (18. Jh.).
1579 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nirgends

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Nirgends ,

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    nirgends

    Goethe-Wörterbuch

    nirgends ca 190 Archivbelege; ‘nirgens’ N5 1 ,456 ; als Element nachdrücklicher doppelter Negation, zB 33,64,9 a lokal: …

  3. modern
    Dialekt
    nirgends

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    nirge n ds , nierigs nirgends ( wie bei ierge n ds, ierigs). ‘niergen hin’ Geiler Narr. 26; ‘niern’ S. M. = Das Buch der…

  4. Sprichwörter
    Nirgends

    Wander (Sprichwörter)

    Nirgends 1. Der ist nirgends, der überall sein will. – Winckler, XX, 8. 2. Hei is nêrens wiëst os hinner Meumens Käulpot…

  5. Spezial
    nirgends

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    nir|gends adv. ignó, da degöna pert. ▬ nirgends zu finden ignó da ciafé.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nirgends

5 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

nirgends‑ als Erstglied (5 von 5)

nirgendshaus

DWB

nirgends·haus

nirgendshaus , n. wie nirgendheim: herr zu Nirgendshaus, princeps Utopiae Aler 1475 b ; er ist von Nirgendshausen ( dativ plur. ). Ludwig 13…

nirgendsheim

DWB

nirgends·heim

nirgendsheim , n. dasselbe: er ist von Nirgendsheim. Ludwig 1332 ; zu Nirgensheim, in Utopia Aler 1475 b .

nirgendsher

DWB

nirgends·her

nirgendsher , adv. nusquam Stieler 827 , nirgendsanderswoher, ex nulla alia re. ebenda; das eigenthümliche, ganz auf sich ruhende und nirgen…

nirgend(s)hin

GWB

nirgends·hin

nirgend(s)hin mehrf Getrenntschr a lokal: an keinen (anderen) Ort, in keine (andere) Richtung; einmal ‘nirgends hin noch her’ (vgl s v nirge…

nirgendskirche

DWB

nirgends·kirche

nirgendskirche , f. die kirche, die nirgends ist: denn nunmehr wisset ihr, dasz sie ( die lutherischen prädicanten ) die ankunft ihrer kirch…